Ein Circuscamp für Kinder

Foto des Circuscamps für Kinder 2010

Im Jahr 2010 fand vom 11. bis zum 16. Oktober ein Circuscamp für Kinder statt.
150 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 14 Jahren erhielten die Möglichkeit, in die spannende Welt des Circus einzutauchen.
Täglich in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 16.00 Uhr wurde in einem Zweimastzelt auf der Wiese am Fritz-Kühn-Platz und in einer Sporthalle trainiert. Die Kinder und Jugendlichen lernten in den ersten Tagen die Vielfalt des Circus kennen und entschieden sich dann für ein Circusgenre - Zauberer, Akrobat, Jongleur oder Techniker am Mischpult... - jeder fand seinen Platz.

Jedes Circusgenre spricht andere Bereiche des Körpers und der Persönlichkeit an.
Das Balancieren auf dem Einrad, Rola oder der Laufkugel fördert spielerisch das Gleichgewichtsgefühl und kann Anlass sein, den eigenen Körper neu zu erleben. Die erlebte Körperbeherrschung motiviert zu weiteren Schritten und macht vor allem Spaß.
Über das Schauspielern als Clown oder Zauberer können neue Persönlichkeitsanteile entdeckt und entwickelt werden.
Beim Feuerschlucken oder dem Gang auf dem Nagelbrett werden Ängste überwunden und neue Perspektiven eröffnet.

Ohne Regeln kann eine Circusgemeinschaft nicht erfolgreich funktionieren.
Das Lächeln für das Publikum, der Dank mit der ausgestreckten Hand an das Orchester oder das Kompliment sind wichtige Ausdrucksformen der artistischen Gemeinschaft.
Andere Regeln haben praktische Gründe: Requisiten pfleglich zu behandeln und zu lagern erhält nicht nur das Material, sondern verhütet Unfälle.
Der Schwur der Zauberer dient der Wahrung von Zaubergeheimnissen und fördert wie der gemeinsame Clownsruf das Gruppengefühl.

Beim Circusprojekt erlebten die Kinder und Jugendlichen, dass ohne Kooperation und gegenseitige Hilfestellung alles schwerer ist. Der Zusammenhang zwischen Kooperation und Erfolg wird selten deutlicher als beim Training für Circusnummern. Es wurden Vorbehalte abgebaut, Konflikte gelöst und es entstand ein gemeinsames Werk, in dem jeder seinen Platz hatte und Verantwortung für den Anderen und das Ganze trug.
Artistik diente als Medium, interessenorientiert die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle, dem Körpergefühl, der Verantwortung und Kooperation zu fördern.
Der Circus "Zapp Zarap" aus Leverkusen begleitete das einwöchige Circuscamp. Ein Zweimastzelt mit Platz für 350 Zuschauer, Licht- und Tontechnik sowie Requisiten wurden gestellt.

Pädagogisch begleitet wurde das Projekt von den Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendbüros, die ebenso wie die ehrenamtlich tätigen Jugendlichen des Kinder- und Jugendrates zuvor im Rahmen eines Fortbildungswochenendes zu Circushelfern ausgebildet wurden. Dies beinhaltete eine Einführung in grundlegende Circustechniken, die Abläufe und Regeln im Zirkus und die notwendigen Sicherheitsaspekte.  Weitere Inhalte der Fortbildung waren Akrobatik (Pyramidenbau), Leiterakrobatik, Balance auf Rola, Seil und Laufkugel, Zauberei und Clownerie, Jonglage und Schwingen sowie Einradfahren und Fakir.
Ziel der Teamerfortbildung war die Befähigung zur Anleitung, Gefahrenvermeidung und die Erstellung von Circusnummern bis hin zu einem Circusprogramm. Eine Präsentation des Erlernten leitete das Circusprojekt ein.
Durch die Schulung und Teilnahme am Circusprojekt erhielten die ehrenamtlich für das Kinder- und Jugendbüro tätigen Jugendlichen Einblicke in die Circuspädagogik und erlernten Fähigkeiten in verschiedenen Circusdisziplinen. Mit dem Abschluss der Gruppenleiterausbildung, die sie zusätzlich absolvierten, wurden sie zudem in die Lage versetzt, einzelne Circusworkshops mit Kindern anleiten zu können.
Die Erfahrungen sollten Spaß machen, Jugendliche in Verantwortung führen und alle Beteiligten begeistern, mit dem Ziel, die Circusarbeit in regelmäßigen Projekten oder kontinuierlich fortzusetzen.

Ziel des einwöchigen Circuscamps für die Kinder war ein Auftritt vor Publikum. Am Samstag, 6. Oktober, fanden drei Circusvorstellungen statt, in denen die Nachwuchsartisten ihr Können den Eltern, Geschwistern und Großeltern präsentierten.
Die Generalprobe am Vortag fand vor Gästen aus den benachbarten Kindergärten und Seniorenheimen statt.

Am Ende feierten die begeisterten Zuschauer im voll besetzten Zelt die Artisten und waren restlos begeistert.   

Ihre Ansprechpartnerinnen sind:
Kinder- und Jugendbüro
Raum 003
Rathaus I, Erdgeschoss, 
Schillerplatz 7 (für Navigationsgeräte: Rathausstraße), 58636 Iserlohn
Tel: 02371/217-2246
Fax: 02371/217-4586
Kinder- und Jugendbüro
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