Mobile Kunstwerkstatt

Foto der Aktion "Mobile Kunstwerkstatt"
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Die "Mobile Kunstwerkstatt" ist ein künstlerisch-pädagogisches Projekt der Kunstfabrik "casa b" und dem Kinder- und Jugendbüro, das seit November 2008 im Wohnpark Buchenwäldchen durchgeführt wird.

Im Rahmen des Projektes werden den Kindern neben bekannten Materialien wie Tonpapier oder Perlen auch nicht alltägliche Materialien, zum Beispiel Ton und Peddigrohr, deren Bearbeitung Anforderungen an Feinmotorik, Geduld und Konzentration stellt, angeboten.

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Mit Neugier und Begeisterung nehmen die Kinder das für sie neue Material an, gehen aber gerade zu Beginn auch sehr planlos und ungeduldig vor. Ihr Ziel, möglichst schnell ein Produkt in den Händen zu halten und mit der Aufgabe fertig zu sein, lässt sich nicht immer mit dem Material verwirklichen. Das Flechten von Peddigrohr zu einem Körbchen oder selbst zu einem Flechtbild stellt eine große Herausforderung an die Feinmotorik dar und ist nur mit Geduld und Konzentration zu erreichen.
Durch unterstützende Fragestellungen, Aufzeigen verschiedener Lösungsmöglichkeiten und ermunternden Zuspruch gelingt es, dass am Ende des Angebotes "Peddigrohr flechten" jedes Kind ein Körbchen in den Händen hält. Das Ergebnis wird stolz in der Gruppe herumgezeigt und nicht weniger stolz zuhause den Eltern präsentiert.

Es zeigt sich, dass die Kinder schnell ein Ergebnis ohne viel Mühe produzieren möchten und die Frustrationsgrenze schnell erreicht ist, wenn die Aufgabe mehr Konzentration und Geduld erfordert. Die Angebote erstrecken sich über mehrere Termine und es wird deutlich, dass sie von Mal zu Mal konzentrierter an ihr Werk gehen.

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Während des Angebotes werden die Teilnehmer immer wieder aufgefordert, gemeinsam zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Bei einigen Materialien wie Klebstoff oder Bohrer wird bewusst ein Mangel herbeigeführt, um die Kommunikation der Kinder untereinander anzuregen und dann im Folgenden zu moderieren.

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Der Aspekt "Förderung des sozialen Miteinanders" wurde 2010 noch einmal verstärkt aufgegriffen.
Die Kinder erhielten die Möglichkeit in Kleingruppen, bestehend aus sechs bis sieben Kindern, intensiv an einem gemeinsamen Kunstwerk zu arbeiten, während zeitgleich für die übrigen Kinder ein Kreativangebot vorgehalten wurde, das noch am selben Tag fertiggestellt und mit nach Hause getragen werden konnte. Nach etwa einer Stunde wechselten die Kinder der Gruppen ihre Aufgaben. Mit diesem Vorgehen konnte dem Bedürfnis der einzelnen Kinder Rechnung getragen werden, am Ende des Tages etwas Selbstgestaltetes in den Händen zu haben und gleichzeitig an einem gemeinschaftlichen Werk intensiv beteiligt gewesen zu sein.

So entstand mit den beteiligten Kindern im Laufe des Jahres ein Gemeinschaftswerk mit dem Titel "Unsere Stadt". Es handelt sich um das Modell einer Stadt, das sich aus einzelnen Puzzlestücken zusammensetzt und die gewünschte Lebenswelt der Kinder zeigt. Das riesige Puzzle konnte nur fertig gestellt werden, weil jeder regelmäßig mitgemacht hat.

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Aus einer 3 mal 4 Meter großen Holzplatte wurden 15 unterschiedliche "Grundstücke" ausgesägt. Jedes Kind suchte sein eigenes Puzzlestück aus und trug seinen "Besitz" in ein speziell angefertigtes Grundbuch ein. Das Grundbuch begleitete das Projekt das ganze Jahr. Neuigkeiten und Kommentare wurden aufgeschrieben und im Grundbuch dokumentiert.

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Kleine Pappkartons und Umverpackungen dienten als Grundgerüst für verschiedenste Gebäude. Mit Acrylfarben erhielten die Bauwerke, schöne Villen und Traumschlösser, abschließend ihre bunte Fassadenfarbe. Naturmaterialien wie Holz, Moos, Stein, Muscheln und Sand betonten Gärten, Blumenbeete und Seen. Mit Mosaiksteinen wurden Veranden und Terrassen gearbeitet. Aus Pappmaché wurden Treppen, Hügel und Mauern errichtet.

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Ansporn gab den teilnehmenden Kindern die Aussicht darauf, dass das fertige Kunstwerk der Öffentlichkeit präsentiert wurde. So war die Stadt am Weltkindertag 2010 im städtischen Museum zu sehen und wurde außerdem am 19. Februar 2011 im Rahmen eines kleinen Spielfestes im Pavillon des Wohnparks Buchenwäldchen der Presse, den Eltern und interessierten Anwohnern vorgestellt. Anschließend konnten die einzelnen Puzzelelemente der Stadt von den Erbauern stolz nach Hause getragen werden.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind:
Kinder- und Jugendbüro
Raum 003
Rathaus I, Erdgeschoss, 
Schillerplatz 7 (für Navigationsgeräte: Rathausstraße), 58636 Iserlohn
Tel: 02371/217-2249
Fax: 02371/217-4586
Kinder- und Jugendbüro
Raum 003
Rathaus I, Erdgeschoss, 
Schillerplatz 7 (für Navigationsgeräte: Rathausstraße), 58636 Iserlohn
Tel: 02371/217-2245
Fax: 02371/217-4586