Großbrand in Iserlohn-Sümmern am 22. Juli 2009 und
illegales Chemikalienlager an der Köbbingser Mühle

Pressemitteilung des Märkischen Kreises vom 1. September 2010

Pressemitteilung des Märkischen Kreises vom 26. August 2010

Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Feuerwehreinsatz am illegalen WEKA-Lager an der Köbbingser Mühle beendet
(Stand: 25. August 2010, 20.00 Uhr)

Der Feuerwehreinsatz am illegalen Chemielager an der Köbbingser Mühle in Iserlohn-Sümmern ist beendet. Wie sich herausstellte, handelte es sich nicht um einen, sondern um zwei Behälter, aus denen Flüssigkeiten austraten. Die beiden Behälter wurden aus der Lagerhalle herausgeholt und in Auffangwannen gesichert.

Die Feuerwehr hat die Einsatzstelle an den Märkischen Kreis übergeben. Die defekten Behälter bleiben dort bis zur Entsorgung. Das Gelände wird weiterhin rund um die Uhr bewacht.

Die Mitarbeiter am Bürgertelefon unter 02371 / 217-1234 bleiben bis 24.00 Uhr erreichbar. Anschließend wird auf ein Infoband umgeschaltet.

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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Feuerwehreinsatz am illegalen WEKA-Lager an der Köbbingser Mühle - Bürgertelefon geschaltet
(Stand: 25. August 2010, 19.00 Uhr)

Im Rahmen des Feuerwehreinsatzes am illegalen WEKA-Lager an der Köbbingser Mühle hat die Stadt Iserlohn ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 02371 / 217-1234 geschaltet.

Es besteht zurzeit keine Gefahr für die Bevölkerung.

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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Feuerwehreinsatz am illegalen WEKA-Lager an der Köbbingser Mühle
(Stand: 25. August 2010, 18.00 Uhr)

Bei einer Begutachtung der Lagerhalle auf dem Gelände des illegalen Chemielagers der Firma WEKA an der Köbbingser Mühle 13 in Iserlohn-Sümmern am heutigen Mittwoch, 25. August, wurde festgestellt, dass aus einem Behälter Flüssigkeit austritt. Eine weitere Lache wurde in unmittelbarer Nähe gefunden. Als erste Maßnahme wurde die Flüssigkeit mit Bindemitteln abgestreut.

Da das Auslaufen der Flüssigkeit nicht gestoppt werden konnte, hat die Feuerwehr entschieden, sie aus dem Behälter abzupumpen. Für diese Maßnahme wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vor Ort getroffen. Unter anderem wurde vorsorglich ein in unmittelbarer Nähe befindliches Wohnhaus evakuiert. Die in einem Radius von hundert Metern ansässigen Betriebe wurden über die Sachlage verständigt und die Anwohner werden zurzeit durch Lautsprecherdurchsagen informiert.

Es besteht zurzeit keine Gefahr für die Bevölkerung.

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WEKA-Gelände an der Köbbingser Mühle - Sachstand am 11. Juni 2010:

Alle Behälter, die auf der Außenfläche des illegalen Lagers stehen, sind jetzt beprobt. Die entnommenen Proben werden nun analysiert. Da die Analytik zeitintensiv ist und erst nach Auswertung der Ergebnisse über Transport und Verbleib der Chemikalien entschieden werden kann, werden zwischenzeitlich keine Arbeiten auf dem Gelände stattfinden. Der Abtransport der Behälter vom Außengelände wird dann unter Aufsicht der Behörden durchgeführt. Erst wenn die Außenfläche geräumt ist, wird mit der Räumung im Inneren der Halle begonnen.

WEKA-Gelände an der Köbbingser Mühle: Räumung des illegalen Lagers geht weiter - Sachstand am 7. Juni 2010

Nach der urlaubsbedingten Unterbrechung wurden planmäßig heute am 7. Juni die Arbeiten zur Räumung des illegalen Lagers wieder aufgenommen. 

Drucksache des Märkischen Kreises vom 26.05.2010 für den Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung (Sitzungstermin: 15.06.2010)

WEKA-Gelände an der Köbbingser Mühle - Sachstand am 21. Mai 2010:

Seit dem 21. Mai sind die Arbeiten zur Räumung des illegalen Lagers urlaubsbedingt unterbrochen. Die mit der Räumung beauftragte Firma Dürr kommt aus Baden-Württemberg. Dort gibt es zu Pfingsten zweiwöchige Schulferien. Die Räumung des illegalen Lagers soll am 7. Juni weitergehen.

Probenentnahme Köbbingser Mühle
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Probenentnahme Köbbingser Mühle
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WEKA-Gelände an der Köbbingser Mühle:
Räumung des illegalen Lagers hat begonnen
Sachstand am 18. Mai 2010

Wie angekündigt wurde am gestrigen Montag, 17. Mai, mit der Räumung des illegalen Lagers an der Köbbingser Mühle begonnen. Die Entsorgungsfachfirma Dürr aus Baden-Württemberg führt unter behördlicher Kontrolle die Arbeiten aus.

Zunächst werden die im Außenbereich des Lagers befindlichen Behälter an einem speziell eingerichteten Platz geöffnet und Proben entnommen, die in den Laboren der Firma Dürr und des LANUV analysiert werden. Nach der Analyse, die jeweils bis zu drei Tage in Anspruch nehmen kann, legt das LANUV fest, wie die Stoffe zu entsorgen bzw. zu transportieren sind. Außerdem gibt das LANUV seine fachliche Einschätzung zu den gelagerten Gefahrstoffen oder Chemikalien an die Polizei weiter, da das Gelände nach wie vor von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt ist und die Ermittlungen andauern.

Die Federführung für die Koordinierung der Arbeiten hat der Märkische Kreis. Der Arbeitsschutz der Bezirksregierung Arnsberg führt regelmäßig Kontrollen durch. Die Feuerwehr der Stadt Iserlohn stellt während der Räumung des Lagers eine Brandsicherheitswache mit jeweils drei Einsatzkräften.

Illegales Lager an der Köbbingser Mühle 13 - Sachstand am 10. Mai 2010

Zu einem Ortstermin auf dem Gelände an der Köbbingser Mühle trafen sich am Montag, 10. Mai, unter anderem Vertreter des Landesamtes für Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), der Bezirksregierung Arnsberg, des Märkischen Kreises, der Kriminalpolizei, der Stadt Iserlohn, der Firma WEKA sowie der Entsorgungsfirma Dürr. Eingeladen hatte der Märkische Kreis, bei dem die Zuständigkeit für das illegale Lager liegt. Bevor in der kommenden Woche die Probenentnahmen zur anschließenden Räumung des Geländes beginnen können, hatten alle Beteiligten letzte Details für das weitere Vorgehen abzustimmen.

Am Dienstag, 11. Mai, beginnt die Firma Dürr mit der Einrichtung des Probeentnahmeplatzes. Die eigentliche Entnahme beginnt dann am Montag, 17. Mai. Gearbeitet wird montags bis donnerstags jeweils von 8.00 bis 17.00 Uhr. Zunächst werden den rund 400 Behältern auf dem Außengelände Proben entnommen, bevor die Behälter in Halle an die Reihe kommen.

Die Analyse der Proben findet nicht vor Ort statt, sondern in den Laboren des LANUV und der Firma Dürr. Sobald die Einzel-Ergebnisse vorliegen, wird entschieden, wohin der Abtransport des jeweiligen Behälters erfolgt. Bei den Probenentnahmen wird die Iserlohner Feuerwehr eine Brandwache stellen und Vertreter des Märkischen Kreises und der Bezirksregierung werden regelmäßig vor Ort sein und die Entnahmen überwachen. Das Gelände an der Köbbingser Mühle wird weiterhin rund um die Uhr bewacht. Die Entnahme der Proben mit der sich anschließenden Räumung des Geländes könnte zwischen drei und sechs Monate dauern.

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens


Brief des Bürgermeisters Dr. Peter Paul Ahrens vom 9. Dezember 2009
zum aktuellen Sachstand (PDF-Dokument).

Zum Lesen klicken Sie bitte hier....

Untersuchungsergebnisse, Handlungsempfehlungen und weitere Informationen:

Tanks auf Brandgelände der Firma WEKA sind geleert

Sämtliche Tanks, die sich auf dem Brandgelände der Firma WEKA in den so genannten Keller-, Erd- und Hochtanklagern befinden, sind seit Mittwoch, 9. September, leer gepumpt und in Absprache mit der Bezirksregierung Arnsberg auch gesichert.

Bodenuntersuchungen in Sümmern: Keine kritischen Werte!

Karte Übersicht Messpunkte

Übersicht Messpunkte; zum Vergrößern der Karte klicken Sie bitte auf das Bild.

“Bei den durchgeführten Bodenuntersuchungen wurde bei keiner der Proben eine Überschreitung der Prüf- und Maßnahmenwerte der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung festgestellt. Die ermittelten Gehalte liegen alle im Bereich der normalen Hintergrundbelastung.” Dieses beruhigende Ergebnis teilte Diplom-Ingenieur Jürgen Spengler vom Mendener Büro IGS als beauftragter Gutachter der Stadt Iserlohn mit.

Die aufgrund des Beschlusses des Feuerwehr- und Umweltausschusses im Stadtteil Sümmern entnommenen Bodenproben waren sowohl auf landwirtschaftlichen als auch auf privaten Flächen, vorrangig dort, wo Brandrückstände aufgefunden wurden, aufgenommen worden.

Über 20 Messpunkte hatten die Mitarbeiter des technischen Umweltschutzes der Stadt Iserlohn festgelegt. Maßgebend dabei waren die Anrufe von Sümmeraner Bürgern, die über das städtische Bürgertelefon die auf ihren Grundstücken aufgefundenen Brandrückstände gemeldet haben. Die Fundstellen waren kartiert und die Messpunkte dementsprechend so festgelegt worden, dass der gesamte Bereich Sümmern großflächig abgedeckt wurde.

Eine Karte mit den Messpunkten finden Sie hier.... (PDF-Dokument).

Bei der Untersuchung der Bodenproben auf Dioxine, Furane, Schwermetalle, PCB (Polychlorierte Biphenyle) und PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) wurden keine kritischen Werte festgestellt.

Die Anwohner, von deren Grundstücken die Bodenproben stammen, wurden schriftlich informiert.

Untersuchungsbericht des Gutachters: Bitte klicken Sie hier.... (PDF-Dokument).

Hinweise aus der Bevölkerung:
Die Stadt Iserlohn hat verschiedene Hinweise aus der Bevölkerung auf mögliche weitere Lagerorte von Behältern der Firma WEKA bekommen.
Das Bauordnungsamt der Stadt ist allen Hinweisen nachgegangen und hat die Standorte untersucht. Es wurden jedoch keine weiteren illegalen Lagerungen gefunden. 

Gemüse
Am Samstag, 1. August, hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) die Ergebnisse der Gemüseproben (Petersilie, Brokkoli, Mangold und Wirsing) mitgeteilt. Danach liegen alle Proben deutlich unter dem Grenzwert. Aufgrund dieser Ergebnisse hat der Kreisveterinär alle Lebensmittel zum Verzehr und für den Verkauf freigegeben.

Gras (Futtermittel) und Getreide
Am Montag, 24. August 2009, hat der Kreisveterinär das Ergebnis der Nachuntersuchung mitgeteilt. Alle Proben liegen deutlich unter dem Grenzwert der Futtermittelverordnung. Somit sind jetzt alle Flächen in der landwirtschaftlichen Nutzung nicht mehr beeinträchtigt und können ohne Einschränkung genutzt werden.

Luft
Eine Luftbelastung durch Schadstoffe liegt nicht vor. Messungen wurden durchgeführt durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), den Märkischen Kreis und die Feuerwehr. 

Brandrückstände, die in der Umgebung des Brandes aufgesammelt wurden
Nach den Untersuchungsergebnissen des LANUV hatte es bei den Brandrückständen bereits am Freitag, 24. Juli, eine Entwarnung für Dioxine gegeben. Eine Probe, die von einem Feld in einem Kilometer Entfernung von der Brandstelle entnommen wurde, wies ein Ergebnis von 28 ng/kg I-TE* auf. Bei einer weiteren Probe wurde ein Gehalt von von 2,5 ng/kg I -TE* festgestellt.
Das LANUV erläutert dazu:
Die Dioxinwerte beider Proben liegen deutlich unter dem Beurteilungswert von 100 ng//KG I-TE*, bis zu dem die Aufbringung von Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen zulässig ist. Die Werte in den Brandrückständen liegen auch unter dem Beurteilungswert von 100 ng/kg Boden, der für den Austausch von Spielplatzsand gilt.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass in den zwei Proben von Brandrückständen zwar polychlorierte Dioxine und Furane nachgewiesen worden sind, die Gehalte aber so niedrig sind, dass kein Handlungsbedarf besteht.

Das LANUV veröffentlicht die kompletten Analyseergebnisse auf seiner Internet-Seite  unter www.lanuv.nrw.de

Wasser
Das Trinkwasser ist unbelastet. Das Niederschlagswasser, das zum Beispiel in Regentonnen gesammelt wird, kann ebenfalls unbedenklich verwendet werden.

Bürgertelefon
Da mittlerweile nur noch ganz vereinzelt Anrufe eingehen, ist das von der Stadt Iserlohn unter der Rufnummer 02371 / 217-3713 eingerichtete Bürgertelefon nun nicht mehr besetzt. Für alle Fragen zum Brand bei der Fa. Weka steht ab sofort das Umwelttelefon unter der Rufnummer 02371 / 217-2941 zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zur Verfügung. Außerhalb dieser Zeiten besteht die Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen. In Notfällen sind Feuerwehr und Polizei unter den bekannten Rufnummern selbstverständlich rund um die Uhr erreichbar.