Das Bild zeigt das Motto der Parktheater-Spielzeit 2017/2018

Ausstellungen im Parktheater Iserlohn

Alle Ausstellung sind an allen Vorstellungstagen - jeweils eine Stunde vor Beginn - sowie nach Absprache mit dem Kulturbüro unter Telefon 02371/2171911 im Parktheater Iserlohn zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Weihnachtsausstellung: "engelreich" - Papierkunst von Gabriele Schindler

© Gabriele Schindler

Ausstellungszeitraum: 17. November bis 22. Dezember 2018

„Für den einen ist es das Schreiben, für den anderen der Akt der Malerei, für die Dresdner Künstlerin Gabriele Schindler ist es die Arbeit mit Papier, um ihrem Innersten Ausdruck zu verleihen, den Schwierigkeiten des Alltags zu trotzen und den gesellschaftlichen Wirren der heutigen Zeit. Nicht selten sind es die Zeitschriften mit den Schlagzeilen von gestern, die als Basis für ihre Kunstwerke dienen und so eine neue Gestalt annehmen in den außergewöhnlichen Papierkaschè-Figuren der Künstlerin.

1961 in Seifhennersdorf in der Oberlausitz an der Böhmischen Grenze geboren, die vor allem bekannt ist durch ihre eindrucksvollen Umgebindehäuser und historische Leinen- und Damastweberei, wurde der gelernten Theatertischlerin die Liebe zur Kunst und zum filigranen Handwerk in die Wiege gelegt. Dass sie sich künstlerisch, kulturell und mit den schöngeistigen Dingen des Lebens beschäftigt, hierzu verführte schließlich die Stadt Dresden sie, in welcher die Künstlerin ihre  Kindheit verbrachte und bis heute in dieser Stadt lebt und arbeitet.

Gabriele Schindler wurde in der Theaterwerkstatt der Semperoper ausgebildet und verwirklichte ihre Kreativität im Anschluss durch die Mitarbeit an der Ausgestaltung diverser Theaterkulissen. Die intensive Beschäftigung mit den verschiedensten Materialien des Kulissenbaus und die am Theater gewonnenen Eindrücke inspirierten sie fortan, in der Bildenden Kunst eine eigene Sprache und Ausdrucksform zu finden.

Seit mehr als 30 Jahren gilt die Vorliebe der Künstlerin nun dem für Plastiken ungewöhnlichen Werkstoff Papier. Entstanden ihre ersten Kunstwerke noch aus Pappmaché, verwendet sie aktuell das weniger bekannte Papierkaschè für die Herstellung ihrer Figuren. Das heißt, sie kaschiert ihre Figuren aus Papier, wobei auf einen Körper aus Drahtgeflecht Papierschnipsel aufgebracht werden. So entstehen Stück für Stück aus „bekleisterten“ Papierstreifen wunderbar fabelhaften Figuren. Versehen mit einem wohlbedachten Pinselstrich entstehen so Kunstwelten, Phantasiegestalten und Engel.

Denn ein Jeder, der auf der Suche nach einem Engel ist, wird bei Gabriele Schindler fündig. Manchmal tragen sie einen leuchtenden Stern zum Zeichen des Beistands und des Geleits, manchmal eine Krone, als würden sie vom Himmel rufen „Haltet den Kopf aufrecht“. Oft aber sind sie flügellos oder verkleiden sich und zeigen sich als solche nicht mehr erkennbar – wie im richtigen Leben. Aber immer sind sie freundlich und behütend.

Gabriele Schindler erschafft mit ihrer Kunst ein Engelreich, wie es Seinesgleichen sucht, und gestaltet damit die Welt ein Stück heller und reicher – „engelreich“.“

Suzanne von Borsody / Mirko Joerg Kellner „Liaison der Künste“ - Malerei und Fotografie

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 11. Februar 2018, 18 Uhr
Ausstellungszeitraum: 11. Februar bis 23. März 2018


Was Suzanne von Borsody als Malerin fotorealistisch-präzise auf Leinwand bringt, wird von Fotograf Mirko Joerg Kellner in eine abstrakte Welt transportiert. Eine Liaison der Künste entsteht; des Intimsten, der eigenen kreativen Kraft und Ausdrucksform, hin zur (Ver-)Wandlung unter respektvoller Berücksichtigung des ursprünglichen Denk- und Entstehungsprozesses. Wie Kinder beim Spiel „Stille Post“ arbeiten die beiden Künstler zusammen. Ein neues Sein wird aus dem alten Sinn geboren. Ein Hauch verfliegt stets, um zu neuem Inhalt zu werden. Veränderung als Neubeginn, Wandlung als Entstehungsform. Fast einer Geburt von neuem Leben kommt dies nahe. Vertrauen ist die Basis solcher Arbeiten. Die künstlerische Kooperation von Suzanne von Borsody und Mirko Joerg Kellner lässt einen Bildzyklus entstehen, der geprägt ist von Nuancen zarter Abstraktionen und kraftvoller realer Präsenz; körpervoll farbenprächtig und atemberaubend intensiv – fast wie ein Parfum, das begehrlich schwer betört: „Ein Hauch von Wagemut, ein Duft von Wandlung“, so der Name der Serie.

Pressestimme:
„Susanne von Borsody hat nicht nur einen prominenten Namen, sondern ist auch eine qualitativ ausgesprochen bemerkenswerte Künstlerin. Sie hat in den 70er Jahren in München Kunst studiert und mit einem ‚Master of Art‘ abgeschlossen. Es folgten mehrere Akademie- und Atelier-Aufenthalte bei international bedeutenden Künstlern, um den eingeschlagenen Weg weiter zu vertiefen. Natürlich interessiert angesichts des eindrucksvollen Könnens der Malerin Suzanne von Borsody die Frage, warum sie über die Jahrzehnte hinweg ihre Bilder im Privaten zurückgehalten hat. Dem Leipziger Maler und Bildhauer Michael Fischer-Art hat sie darauf einmal die Antwort gegeben: ‚Ich muss mich bereits als Schauspielerin der öffentlichen Kritik stellen, da wollte ich nicht noch meine Malereien kritischen Geistern ausliefern." Westfalenpost Brilon

© Waltraut Reinl-Stegemann

Waltraut Reinl-Stegemann: „Erinnerung an eine Iserlohnerin“

Vernissage: Sonntag, 15. April 2018, 11 Uhr
Ausstellungszeitraum: 15. April bis 6. Juli 2018