Sexualität und Aids
Angebote für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I
Sexualerziehung und Aufklärung sind vordringlich Aufgaben der Eltern bzw. der Erziehungsberechtigten.
Eltern begleiten ihre Kinder in der sozialen Entwicklung, geben ihnen nach ihren Möglichkeiten Hilfestellungen und werden präventiv tätig. Unterstützung erhalten sie von Schulen und Institutionen, die ergänzend zu den Themen Liebe, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität arbeiten.
In Iserlohn ist ein Netzwerk zur Sexualaufklärung und Aidsprävention entstanden, dem folgende Institutionen / Kooperationspartner angehören:
- das Ressort Generationen und Bildung der Stadt Iserlohn - Jugendschutz
- das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises
- die Arbeiterwohlfahrt - Youth Work -
- die Beratungsstelle pro familia Märkischer Kreis, Iserlohn
Die Kooperationspartner haben ein gemeinsames "Konzept zur Sexualaufklärung und Aidsprävention" entwickelt. Es beinhaltet Angebote zur Sexualaufklärung und Aidsprävention der verschiedenen Träger für Schulklassen der Sekundarstufe I. Das Resultat sind aufeinander aufbauende intensiv vernetzte Einheiten, mit den Schwerpunktthemen
- "Einführung in das Thema Sexualität, Aids und HIV"
für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe sieben und - "Aufklärung und verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität"
für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe acht.
Die Angebote im Einzelnen:
Einführung in das Thema Sexualität, Aids und HIV
Im Rahmen von Sexualerziehung wird unter Einbeziehung der Themen Liebe, Sexualität und Partnerschaft über HIV, Aids, sexuelle Übertragungswege, Ansteckungsmöglichkeiten und adäquate Verhütungsmethoden aufgeklärt. Ziel ist, Aufklärung so zu strukturieren, dass die Angst vor Aids und die Unsicherheit vor Sexualität genommen wird.
Verantwortlich: Ressort Gerenartionen und Bildung der Stadt Iserlohn - Jugendschutz -
Aufklärung und verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität
- Aids- und Suchtprävention
Die größte Gefahr, sich mit dem HI-Virus zu infizieren, besteht bei direktem Blutaustausch von Person zu Person. Entsprechend hoch ist das Risiko bei intravenösem Drogenkonsum durch den Tausch von gebrauchten Spritzen und Nadeln. Infektionswege, HIV/Aids, Drogen und Sucht sind die Themen dieses Präventionsangebotes.
Verantwortlich: Arbeiterwohlfahrt - Youth Work -
- Infektionswege und Leben mit HIV/Aids
Schwerpunkt des Präventionsangebotes ist die Aufklärung über Ansteckungsmöglichkeiten von HIV und Hepatitis. Durch die Bereitschaft einer HIV-Infizierten, über Ansteckungsgefahren, Leben mit einer HIV-Infektion und Stigmatisierungen zu referieren, bietet sich Jugendlichen die Gelegenheit, Vorbehalte gegenüber HIV-positiven Menschen zu reflektieren.
Verantwortlich: Gesundheitsamt des Märkischen Kreises
- Pubertät, eine Abenteuerreise
Zu den Themen Liebe, Partnerschaft und Sexualität informieren sich Mädchen zum einen überwiegend in ihrer Peergroup, deren Wissen durch Halbwahrheiten und individuellen Erfahrungen geprägt ist und zum anderen durch den einfachen Zugang moderner Medien. In der Mediengesellschaft von heute lässt es sich kaum noch vermeiden, dass Jugendliche über Zeitschriften, Fernsehen oder Internet vielfältige Informationen zu Sexualität erhalten. Oftmals stellt es sich als Schwierigkeit dar, diese Informationen als richtig oder falsch einzustufen. Auf der einen Seite können sie zu Verunsicherungen und einer Vielzahl von Fragen führen, auf der anderen Seite entsteht allerdings ein gesellschaftlicher Druck, sich keine Unwissenheit mehr erlauben zu können. Dieser Workshop richtet sich an Mädchen und bietet die Möglichkeit, über körperliche und emotionale Veränderungen informiert und beraten zu werden, über ihre Erfahrungen zu sprechen, Neugier zu befriedigen und Unsicherheiten zu klären.
Seit dem Jahr 2000 haben 165 Veranstaltungen mit Schulklassen zu den oben genannten Themen stattgefunden.
Verantwortlich: Beratungsstelle pro familia Märkischer Kreis, Iserlohn







