"Wohnen in der Innenstadt"

LBS-Kinderbarometer - eine Umfrage zum Thema "Wohnen"

Das LBS-Kinderbarometer ist eine Untersuchungsreihe, bei der seit 1998 jährlich rund 2300 Schülerinnen und Schüler im Alter von neun bis vierzehn Jahren nach ihren Einstelllungen, Wünschen und Zukunftsvorstellungen befragt werden. Die Erhebung ist eine der größten Studien der Kindheitsforschung und dient dazu, Kindern eine Meinungsplattform zu bieten und sie zu mehr Mitbestimmung in der Gesellschaft und Politik anzuregen.

Im Jahr 2005 startete eine Sonderumfrage des Kinderbarometers zum Thema "Wohnen". Die Stadt Iserlohn hat sich mit dem Wohnbereich Innenstadt für die Studie beworben, um die typischen Probleme des innerstädtischen Wohnens für Kinder zu analysieren, Handlungsfelder aufzuzeigen und um Lösungsansätze erarbeiten zu können.

Im Mai 2006 wurden durch das Forscherteam des ProSoz-ProKids-Instituts 328 Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren in acht Innenstadtschulen befragt. Finden die Heranwachsenden verkehrsberuhigte Straßen vor, gibt es gute Busverbindungen, genügend Spiel- und Grünflächen? Wie steht es mit den Freizeitangeboten? Um diese und weitere Fragen zum Wohnumfeld ging es bei der Untersuchung.

Nach dem Abschluss der Datenauswertung setzte die Stadt Iserlohn die in der Befragung gewonnenen Erkenntnisse in eine kommunale Handlungsstrategie um. Das daraus resultierende "Spielkonzept Altstadt" wurde am 6. März 2007 vom Jugendhilfeausschuss der Stadt beschlossen. Es wurde bei dem Wettbewerb "Mit Kindern den Stadtteil gestalten", der mit von der LBS-Initiative "Junge Familie" zur Verfügung gestellten Geldpreisen prämiert wird, eingereicht.

Preisübergabe im Rahmen des LBS-Wettbewerbes Mit Kindern den Stadtteil gestalten

LBS-Gebietsleiter Reiner Schäfer (links) überreichte dem damaligen Bürgermeister Klaus Müller und Petra Lamberts vom Kinder- und Jugendbüro am 2. August 2007 den Hauptpreis beim Wettbewerb "Mit Kindern den Stadtteil gestalten".

Die Fachjury würdigte den eingereichten Projektvorschlag mit der Vergabe eines Hauptpreises in Höhe von 3.000 Euro. In der Begründung heißt es: " ...dass das "Spielkonzept Altstadt" sich in überzeugender Weise an den Ergebnissen des LBS- Kinderbarometers orientiert. Das Konzept geht über eine einfache Spielplatzplanung hinaus und integriert unter anderem das Museum, das ansonsten von den Kindern wenig bis gar nicht benutzt wird. Somit hat es einen starken Bezug zu bestehenden Ressourcen bzw. Netzwerken und zum Stadtteil. Das Projekt ist partizipativ angelegt, die Finanzierung ist gesichert, sodass auch in puncto Nachhaltigkeit die Kriterien des Wettbewerbs erfüllt sind. Ganz besonders lobte die Jury, dass ein relativ negatives Ergebnis der Studie konstruktiv genutzt wurde, um ein langfristiges, umfangreiches Projekt zu entwickeln und die finanziellen Mittel dafür bereit zu stellen".

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