Das Konferenzprogramm und die Vorträge
Hier finden Sie das Konferenzprogramm in Deutsch, Englisch und Französisch sowie die Präsentationen bzw. Texte der Vorträge während der Konferenz und der Workshops.
Die Vorträge, Präsentationen und dazugehörige Unterlagen
Städtepartnerschaften im neuen Licht
Referent: Dietmar M. Woesler, Leiter des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ)
Der Grundsatz der Partnerschaften "Einander begegnen - Einander kennenlernen - Miteinander reden - Einander Verstehen lernen - Miteinander handeln" hat sich nicht gewandelt. Verändert haben sich allerdings die Inhalte des Miteinanders. Der Vortrag gab einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Städtepartnerschaften in Europa und stellte Themen vor, mit denen sich Städtepartnerschaften heute beschäftigen. Praxisbeispiele, unter anderem aus den Bereichen Europäische Integration, Wirtschaft/Arbeit, Tourismus, Umwelt, Sport, Gesundheit, Jugend, Bildung, Politik, wurden aufgezeigt. Themen waren unter anderem die Zukunft der Städtepartnerschaftsbewegung und die besondere Wichtigkeit der Einbindung der Jugend. Dafür gilt es seitens der Politik einfache, verständliche Förderprogramme zu schaffen.
Betont wurde, dass Partnerschaften, die über freundschaftliche Begegnungen und das gemeinsame Feiern hinaus versuchen, gemeinsame Projekte zu verwirklichen, eher die Chance haben, auch die junge Generation für ein Mitmachen und für ein eigenes Engagement zu gewinnen.
Die Möglichkeiten thematischer Zusammenarbeit im Rahmen des Programms "Bürgerinnen und Bürger für Europa"
Referent: Dietmar M. Woesler, Leiter IPZ
Das Programm "Bürgerinnen und Bürger für Europa" wurde ausführlich vorgestellt und Praxisbeispiele und Tipps zur Antragsstellung gegeben.
Unterlagen und Praxisbeispiele zum Vortrag
Der Nutzen der Teilnahme an EU-Projekten
Referentin: Regina Blania, Europe Direct Hagen
EU-Projekte haben einen Nutzen auf lokaler sowie auf europäischer Ebene. Während der lokale Mehrwert auf fachlicher, finanzieller sowie personeller Ebene liegt, ist der europäische Mehrwert in länderübergreifenden Problemlösungen, Optimierung der Ergebnisse durch Bündelung und Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie der positiven Wirkung für die europäische Integration zu sehen. In dem Vortrag wurden auch die Erfolgsfaktoren eines Projektes sowie die besonderen Herausforderungen dargestellt, die sich sowohl bei der Antragsstellung als auch bei der Projektdurchführung ergeben.
Die Power-Point-Präsentation als pdf-Datei
Städtepartnerschaften und Städtenetzwerke als Instrumente kommunaler Europaarbeit
Referent: Frieder Wolf, Leiter des Büros für internationale Angelegenheiten der Stadt Köln
Für Kommunen ergeben sich durch ihre Stellung im Europäischen Mehrebenensystem sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Die Auswirkungen des EU-Rechts, Offene Grenzen und Binnenmarkt, das Spannungsverhältnis zwischen supranationaler Gesetzgebung und kommunaler Selbstverwaltung aber auch die EU-Förderprogramme sind Themen, denen sich Kommunen widmen müssen. Zur "Europaarbeit" einer Kommune gehören Beratung und Information von Rat und Verwaltung über EU-Angelegenheiten und EU-Fördermöglichkeiten, Akquisition von EU-Projekten sowie auch Lobbyarbeit gegenüber den europäischen Institutionen. Die Umsetzung dieser Aufgaben bei der Stadt Köln und damit auch die Rolle, die Städtepartnerschaften und Städtenetzwerke hierbei einnehmen, wurden erläutert.
Die Power-Point-Präsentation als pdf-Datei
Planung und Durchführung umweltbezogener Europaprojekte - ein Praxisbericht aus kommunaler Perspektive
Referent: Dr. Ulrich Eimer, Umweltamt der Stadt Hagen
Vom Ablauf von der Idee und Erstkonzeption bis zur Evaluation von Ergebnissen und neuen Perspektiven zum Abschluss eines Projekts reichte das Themenspektrum des Vortrages. Drei Projekte aus dem Umweltbereich wurden vorgestellt: Bei dem Projekt "European Waste Sector Assistant (EUWAS)" geht es um die Schaffung einer der privaten und behördlichen Entsorgungswirtschaft dienlichen Internet-Plattform. Das Projekte "FLODIS - Flood Disaster Information System" dient der Standardisierung von Risikoanalyse und vorbereitenden Maßnahmenplanungen für Flutkatastrophen auf lokaler Ebene. "Intelligent Energy Europe Ressources Bank" soll eine Datenbank zur Wissensvermittlung zur besseren Nutzung erneuerbarer Energien und zum sparsamen Umgang mit Energie aufbauen. Die Aufwand- und Nutzen-Relation dieser EU-Projekte und die besonderen Herausforderungen bei der Planung und Organisation sowie der Durchführung werden verdeutlicht.
Die Power-Point-Präsentation als pdf-Datei
Arbeit in Städtenetzwerken am Beispiel der Stadt Nyiregyhazá
Referent: Dr. Laszlo Barabás, Leiter des Deutschen Lehrstuhls an der Hochschule Nyiregyháza
Die Stadt Nyiregyhazá betreibt eine besonders intensive internationale Netzwerkarbeit. Neben neun Städtepartnerschaften werden internationale Beziehungen zu verschiedenen befreundeten Städten sowie in fünf Netzwerken gepflegt. Die Netzwerke "Karpathen-Euro-Region", "EuroClip", "CINTE-Cités Intermediares Européenes", das "Kooperationsnetzwerk der Europäischen Mittelstädte" und die "Energie-Cités Association" standen auf der Tagesordnung. Auch hier wurde deutlich, dass es zu einer Schwerpunktverlagerung in den internationalen Beziehungen zwischen Kommunen von der Völkerverständigung hin zu gemeinsamer Projektarbeit kommt.
Die Power-Point-Präsentation als pdf-Datei
Die thematische Zusammenarbeit der Stadt Almelo mit ihren Partnerstädten zur gemeinsamen Stärkung der Europaarbeit
Referent: Maarten Visscher, Fördermanagement der Stadt Almelo
Die Stadt Almelo internsiviert zur Unterstützung ihrer Wachstumsziele die Zusammenarbeit mit ihren Partnerstädten. Es gibt eine Übersicht über die Konzeption sowie die ersten Schritte zur Zusammenarbeit mit Iserlohn (D), Preston (UK) und Denizli (TK), die bereits stattgefunden haben. Nachdem in 2007 schon die gemeinsamen Themen abgesteckt wurden, sind in 2008 Erfahrungs- und Expertenaustausche geplant, auf deren Basis dann gemeinsame Projekte geplant werden sollen.
Die Workshops
INTERREG IV
Referentin: Regina Blania, Europe Direct Hagen
In dem Workshop kam es zu einer Diskussion über das Programm "INTERREG" mit den verschiedenen Ausrichtungen und zur Darstellung von Praxisbeispielen. Dadurch wurde verdeutlicht, welche Möglichkeiten sich ergeben können. Die Teilnehmer konnten sich umfassend über erste Schritte zur Projektpartnersuche und Antragsstellung informieren. Deutlich wurde, dass es für in diesem Programm unerfahrene Städte sinnvoll ist, erst als Projektpartner in einem Projekt mitzuwirken, da die Rolle als "Leadpartner" eine große Herausforderung darstellt, die Erfahrungen in internationaler Projektarbeit voraussetzt.
Die PowerPoint-Präsentation als pdf-Datei
Jugend in Aktion
Referenten: Gabriele Wolfsgruber,
Stefan Sierotnik, Leiter der Einrichtung "WYSPA", Chorzów
Das EU-Programm "Jugend in Aktion" wurde vorgestellt. Thema waren besonders die förderfähigen Aktionen Jugendbegegnungen und der Europäische Freiwilligendienst und deren Erläuterungen anhand verschiedener Praxisbeispiele. Viele Teilnehmer des Workshops sind direkt im Bereich der Arbeit mit Jugendlichen tätig, sodass Ideen vorgestellt und ausgetauscht wurden. Unter anderem kamen die Fragen auf, welche Art von Projekten förderfähig sind und was bei der Antragsstellung und Abwicklung zu beachten ist.
Die PowerPoint-Präsentation als pdf-Datei
Internationale Kooperationen in den Bereichen Soziales, Recht und Gesellschaft
Referenten: Susanne Knäpper, NRW-Bank
Peter van Toorenburg, Stadt Düsseldorf
Moderation: Mechtild Beike, Gleichstellungsstelle, Stadt Iserlohn
Die EU-Förderung für Soziale Angelegenheiten ist sehr breit gefächert. Da es viele Förderlinien in diesen Bereichen gibt und diese im Vergleich zur vorangegangenen Förderperiode neu strukturiert wurde, war dieser Workshop mehr darauf ausgerichtet, ein Grundwissen über die EU-Förderung in den Themenbereichen Grundrechte, Justiz, Integration, Migration, Beschäftigung und Gesellschaft zu vermitteln. Thema waren die finanzielle Ausstattung der verschiedenen Programme und - soweit schon bekannt - Wege der Antragsstellung sowie Kontaktpersonen. Beispiele von entsprechenden Projekten der Stadt Düsseldorf wurden vorgestellt.
PowerPoint-Präsentationen als pdf-Datei:
- EU-Projekte der Stadt Düsseldorf "SAGE"
- EU-Projekte der Stadt Düsseldorf "BRIEFCASE"
Kultur
Referentin: Christine Wingert-Beckmann, Cultural Contact Point Germany
Das EU-Förderprogramm "Kultur" soll der Schaffung eines gemeinsamen europäischen Kulturraums dienen. Die Förderziele beziehen sich auf die Steigerung der transnationalen Mobilität von KünstlerInnen und Kulturschaffenden, der transnationalen Zirkulation von Werken und kulturellen/künstlerischen Produkten sowie den interkulturellen Dialog. Die Voraussetzungen zur Teilnahme wurden erläutert sowie Antragswege beschrieben. Beispiele verdeutlichten den TeilnehmerInnen die Fördermöglichkeiten. Projektideen wurden ausgetauscht und die Förderfähigkeit erörtert.
Lebenslanges Lernen
Referenten: Regina Blania, Europe Direct Hagen
Dirk Franke, Berufskolleg des Märkischen Kreises, Iserlohn
Heinz-Dieter Klusmann, Gymnasium an der Stenner, Iserlohn
Das Programm "Lebenslanges Lernen" in der nächsten Förderperiode mit den Bestandteilen "Comenius" (Schulbildung), "Erasmus" (Hochschulbildung), "Leonardo da Vinci" (Berufsbildung) und "Grundtvig" (Erwachsenenbildung) kam zur Sprache. Anhand eines Schul- und eines Berufsschulprojekts wurden praktische Beispiele für Projekte gegeben, die aus diesem Programm gefördert wurden. Für das gegenseitige Lernen und einem Austausch von Fachwissen und Good-Practice-Ansätzen zwischen Organisationen bietet "Grundtvig" einige gute Ansätze. Ein Kritikpunkt, der nicht nur in diesem Workshop aufkam, ist die fehlende Förderung für Sprachkurse.
PowerPoint-Präsentationen als pdf-Datei:
- Comenius-Projekt des Gymnasiums An der Stenner
Wirtschaftskontakte zwischen Partnerstädten
Referenten: Frank Herrmann, Südwestfälische Industrie- und Handelkammer
Jochen Schröder, Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung des Märkischen Kreises
Die bekannten EU-Förderprogramme standen ausnahmsweise nicht im Mittelpunkt dieses Workshops. Stattdessen loteten die Teilnehmer die Möglichkeiten, ob und wie Kommunalpartnerschaften zur Knüpfung von Wirtschaftskontakten genutzt werden können aus. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass Städtepartnerschaften zwar als Türöffner für wirtschaftliche Kontakte dienen können, dies aber nicht immer und auf jede Städtepartnerschaft zutreffen muss. Dies ist von vielen Faktoren abhängig. Vergangene Versuche wurden erörtert. Als gutes Praxisbeispiel stellten sich die Kontakte zwischen dem Märkischen Kreis und dem Partnerkreis Wrexham dar. Ein wichtiger Erfolgsfaktor hier war der Einsatz eines Experten vor Ort, der langjährige Kenntnisse über die Märkte und Kontakte besaß. Die Idee, eine internetbasierte Austauschplattform zu erstellen, wurde ebenfalls diskutiert.
PowerPoint-Präsentation "Markteinstieg in Großbritannien" als pdf-Datei








