Wohnen und Alter - Chancen des demographischen Wandels erkennen und nutzen
Wohnen und Alter - Was bedeutet das für eine Stadt wie Iserlohn und wie bereitet sich die Stadt darauf vor?
Aktuelle Bevölkerungsprognosen für Iserlohn zeigen, dass die Anteile der über 80-jährigen (heute =4,7%, 2022 =7,9%) und der 60- bis 79-jährigen (heute =21,0%, 2022 =24,3%) an der Gesamtbevölkerung in den nächsten 15 Jahren deutlich zunehmen werden. Neben diesen demographischen Veränderungen sind zudem Veränderungen im gesellschaftlichen Wertesystem (Familienbilder) und neue Ansprüche an das Thema "Wie wollen wir wohnen, wenn wir alt sind?" deutlich messbar. Deshalb sind die Kommunen gut beraten, sich frühzeitig mit diesen Veränderungsprozessen zu beschäftigen, um maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln. Aufgrund der Vielfalt der unterschiedlichen Wohnwünsche und -realitäten, verbieten sich hier jedoch eindimensionale Betrachtungsmuster. Aus diesem Grund fährt die Stadt Iserlohn einen mehrgleisigen Weg, der verschiedenste Bausteine beinhaltet:
Älter werden im Quartier
Bundesweite Umfragen zeigen immer wieder: ein Großteil der Menschen möchte so lang wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung / im eigenen Wohnquartier führen. Für wohnungsbezogene Hilfsmittel und Produkte bietet die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik durch ihre Dauerausstellung und persönliche Beratungsgespräche in Iserlohn einen umfassenden Marktüberblick. Diese wohnungsbezogenen Möglichkeiten werden durch gebietsbezogene Maßnahmen zum Beispiel im Rahmen von Stadtumbaumaßnahmen oder Prozessen der integrierten Stadtteilentwicklung sinnvoll ergänzt. Hier spielen insbesondere Themen wie Barrierefreiheit, Nahversorgung aber auch die Gestaltung der öffentlichen Räume eine besondere Rolle.
Dezentrale Pflegeangebote
In Kooperation mit stationären und ambulanten Pflegedienstleistern sowie den Kirchen oder Wohnungsbaugesellschaften werden neue, stadtteilbezogene Pflegeangebote entwickelt, die einen Verbleib der Betroffenen im Stadtteil ermöglichen. Hierbei handelt es sich um stadtteil- oder quartiersbezogene Angebote, die auch durch zusätzliche Dienstleistungen für den Stadtteil (z. B. Cafeteria/Ortsteiltreff) ergänzt werden können.
Wohnprojekte
Gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern werden in drei verschiedenen Projektgruppen Konzepte zu Wohnprojekten unter dem Aspekt "Neues Wohnen in der Stadt" entwickelt. Dabei übernimmt die Stadt in erster Linie eine vermittelnde, anstoßende, moderierende Rolle. Erste Projekt könnten möglicherweise bereits im Jahre 2010 realisiert werden.
Weitergehende Informationen zu den drei Iserlohner Projektgruppen gibt's hier...






