Weltkindertag mit "Kids und Kunst" am 19. September 2005
Am Montag, 19. September 2005, wurde auf dem Iserlohner Schillerplatz der Weltkindertag gefeiert.
Der damalige Bürgermeister Klaus Müller eröffnete das große Kinderfest, bei dem Kinder- und Jugendliche ihre Projekte und Arbeiten der "Kids und Kunst"-Aktionen wieder der Öffentlichkeit präsentieren konnten.
Der Weltkindertag wurde damit auch in 2005 zum Anlass genommen, Kindern und Jugendlichen das Thema Kunst näher zu bringen und ihnen für ihre Kunstwerke einen öffentlichen Raum in der Iserlohner Innenstadt zu geben.
Gezeigt wurden:
- Die Häuser der "Stadt der Kinder", die in der letzten Woche der Sommerferien auf dem Markplatz entstanden waren.
- Die Ergebnisse der "Jugendbaustelle Altstadt", ein Sommerprojekt, bei dem Jugendliche mit Unterstützung der Künstler Gordon Brown, Stefan Dressler und Tom Emde ihren Treffpunkt gestalteten.
- Ein Beitrag des Kinder- und Jugendrates zum Thema "Kinderrechte, gestern, heute, morgen".
- Exponate, die Kinder aus dem Stadtteil Heide-Hombruch für ihren selbst geplanten neuen Spielplatz erarbeitet hatten.
Der Musikpädagoge Michael Bradke aus Düsseldorf führte die kleinen und großen Besucher durch das abwechslungsreiche Programm des Weltkindertages. Mitwirkende waren unter anderem der Tanznachwuchs der Tanzschule Mangelsdorff, die Kinderkantorei, Schüler der Südschule und die Trommelgruppe von Ulf Hesse. Sie alle wurden vom Publikum mit viel Applaus belohnt.
Eine faszinierende Show ganz besonderer Art bot die Gruppe "Mutoto chaud", die mit ihrem kongolesischen Tanz und Gesang mit atemberaubendem akrobatischen Können das Publikum unterhielt. Mit ihrem Programm "Mutoto Asimane", was in der Landessprache Kiswahili bedeutet "Das Kind soll aufstehen", zeigte die Gruppe aus den Elementen Artistik, Tanz, Gesang und Musik eine spektakuläre Aufführung. Begleitet wurde sie dabei von ihren hervorragenden Trommlern (Ditumba), Kalindula- und Banjo- Spielern.
Die zwölf Jugendlichen von "Mutoto chaud" im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren kommen aus der Millionenstadt Lubumbashi in der Region Katanga im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Der Verein Mutoto e. V. aus Münster fördert seit dem Jahr 2000 Kinder und Jugendliche in Lubumbashi mit verschieden Projekten in ihrer Heimat. Ansatzpunkte sind dabei Schulen, Internate, Kulturzentren oder Kinderheime. Zurzeit baut Mutoto außerdem ein eigenes Kinderzentrum auf.
Unter dem Motto "Durch Kulturarbeit Perspektiven schaffen" erarbeiteten im Jahre 2003 sechs deutsche und kongolesische Akteure eine Collage aus Artistik, Tanz, Theater und Musik, die in Lubumbashi mehrfach aufgeführt wurde und vor allem auf die Lage der Straßenkinder aufmerksam machen soll.
Weitere Programmpunkte des Iserlohner Weltkindertages 2005 waren Kreativaktionen der Jugendkunstschule und der Kunstfabrik "casa b". Bei strahlendem Sonnenschein verwandelte sich außerdem der "Stirnbergbrunnen" in eine Klangwerkstatt, die sofort viele Kinder in ihren Bann zog: Auf Radkappen, Kochtöpfen und Wäschetrommeln wurde unter der Anleitung von Michael Bradke mit viel Spaß und vor allem lautstark musiziert. Der ehrenamtliche Dienst der Stadt Iserlohn "Continue" sorgte mit Speisen und Getränken für das leibliche Wohl der Besucher.













