Landesjugendring ehrt Carl-Heinz Kipper mit dem “Goldenen Hammer 2009"
Auszeichnung für interkulturelle Verständigung und Zivilcourage
Carl-Heinz Kipper ist am 7. Oktober in der Synagoge Bochum mit dem "Goldenen Hammer 2009" ausgezeichnet worden. Mit dem "Goldenen Hammer" ehrt der Landesjugendring Nordrhein-Westfalen seit über zwanzig Jahren Menschen und Gruppen, die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren und sich für interkulturelle Verständigung einsetzen.
Carl-Heinz Kipper erhielt den "Goldenen Hammer" als Ehrenpreis für sein persönliches Engagement in Iserlohn und Schwerte bei der Erinnerungsarbeit an die Zeit des Nationalsozialismus. Der Preis wurde überreicht vom Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet.
In Zusammenarbeit mit dem Jugendschutz der Stadt Iserlohn führt der jüdische Zeitzeuge der NS-Zeit Carl-Heinz Kipper seit November 2000 "Historische Erkundungen" durch, bei denen sich Kinder ab der fünften Schulklasse mit ihm auf die Spuren des Nationalsozialismus in Iserlohn begeben. Vorher lesen jüngere Kinder die Geschichte "Mathias und der Mensch aus Bronze", ältere Schüler lesen den auf Carl-Heinz Kippers Lebensgeschichte basierenden Comic "Briefe aus dem Dunkeln". Die beiden Werke der Iserlohner Autorin Sabine Hinterberger bilden die konzeptionelle und pädagogische Grundlage für die Erkundung. Bei dieser besuchen die Schülergruppen jüdische Stätten in Iserlohn, um zu sehen, wie die Stadt heute mit ihrer Geschichte umgeht. Zum Abschluss berichtet Carl-Heinz Kipper über seine Kindheit und Jugend in Iserlohn während der Zeit des Nationalsozialismus.
Durch sein Engagement und seine Art des Erzählens gelingt es ihm immer wieder, Kinder und Jugendliche in beeindruckender Weise für das Thema zu sensibilisieren. Carl-Heinz Kipper hat etwas zu sagen, was ihm selbst eine Herzensangelegenheit ist.
Seit Beginn des Projekts im November 2000 haben 128 Veranstaltungen mit Schulklassen stattgefunden.
Bei der Verleihung des "Goldenen Hammers 2009" in der Synagoge Bochum (v.l.n.r.):
Moderatorin Isabel Schayani, Carl-Heinz Kipper, Alexandra Horster, Vorsitzende des Landesjugendringes, und der NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration Armin Laschet.
Fotos: Landesjugendring NRW
Pressemitteilung des Landesjugendringes NRW vom 8. Oktober 2009








