Gewaltpräventionsprojekt "RESPEKT" für Schüler der 6. Klassen

In Iserlohn ist durch die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt (Jugendschutz), der Deeskalationstrainerin Heidrun Geck, der Konfliktmanagerin Kathrin Heitbreder, der Realschule am Hemberg, den Hauptschulen Im Wiesengrund, Letmathe und der damaligen Hauptschule Brüderstraße, der Gesamtschule Iserlohn sowie den Schulsozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen der letztgenannten vier Schulen das Gewaltpräventionsprojekt "RESPEKT" entstanden.

"RESPEKT" beinhaltet ein Konzept zur Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule mit dem Schwerpunkt Mobbing. Ziel dabei ist, präventiv tätig zu werden und bei Problemen in Schulklassen gemeinsam vor Ort zu handeln. Voraussetzung ist daher eine enge Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule, in der der Projektablauf in der jeweiligen Schule ebenso gemeinsam geplant und durchgeführt wird wie die nach Abschluss des Projektes vorgesehene schulinterne Weiterarbeit an der jeweiligen Klassenproblematik. Wichtig dabei ist, dass die Schüler erkennen, dass die Beteiligten zwar unterschiedliche Positionen vertreten, letztendlich aber das gleiche Ziel verfolgen, nämlich gemeinsam mit ihnen eine Verhaltensänderung für die Zukunft zu erreichen.

Das Projekt "RESPEKT" richtet sich an Schüler der 6. Klassen und erstreckt sich über einen Zeitraum von insgesamt zehn Wochen, bei einem Termin pro Woche. Hinzu kommen neben der realen "Arbeitsphase" jeweils ein schulinterner Vorlauf sowie Vor- und Nachbereitungsgespräche.

Das Projekt findet in zwei Blöcken von jeweils fünf Einheiten statt. Zu jedem Block gehören vier Doppelstunden in der Schule und ein Projekttag über vier Zeitstunden in einer städtischen Einrichtung. Der erste Teil konzentriert sich auf Mobbingdynamiken und Verhaltensänderungen, der zweite Teil legt den Schwerpunkt auf die Verbesserung von Kommunikationsstrukturen.

Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt durch freie Mitarbeiter des Jugendschutzes, Klassenlehrer und Schulsozialarbeiter. Entsprechend wurden die einzelnen Abschnitte des Konzeptes mit "Umsetzung durch die Jugendhilfe", "Einbindung der Schulsozialarbeit" und "Einbindung der Schulen" betitelt.

"RESPEKT" startete im Schuljahr 2007/2008 als Pilotprojekt an drei Iserlohner Schulen. Inzwischen wird es in den 6. Klassen der Realschulen am Hemberg, am Bömberg und in Letmathe, an den Hauptschulen Im Wiesengrund, Letmathe und Martin-Luther sowie an der Gesamtschule Iserlohn durchgeführt.

Gewaltpräventionsprojekt Respekt
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Im Rahmen der bundesweiten Kampagne über Aufgaben und Leistungen der Jugendämter hatte die Stadt Iserlohn am 27. Mai 2011 zu einer von insgesamt drei Presserundfahrten eingeladen, um verschiedene Kooperationspartner des Iserlohner Jugendamtes vorzustellen und über die Zusammenarbeit mit diesen Institutionen zu informieren.
Die Vorstellung des Gewaltpräventionsprojektes "RESPEKT" fand zusammen mit der sechsten Klasse der Martin-Luther-Schule statt. Treffpunkt war der Kinder- und Jugendtreff Heide-Hombruch, wo die Schülerinnen und Schüler mit der Deeskalationstrainierin Heidrun Geck in Rollenspielen neue Verhaltensmuster trainierten. Mit dabei waren Schulsozialarbeiter Detlef Schneider, Klassenlehrer Stefan Szepanski und Jugendamtsmitarbeiter Jürgen Lensing.

Ihr Ansprechpartner im Iserlohner Jugendamt ist:
Sonderdienste -Bereich Jugend-
Raum 004
Rathaus I, Erdgeschoss, 
Schillerplatz 7 (für Navigationsgeräte: Rathausstraße), 58636 Iserlohn
Tel: 02371/217-2232
Fax: 02371/217-4586