Frühlingskonzert mit Pfiff

Das Programm des Frühlingskonzerts des WDR Rundfunkorchester Köln ist ein strahlender Frühlingstag: farbenfroh, vital, amüsant, nachdenklich, laut und frech und natürlich mit Pfiff! Mit Antonio Vivaldis „Der Frühling“, Johann Strauß’ „Frühlingsstimmenwalzer“, der „Stampa für 4 Tapdancer und Orchester“ von Paul van Vulpen, „Inner Bells“ von Marion von Tilzer, Camille Saint-Saens’ “Introduction und Rondo Capriccioso op. 28 für Violine und Orchester” und „A Grand Grand Overture op. 57 für 3 Staubsauer, 1 Bodenpolierer und Orchester“ von Malcolm Arnold steht ein bunter und höchst unterhaltsamer Musik-Strauß auf dem Programm.

Und da sind wir schon beim ersten Künstler: Geert Chatrou ist ein junger Holländer, der gerade in Japan zum dritten Mal die Weltmeisterschaft im Kunstpfeifen gewonnen hat. Er kann keine Noten, behält aber alle Töne und spielt in einem ungeheuren Tempo den herrlichsten Vivaldi. Holzschuhtänzer kommen dazu. In einer derben Stampa des 23-jährigen Paul van Vulpen tanzen vier Holzschuh-Stepptänzer der Gruppe Mareike de Braal diesen amüsanten Tanz. Frühling ist aber auch die Zeit des des Träumens, des Sich-Sehnens. Marion von Tilzer nennt ihre indische Frühlingsmusik „Inner Bells“. Der japanische Komponist Takashi Bernhöft lauscht den großen Wellen, die im Frühling die japanische Küste aufwühlen.

Und was machen die Finnen? Sie träumen von Blüten im frischen Frühlingslicht mit einer Tangomelodie in der Ferne – Frühlingstango von Jolle Valtonen. Zudem wird es eine Überraschung geben: Ein junger Geiger aus den USA spielt erstmals in Deutschland, ja, in Iserlohn: Yevgeny Kutik. Aber was sind die schönsten Melodien, wenn die wahre Leidenschaft quasi in den Händen brodelt und minütlich sagt: Jetzt ist Zeit für den Frühlingsputz? Auch für diese Menschen gibt es Musik. Malcolm Arnold schrieb ein Putzkonzert für drei Staubsauger und Orchester. Es wird ein Konzert der Gattung „Nix wie hin!“

Mit freundlicher Unterstützung vom Märkischen Arbeitgeberverband Ruhr/Lenne e.V.