Nowotscherkassk - Russland seit 1990

Ja, ein Hamburger-Restaurant mit dem großen gelben M gibt es auch schon – und Geschäfte, Diskotheken, Cafés, die mit deutschen Verhältnissen durchaus konkurrieren können. Nowotscherkassk (ca. 200.000 Einwohner), seit 1990 Partnerstadt von Iserlohn, ist auf dem Weg in den Westen...

1805 als Hauptstadt der Don-Kosaken gegründet, hat „Nowo“ eine ganze Reihe von Prachtbauten aufzuweisen. In der Ära des Kommunismus stark vernachlässigt, werden die historischen Gebäude seit einigen Jahren wieder aufwändig restauriert: Triumphbogen, breite Boulevards, Atamanen-Palast, Museum, Theater und vor allem die mächtige Himmelfahrts-Kathedrale, die drittgrößte Kirche Russlands.

Die Wirtschaft ist im Umbruch. Einstige Großkombinate wie das Magnet- und Elektrodenwerk sowie die Elektrolokfabrik haben erheblich Arbeitsplätze abgebaut. Eine Vielzahl neuer Firmen schoss aus dem Boden. Praktika in Iserlohn halfen vielen Handwerkern beim Schritt in die Selbstständigkeit.

Auch auf kulturellem und kirchlichem Gebiet hat sich trotz der großen Entfernung von 3400 km ein reger Austausch entwickelt. Chöre, Folklore-Ensembles und Künstler besuchten sich gegenseitig in den Partnerstädten. Die Universität in Nowotscherkassk, eine der größten im Nordkaukasus-Gebiet, pflegt intensive Kontakte mit der Fachhochschule Südwestfalen. Auf dem sportlichen Sektor hat „Nowo“ Europameister und Olympiateilnehmer in verschiedenen Sportarten aufzuweisen. Volley- und Basketballer des TuS Iserlohn fanden beim Austausch mit Nowotscherkassk neue Freunde.

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