Stadtmuseum Iserlohn

Das Stadtmuseum erhielt einen Lift. Es wurde ge-lifted.
Gestaltung: Klein und Neumann KommunikationsDesign

"frisch geliftet" - Wiedereröffnung am 30. März

Es ist geschafft! Das Stadtmuseum wird nach annähernd 11 Monaten Bau- und Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Das wird im Rahmen einer ganz besonderen Ausstellung in unseren "frisch gelifteten" Räumlichkeiten geschehen:

Zur Eröffnung der Ausstellung "Meisterwerke mittelalterlicher Buchmalerei" laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein am Donnerstag, 30. März, um 19 Uhr.

Begrüßung: Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens
Einführung: Siegfried Loob, Leihgeber

Lassen Sie uns an diesem Abend gemeinsam anstoßen auf das Ende der umfassenden Renovierungsarbeiten im und am Stadtmuseum. Nutzen Sie gerne auch die Möglichkeit, alle Räume des Stadtmuseums in ihrem "neuen Gewand" kennenzulernen! Vor allem aber genießen Sie die faszinierende Präsentation mittelalterlicher Meisterwerke - und eine buchstäblich kleine Überraschung, die wir unseren Gästen an diesem Abend überreichen möchten.

Das Parkhaus Altstadt ist an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet.

(Ab Freitag, 31. März, hat das Stadtmuseum wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet.)

Das Bild zeigt eine Handschrift aus dem Evangeliar Heinrichs des Löwen
Aus dem Evangeliar Heinrichs des Löwen

Über die Ausstellung:

Meisterwerke mittelalterlicher Buchmalerei
31. März - 18. Juni 2017

Tief in das Mittelalter eintauchen können die Besucher vom 31. März - 18. Juni 2017 (Ausstellungseröffnung: 30. März, 19 Uhr) im Stadtmuseum Iserlohn. Siegfried Loob, der seine Jugend in Iserlohn verbrachte,  stellt dem Stadt­­­museum Iserlohn kostbare Faksimiles von Meister­werk­en der Buchmalerei, die er in Jahr­zehnten gesammelt hat, dauerhaft zur Verfügung. Unser Dank gilt ebenso Herrn Gustav Dieter Edelhoff, der die Initiative ergriff, diese Sammlung dauerhaft in Iserlohn verbleiben zu lassen und ohne dessen finanzielle Unterstützung diese Ausstellung in ihrer aufwendig präsentierten Form nicht möglich gewesen wäre.

Die Handschriften aus dem Mittelalter belegen, dass diese „finstere Epoche“ auch eine märchenhaft schöne Seite hatte: die Buchkunst. Bis in das 13. Jahrhundert hinein entstanden die Originale ausschließlich in den Skriptorien der Klöster; hier war der Dienst am Buch zugleich Gottesdienst. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts wurden die Handschriften auch von kommerziell betriebenen Laienwerkstätten verfasst und illuminiert. So fertigte man die reich geschmückten Stundenbücher, die nun neben Werken für den kirchlichen Gebrauch entstanden, für die Privatandacht von Laien, meist hochgestellte weltliche Persönlichkeiten.

Gezeigt werden in der Ausstellung 27 Faksimiles, deren Originale in vielen Ländern der Welt unter höchsten konservatorischen Sicherheitsmaßnahmen aufbewahrt werden und die zum Weltkulturerbe gehören. So unter anderem die nationalen Heiligtümer der Briten und Iren, das Book of Lindisfarne und das Book of Kells, die sich in London und Dublin befinden. In der Bayerischen Staatsbibliothek München werden Schätze wie das Perikopenbuch Heinrichs II. und das Evangeliar Ottos II. aufbewahrt. Das faszinierende Stundenbuch Les Belles Heures du Duc de Berry hat seine Bleibe in New York gefunden.

Faksimiles dieser Handschriften sind wahre Kunstwerke, deren Herstellung sehr hohen Anforderungen gerecht werden muss. Aufgrund dieser Vorgaben benötigt ein aufwendig verziertes Faksimile schon zum Teil mehrere Jahre bis zur Fertigstellung durch hochspezialisierte Fachleute.

Liebhaber der Buchillustration und solche, die es werden wollen, sind herzlich zur Entdeckungsreise in die wunderschönen Bilderwelten vergangener Jahrhunderte eingeladen.

Bild Geschichte zum Anfassen

Geschichte zum Anfassen

Wie funktioniert Geschichte zum Anfassen? Das Stadtmuseum Iserlohn antwortet darauf mit einer Frage, die sich durch die gesamte Ausstellung zieht: Was haben die Iserlohner eigentlich die ganze Zeit gemacht? Herausgekommen ist ein Parcours, bei dem Besucher auf die unterschiedlichsten Lebensumstände treffen und sie zugleich aktiv "begreifen".

Der erste Iserlohner war ein Neandertaler und schlug sich mit Mammuts und Höhlenbären herum. Wie man sich das vorstellen muss, zeigt das Kellergeschoss. Das versetzt den Betrachter in eine Fundgrube prähistorischer Tierknochen und Steinwerkzeuge. Ein paar tausend Jahre später war Iserlohn voller Drahtzieher. Die arbeiteten in Drahtrollen – spezialisierte Wassermühlen, die erstmals 1394 in einer Urkunde auftauchen – und zogen Draht. Daraus machten sie zum Beispiel Kettenhemden. Eines davon hängt im Museum, und bei bestimmten Gelegenheiten können Besucher am eigenen Leib ausprobieren, was Ritter damals mit sich herumgeschleppten.

Der Drahtzieherei sind die Iserlohner bis heute treu. Die Vielfalt der Produkte ist enorm, nur Nadeln werden kaum mehr produziert. Das war einmal anders. 1851 arbeiteten mehr als 4.000 Personen im Nadelgewerbe, die Exporte gingen bis nach Asien. Ein anderes Standbein dieser Zeit war die Messingindustrie. Während ein Teil der Iserlohner über Tage Tabakdosen fertigte, gruben andere unter Tage nach dem Zinkerz und Messinggrundstoff Galmei – so intensiv, dass sich in manchen Stadtgebieten der Boden senkte und die dadurch verursachten Bergschäden sogar das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigten. Preußische Truppen beendeten 1849 auch den kurzzeitigen Aufstand Iserlohner Demokraten, der mit dem Sturm auf das Zeughaus begonnen hatte – in dem heute das Museum residiert. Wie das alles zusammenhängt? Unser Tipp: hinfahren und selbst herausfinden!

Mehr zu den verschiedenen Themenbereichen der Ausstellung...

Logo Stadtmuseum
Das Bild zeigt das Stadtmuseum

Fritz-Kühn-Platz 1, 58636 Iserlohn
Anfahrt...

Leiter des Museums:
Gerd Schäfer M.A.
Tel. 02371/217-1960 bis -1964
Fax 02371/217-1965
museum(at)iserlohn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 19.00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen.
Eintritt frei

Z.Zt. geschlossen wg. Umbauarbeiten

Das Bild zeigt einen Kalender und den Schriftzug "Veranstaltungen"
Kultursprinter

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört seit 2016 zur Europäischen Route der Industriekultur. 

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört zu den herausragenden Stätten der Industriekultur in Südwestfalen.