Sanierung des "Altlastenstandortes Wallstraße 1"
Die im Juni 2010 von der Stadt Iserlohn begonnenen Arbeiten zur Sanierung der Altlasten auf dem Gelände der ehemaligen Metallfabriken Wallstraße 1 konnten im März 2011 bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen werden. Die Arbeiten erfolgten unter Einhaltung strenger Auflagen zum Arbeits- und Anwohnerschutz in Abstimmung mit dem Märkischen Kreis als Untere Bodenschutzbehörde und wurden durch einen Fachgutachter begleitet.
Grundlage für die Sanierung war eine Altlastenuntersuchung, die die Stadt Iserlohn Ende 2009 durch das Fachbüro für Altlasten IGS GmbH aus Unna hatte durchführen lassen. Vermutet wurden Verunreinigungen im Boden durch Schwermetalle und Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) im Grundwasser und leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe (LHKW) in der Bodenluft. Hintergrund dafür war die gewerbliche Nutzung des Standortes bis Ende der 1970er Jahre durch verschiedene Metallverarbeitungsfirmen, die dort Drehereien, eine Schleiferei, eine Gießerei, Beizen und Galvaniken betrieben. Die Untersuchungsergebnisse bestätigten im Großen und Ganzen die Annahmen über die Verunreinigungen, allerdings ging keine akute Gefährdung von den vorgefundenen Belastungen aus.
Bevor mit dem Abbruch der Gebäude begonnen werden konnte, wurden neben allgemeinen Entrümpelungsarbeiten auch die Separierung der künstlichen Mineralfasern (KMF) und der Ausbau von verunreinigten Bodenfliesen und mit PAK belasteten Betonböden durchgeführt.
Die Abbrucharbeiten mit schwerem Bagger erfolgten nach Absprache mit dem Gutachter in der ersten Abbruchphase von der Innenhoffläche nach außen in Richtung Parkplatz Hans-Böckler-Straße. Mauerwerk, Holz und andere typische Baustoffe wurden für eine Wiederverwertung oder entsprechende Entsorgung vor Ort auseinander sortiert. Andere vorab gekennzeichnete kontaminierte Bauteile (z. B. aus Galvanikbereichen) wurden fachmännisch abgebaut und gesondert entsorgt.
Für die Sicherung der Nachbarbebauung mussten einige der für den Abbruch vorgesehenen Wände aus statischer Hinsicht erhalten bleiben. Zum Teil wurden sie sogar mit zusätzlichen Aussteifungsstützen einschließlich zusätzlicher Fundamente verstärkt. Dies war zu Beginn der Baumaßnahme noch nicht absehbar. Nach Beendigung der Abrissarbeiten konnten auch zuvor unter den Gebäuden befindliche Bodenverunreinigungen entfernt werden. Ursprünglich sollten die Arbeiten bis Ende Juli / Anfang August 2010 abgeschlossen sein, erstreckten sich aber bedingt durch die genannten Gründe sowie die ungewöhnlich lange und schneereiche Frostperiode im Winter bis in den März 2011.
Die spätere Nutzung der Fläche steht noch nicht fest. Erste Planungen gehen in die Richtung, die Offenlegung des Baarbaches vom Wortmanngelände aus weiter zu führen, Grünflächen anzulegen und möglicherweise auch innenstadtnahes Wohnen anzubieten.
Ansprechpartner für die Sanierungsmaßnahme sind:
- beim Büro für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Iserlohn: Michael Rüther, Telefon 02371 / 217-2943 und
- beim Märkischen Kreis: Fahrettin Karakuzu, Telefon 02351 / 966-6385.








