Unterwegs zum Thema Kinderrechte
Das Team des Kinder- und Jugendbüros besuchte im April und Mai 2009 Schulhöfe, Spielplätze oder Gruppen in den Offenen Ganztagsgrundschulen, um die Kinder über die Kinderrechte zu informieren und mit ihnen zu arbeiten (z.B. Kinderrechteralley, Basteln zum Thema Kinderrechte).
Während der alljährlichen Schulaktion (Februar / März) mit den zweiten Klassen der Grundschulen wurde in 90 Minuten mit dem gleichen Konzept gearbeitet.
Als optisch ansprechender "Treffpunkt" bei den Aktionen fungierte das Schwungtuch, das genügend Platz für alle bot.
In der Mitte des Schwungtuches lagen Stifte und ein großes Plakat mit den Fragen "Welche Kinderrechte gibt es? Warum gibt es die Kinderrechte?" bereit. Daraus entwickelten sich jeweils Gespräche mit den Kindern über das Leben von Kindern in Deutschland und anderen Ländern. Während der Gespräche wurden die genannten Kinderrechte gesammelt, auf das Plakat geschrieben und durch Stichworte ergänzt, die beschreiben, was das jeweilige Recht bedeutet.
Einzelne Rechte genauer anschauen
Zu den Kinderrechten gab es einzelne Stationen
Station 1: Kinder haben
- ein Recht auf Bildung
- ein Recht auf Schutz vor Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch
- ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
- ein Recht auf Gleichheit
Die Wahrheit in einigen Ländern (z. B. Afrika, Indien, China/Asien, Lateinamerika):
- Regierungen vernachlässigen Bildungssysteme. Es gibt zu wenig Schulen, die Lehrer sind schlecht ausgebildet, Schulgebühren schließen Kinder aus armen Familien aus.
- In fast allen Gesellschaften gelten bestimmte Menschen als minderwertig. Wichtige Rechte, wie zum Beispiel das Recht auf Bildung, werden ihnen nicht zugestanden: Kinder aus armen Familien, Mädchen, Kinder aus Flüchtlingsfamilien, Migranten, Ureinwohner und Kinder aus ethnischen oder religiösen Minderheiten sind besonders gefährdet, ausgebeutet zu werden. Oft sind sie nicht einmal offiziell registriert.
- Kinder werden oft ausgebeutet und anstatt in die Schule zu gehen, zum Arbeiten (auch schwere körperliche Arbeit) gezwungen.
Aktion:
- Großer selbstgebauter Webrahmen - In 30 Sekunden so viele Reihen weben wie möglich
- Wassertransport - Hindernislauf mit zwei Eimern voll Wasser
Station 2: Kinder haben
- ein Recht auf Gesundheit
- ein Recht auf gesunde Ernährung
- ein Recht auf eine gesunde Umwelt
Aktion:
- Fruchtspieß selbst zusammenstellen
- Müllsammelspiel - Zwei Kinder sammeln in einem abgesperrten Bereich Müll (Gewinner ist, wer gewichtmäßig den meisten Müll gesammelt hat.)
- Geldbörsen aus Safttüten - Aus alten Tetrapacks entstehen Geldbörsen.
Die Kinder konnten sich an den Stationen informieren oder diese als Rallye durchlaufen.
Die Rallye bestand aus einer Laufkarte, auf der auch Fragen zu den Stationen standen.














