2. Iserlohner Integrationskonferenz am 26. Januar 2011
Die Verbesserung der Integration von Migrantinnen und Migranten ist das Ziel des Iserlohner Integrationskonzeptes, das für die Stadt Iserlohn unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erstellt wurde. Auch wenn bereits erfolgreiche Integrationsarbeit in Iserlohn stattfindet, seitens des Integrationsrates, der Wohlfahrtsverbände oder privater Initiativen, soll das Konzept die bestehenden Angebote transparenter machen. In einer ersten Integrationskonferenz im September 2010 war das aus "Komm-In"-Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt an den Start gegangen. Seitdem haben bis zu einhundert Personen in vier Arbeitsgruppen engagiert an der Entstehung des Konzeptes mitgearbeitet.
In den Arbeitsgruppen
- Bildung, Sprache, Jugend
- Teilhabe am kulturellen Leben und Freizeit
- Politik, Verwaltung, Stadtplanung, Arbeit und Wirtschaft
- Frauenworkshop
wurde ein Zielkatalog erarbeitet, um es Menschen mit Migrationshintergrund zu ermöglichen, noch besser mit den Lebensumständen in Iserlohn zurecht zu kommen.
Im Rahmen der "2. Iserlohner Integrationskonferenz" am Mittwoch, 26. Januar, im Löbbecke-Saal des Parktheaters, stellte das imap Institut (Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung) den Entwurf des Iserlohner Integrationskonzeptes vor und gab einen Ausblick auf die in den Arbeitsgruppen als besonders wichtig erachteten Handlungsfelder für Integrationspolitik in Iserlohn.
Die Handlungsfelder sind:
- Koordinierung der Integrationsarbeit
- Verbesserung der Informationsvermittlung und Schaffung einer transparenten Angebotsübersicht
- Monitoring
- Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung
- Kooperation unter Migrantenselbstorganisationen und mit anderen Vereinen
- Interkulturelle Sensibilisierung an Schnittstellen
- Gewinnung von Integrationsvorbildern, Nutzung des Potenzials von Jugendlichen
- Förderung von Bildungsarbeit (insbesondere Elternarbeit)
- Förderung der Ausbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
- Nutzung von Sport als Integrationsfaktor
- Interkulturelle Ausrichtung der Freizeitangebote
- Ausbau der Angebote für Mütter mit Migrationshintergrund
- Unterstützung junger Frauen beim Übergang von der Schule in den Beruf
Die Beratung der vorgestellten Handlungsfelder und die vorzunehmende Rangfolgenbestimmung von Maßnahmen und Zielen erfolgt in den nächsten Wochen zunächst durch den Integrationsrat.
Anregungen zu dem Entwurf des vorgestellten Integrationskonzeptes nimmt der Geschäftsführer des Integrationsrates, Hans-Georg Schreiber, gerne entgegen.
Offiziell eröffnet wurde die Konferenz um 17.30 Uhr von dem Vorsitzenden des Iserlohner Integrationsrates, Ercan Atay (links), und dem Geschäftsführer des imap Institutes, Bülent Arslan, der die Konferenz auch moderierte. Als Hauptrednerin hielt Zülfiye Kaykin, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW, ein Impulsreferat zum Thema Integration.
Im Rahmen der Erstellung des Integrationskonzeptes ist die neue zweisprachige Broschüre "Integration in Iserlohn" entstanden.
Druckexemplare gibt es im Rathaus I am Schillerplatz, in den Bürgerbüros in Letmathe und Hennen sowie beim Bereich Integration und Aufenthaltsrecht im Rathaus II am Werner-Jacobi-Platz. Die Broschüren sind in deutscher und zusätzlich in englischer, französischer, russischer, türkischer und serbischer/kroatischer Sprache erhältlich.











