Iserlohner Glockenspiel

Platz am Ende der Unnaer Straße, Einmündung Westergraben

Iserlohner Glockenspiel

Iserlohner Glockenspiel

Es handelt sich um einen Glockenturm, der als Geschenk Iserlohner Unternehmungen (Einzelhandel, Banken und Industrie, Bürgerschaft) nach einem Entwurf von Ernst Dossmann gestaltet und am 2. Juli 1982 offiziell in Betrieb genommen und der Stadt Iserlohn übergeben wurde.

Mit dem späteren Aufsetzen der aus Handwerkerzeichen bestehenden Wappenkrone wurden die Arbeiten abgeschlossen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, im Gebäude Theodor-Heuss-Ring 24 (dem ehemaligen "Gasthof Zur Post"), dichtete Emil Rittershaus im Jahre 1869 das Westfalenlied. Als Erinnerung an dieses Ereignis ist das Westfalenlied auch heute noch regelmäßig vom Glockenspiel zu hören (in der Regel um 18.00 Uhr - siehe unten).

Das Bild zeigt das eingerüstete Glockenspiel während der Renovierung

Das eingerüstete Glockenspiel während der Renovierung

Im rekordverdächtigen Zeitraum von nur knapp einem Monat wurde das Iserlohner Glockenspiel im Jahre 2007 komplett renoviert - rekordverdächtig, wenn man bedenkt, dass es fast ein Jahr gedauert hat, bis die Arbeiten endlich beginnen konnten.

Möglich wurde dies schließlich durch eine großzügige Spende der Sparkasse Iserlohn. Erst auf Grund dieser Zusage konnte sich Sascha Reetz, Leiter des Ressortbüros Kultur, auf die Suche nach dem Erbauer machen, der vor fast auf den Tag genau 25 Jahren das Glockenspiel ausgestattet hat.

Damals waren es engagierte Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und die Werbegemeinschaft Iserlohn, die das Glockenspiel finanzierten.

Die Iserlohner Firma Küchenberg stellte das Gerüst zur Verfügung, mit dessen Hilfe eine Fachfirma aus Norddeutschland alle Glocken und die gesamte Steuerungs- und Läuttechnik demontiert hat. Die wurde dann gesäubert, repariert und gewartet.

Dies war der teuerste Part der gesamten Sanierung und genau hierfür war die Spende der Sparkasse so dringend erforderlich. Die defekte und völlig veraltete Steuerungstechnik wurde durch eine neue computergesteuerte Anlage ersetzt.

Mit Unterstützung des Berufsbildungszentrums wurde der Turm entrostet und lackiert. Die Farben und Materialien steuerte schließlich die Iserlohner Firma Magney bei.

Gruppenbild mit den beteiligten Firmen und Bürgermeister Müller

Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt Iserlohn bedankte sich Bürgermeister Müller (rechts) bei der Wiedereinweihung am 6. Juli 2007 bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung: Karl-Heinz Küchenberg von der Iserlohner Firma Küchenberg, Sascha Reetz vom städtischen Ressortbüro Kultur, Ulrich Weber von der Firma Magney und Sparkassenvorstand Manfred Schäfer (v.l.)

Zum Repertoire des Glockenspiels gehört selbstverständlich das Westfalenlied. Damit es abwechslungsreich bleibt, wird es künftig im Wechsel mit weiteren 19 (saisonal unterschiedlichen) Liedern erklingen.

Die aktuelle Liederfolge ab dem 15. Januar 2008 lautet:

 

UhrzeitTitel
10.00 UhrBruder Jakob
12.00 UhrPapagenos Glockenspiel
15.00 UhrWenn ich ein Vöglein wär'
18.00 UhrWestfalenlied

Ansprechpartner:

Ressortbüro Kulturinstitute
Sascha Reetz und Yvonne Weidlich
Bahnhofsplatz 2
58644 Iserlohn
Tel.: 0 23 71 / 217 - 10 41