Iserlohner Rathaus

Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Montag, 02. Oktober 2017

Stiftung „Lebendige Stadt“ setzt Zeichen der Verständigung: Iserlohn erhält mit ihren Partnerstädten Chorzów und Nyíregyháza den ersten Preis für lebendigste Städtepartnerschaft

Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat Iserlohn, Chorzów (Polen) und Nyiregyháza (Ungarn) für ihre gemeinsame Städtepartnerschaft ausgezeichnet. Gewürdigt wurden insbesondere der umfassende kulturelle Austausch und die Zusammenarbeit der drei Städte bei EU-Projekten. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens nahm am vergangenen Mittwoch (27. September) gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Polen und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Städtepartnerschaftskomitees aus Ungarn die Auszeichnung vor rund 2 000 Gästen in der Hamburger Elbphilharmonie entgegen. Das damit verbundene Preisgeld von 15 000 Euro wollen die drei Städte für weitere Partnerschaftsprojekte einsetzen.

Die von Unternehmer und Mäzen Alexander Otto im Jahr 2000 gegründete Stiftung „Lebendige Stadt“ verfolgt das Ziel, die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der Städte zu fördern. Im Rahmen ihres Stiftungspreis-Wettbewerbs hat sie in diesem Jahr „die lebendigsten Städtepartnerschaften“ gesucht. Diese sollten von intensivem und inhaltsreichem Austausch geprägt sein und den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und politischer Systeme fördern. Bewerbungen mussten jeweils von den Partnerstädten gemeinsam eingereicht werden. In Iserlohn lag das in den Händen von Matthias Quaschnik und Katja Michalski vom städtischen Büro für Europaangelegenheiten. Insgesamt wurden 320 Bewerbungen aus 32 Ländern eingereicht.

„Städtepartnerschaften sind sehr geeignet, den Dialog auf kommunaler Ebene über Grenzen hinweg aufrechtzuerhalten – gerade wenn sich die staatlichen Beziehungen schwierig gestalten und Nationalismus aufkeimt. Die Bewerbungen zeigen, dass Städtepartnerschaften auch heute noch viele und gerade auch junge Menschen zusammenbringen und ihren Austausch fördern. Dabei schätze ich besonders, dass viele Projekte insbesondere auf ehrenamtlichem Engagement basieren“, so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“.

In der seit 1989 zwischen Iserlohn mit der ungarischen Stadt Nyiregyháza begründeten Städtepartnerschaft stand zunächst der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. Nach der EU-Erweiterung kam Jahr 2004 die Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Chorzów hinzu. Die Partnerschaft der drei Städte zeichne sich inzwischen nicht nur durch intensiven Austausch aus, so die Stiftung, sondern auch durch die erfolgreiche Umsetzung von EU-Projekten. Dazu wurde von Iserlohn 2007 eine Konferenz unter anderem mit den vorgenannten Städten initiiert, um die Partnerschaft zu einer gemeinsamen Projektarbeit zu entwickeln. Darauf folgten zahlreiche EU-Projekte wie Workshops für Jugendliche, Fachtagungen zur Emanzipation und eine Konferenzreihe zum Thema Inklusion. Zudem übernehmen viele Ehrenamtliche Verantwortung bei Schüleraustauschen sowie Sport- und Kulturprojekten. Durch die enge Zusammenarbeit entstehen stets neue Verbindungen, die durch Netzwerke in den Verwaltungen und durch ehrenamtliche Komitees gepflegt werden.

Anerkennungen beim Stiftungswettbewerb erhielten am Mittwochabend in der Elbphilharmonie zudem die Städtepartnerschaften zwischen Bordesholm und Kekava (Lettland), Münster und York (Großbritannien) sowie Pforzheim und Irkutsk (Russland). Ein Sonderpreis für ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit ging an die Städte Köln, Bethlehem und Tel Aviv.

 

 

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Auszeichnung in Hamburg / Foto:  © Stiftung „Lebendige Stadt“

Auszeichnung in der Hamburger Elbphilharmonie für lebendigste Städtepartnerschaft (v.l.): Dr. László Barabás, stv. Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees in Nyíregyháza, Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender Stiftung „Lebendige Stadt“, Karina Markiewicz, Vorsitzende des ehrenamtlichen Städtepartnerschaftskomitees Chorzów, Andrzej Kotala, Stadtpräsident Chorzów, Dr. Peter Paul Ahrens, Bürgermeister Iserlohn, Gunther Adler, Staatssekretär im Umweltministerium, Dr. Andreas Mattner, Vorstandsvorsitzender Stiftung „Lebendige Stadt“.