Stadtmuseum Iserlohn

Das Stadtmuseum Iserlohn bleibt voraussichtlich bis Januar 2017 geschlossen.

Nahezu 30 Jahre nach seiner Eröffnung standen umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen an, so der Bau eines Außenaufzuges, die Erneuerung der Heizungsanlage, die Aufarbeitung der Fußböden wie auch die Umstellung des Lichtsystems auf LED-Beleuchtung.

Bisher war es vor allem für ältere und gehbehinderte Menschen kein Leichtes, die drei Ausstellungsetagen zu besuchen. Dies wird sich nun durch den Außenaufzug ändern, der einen barrierefreien Zugang zu den Ausstellungsräumen ermöglicht.

Die neue Heizungsanlage dient vor allem der Optimierung der Energieeffizienz. Hierzu gehört auch der Einsatz stromsparender LED-Strahler, die zudem völlig neue optische Wahrnehmungsmöglichkeiten der Ausstellungsobjekte ermöglichen.

Hinter den Kulissen wird seit Monaten gearbeitet. Schon jetzt freut sich das Museumsteam auf die Wiederöffnung. Der genaue Termin wird frühzeitig bekanntgegeben.

Bild Geschichte zum Anfassen

Geschichte zum Anfassen

Wie funktioniert Geschichte zum Anfassen? Das Stadtmuseum Iserlohn antwortet darauf mit einer Frage, die sich durch die gesamte Ausstellung zieht: Was haben die Iserlohner eigentlich die ganze Zeit gemacht? Herausgekommen ist ein Parcours, bei dem Besucher auf die unterschiedlichsten Lebensumstände treffen und sie zugleich aktiv "begreifen".

Der erste Iserlohner war ein Neandertaler und schlug sich mit Mammuts und Höhlenbären herum. Wie man sich das vorstellen muss, zeigt das Kellergeschoss. Das versetzt den Betrachter in eine Fundgrube prähistorischer Tierknochen und Steinwerkzeuge. Ein paar tausend Jahre später war Iserlohn voller Drahtzieher. Die arbeiteten in Drahtrollen – spezialisierte Wassermühlen, die erstmals 1394 in einer Urkunde auftauchen – und zogen Draht. Daraus machten sie zum Beispiel Kettenhemden. Eines davon hängt im Museum, und bei bestimmten Gelegenheiten können Besucher am eigenen Leib ausprobieren, was Ritter damals mit sich herumgeschleppten.

Der Drahtzieherei sind die Iserlohner bis heute treu. Die Vielfalt der Produkte ist enorm, nur Nadeln werden kaum mehr produziert. Das war einmal anders. 1851 arbeiteten mehr als 4.000 Personen im Nadelgewerbe, die Exporte gingen bis nach Asien. Ein anderes Standbein dieser Zeit war die Messingindustrie. Während ein Teil der Iserlohner über Tage Tabakdosen fertigte, gruben andere unter Tage nach dem Zinkerz und Messinggrundstoff Galmei – so intensiv, dass sich in manchen Stadtgebieten der Boden senkte und die dadurch verursachten Bergschäden sogar das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigten. Preußische Truppen beendeten 1849 auch den kurzzeitigen Aufstand Iserlohner Demokraten, der mit dem Sturm auf das Zeughaus begonnen hatte – in dem heute das Museum residiert. Wie das alles zusammenhängt? Unser Tipp: hinfahren und selbst herausfinden!

Mehr zu den verschiedenen Themenbereichen der Ausstellung...

Bild Luftschutzstollen

Luftschutzstollen Altstadt
70 Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges bietet das Stadtmuseum Iserlohn Führungen durch den ehemaligen Luftschutzstollen Altstadt an. Besuchergruppen und Schulklassen sind herzlich eingeladen in den dunklen, tropfenden Gewölben den Spuren der Geschichte zu folgen. Mehr dazu hier.

Logo Stadtmuseum
Stadtmuseum Iserlohn

Fritz-Kühn-Platz 1, 58636 Iserlohn
Anfahrt...

Leiter des Museums:
Gerd Schäfer M.A.
Tel. 02371/217-1960 bis -1964
Fax 02371/217-1965
museum(at)iserlohn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 19.00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen.
Eintritt frei

Z.Z. geschlossen wg. Umbauarbeiten

Das Bild zeigt einen Kalender und den Schriftzug "Veranstaltungen"

Weihnachtliches Barendorf 2016

Am 2. und 3. Advent (3./4. und 10./11. Dezember) können sich die Besucher des Weihnachtlichen Barendorfes bereits zum 23. Mal verzaubern lassen von der stimmungsvollen Atmosphäre eines besonderen Weihnachtsmarktes.

Kultursprinter

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört seit 2016 zur Europäischen Route der Industriekultur. 

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört zu den herausragenden Stätten der Industriekultur in Südwestfalen.