Mut tut gut im Kindergarten
“Mut tut gut im Kindergarten” basiert auf dem Konzept von Heidrun Geck und wird über den Jugendschutz der Stadt Iserlohn seit dem Frühjahr 2009 den städtischen Kindertagesstätten angeboten. Zielgruppe sind die Kindergartenkinder, die in Kürze zur Grundschule wechseln.
Das Projekt umfasst insgesamt fünf Bausteine über ca. 45 Minuten, die innerhalb einer Woche täglich in der Kindertagesstätte durchgeführt werden. Verantwortlich für die inhaltliche Umsetzung und Weiterentwicklung des Konzepts ist die Erzieherin Julia von Loh.
Inhaltlich beginnt der Einstieg in das Projekt mit der von den beiden Erzieherinnen konzipierten Geschichte von Emil Schneider, einer Geschichte in Anlehnung an das Märchen “Das tapfere Schneiderlein”. Die Geschichte schildert verschieden Situationen, in denen Emil Schneider Mut beweisen muss, um gefährliche Situationen zu meistern.
Die einzelnen Einheiten sind so konzipiert, dass immer mit einem Begrüßungsritual begonnen wird. Die Kinder stellen sich vor und äußern sich über ihr Befinden. Die Inhalte der vorausgegangenen Stunde werden reflektiert und einzelne Elemente wiederholt. Die Geschichte von Emil Schneider wird täglich, passend zum Inhalt der jeweiligen Stunde, fortgeführt.
Die einzelnen Bausteine:
Erster Tag: “Mut und auf sich aufpassen”
Über die Vorlesegeschichte “Der mutige Emil Schneider erfolgt der Einstieg in das Thema mit der zentralen Fragestellung, was Mut eigentlich bedeutet. In spielerischer Form wird aufgezeigt, dass “Mut” und “auf sich aufpassen” einander bedingen.
Zweiter Tag: “Körpersprache”
Mit den Kindern wird erarbeitet, wie man einerseits durch Körperhaltung, andererseits durch Mimik und Gestik, Gefühle (insbesondere Mut) signalisiert. Spielerisch wird eine selbstbewusste Körperhaltung geübt.

Zeichnung: Lena Weichselbaumer

Zeichnung: Wladimier Schmidt
Dritter Tag: "Standfestigkeit / Körperspannung"
Durch das Bild „Stehe fest wie ein Baum“ werden Körperspannung und Standfestigkeit geübt. Zur Standfestigkeit gehört auch, dass man (sich) nicht aufgibt und es dem Stärkeren schwer macht. In Spielen wird den Kindern ihre Stärke bewusst gemacht und somit ihr Selbstbewusstsein gefördert.
Vierter Tag: "Sprache"
Verschiedene Sprechformen und deren Wirkung werden ausprobiert, um herauszufinden und zu vertiefen, wie verbal Selbstbewusstsein gezeigt wird. Ergänzend werden Vorschläge erarbeitet, was in Konfliktsituationen gesagt werden kann.
"Nähe und Distanz"
In dieser Einheit lernen Kinder für sich selbst zu erkennen, wann Nähe und wann Distanz (wie z.B. zu unangenehmen Personen) angemessen ist. Sie üben, rechtzeitig abwehrend zu reagieren.
Fünfter Tag: "Situationsübungen"
Innerhalb eines Theaterstücks (gespielt mit Plüschtieren) setzen die Kinder ihre erlernten Fähigkeiten ein und meistern so erfolgreich eine Konfliktsituation.
"Elterngespräch"
Nach Beendigung der Projektwoche wird von den Akteuren ein Elterngespräch angeboten, wo der Verlauf der einzelnen Einheiten dargestellt und das Verhalten der Kinder thematisiert wird. Außerdem werden den Eltern Wege aufgezeigt, wie sie ihre Kinder im Alltag weiterhin unterstützen können.
Folgende Kindertageseinrichtungen nehmen an "Mut tut gut im Kindergarten" teil:
Kindertagesstätte Lichte Kammer
Kindertagesstätte Sümmern
Kindertagesstätte "Die Feldmäuse" Kindertagesstätte Dröscheder Feld
Kindergarten Bärenhöhle
Familienzentrum Hennen
Kindergarten Hombruch
Kindergarten Lössel
Kindertagesstätte Im Markenfeld






