Gustav Müller - ab wann
Installation_Malerei_Fotografie

05. Mai - 25. Juni 2017

Gustav Müller, 1955 in Leschkirch/Siebenbürgen geboren, stellte zuletzt vor 18 Jahren in der Städtischen Galerie Iserlohn aus. Der in Iserlohn lebende Künstler, vielen als beliebter und sympathischer Dozent an der Jugendkunstschule und der VHS bekannt, lotet als Grenzgänger zwischen den Medien die bildnerischen Möglichkeiten von Sprache, Bild, Objekt und Film aus und bewegt sich dabei zwischen formaler Strenge und lyrischer Abstraktion.

Mit dem Einsatz elementarer, geometrischer Formen folgt er den Pfaden der Konkreten Kunst. Nichts ist konkreter als eine einfache Linie, eine Farbe, ein Grauwert, eine Oberfläche.
Man würde den Arbeiten aber nicht gerecht werden, wenn man es bei diesem Stiletikett beließe. Die Werke erschöpfen sich nicht auf der formalen Ebene. Sie stellen vielmehr visuelle Erfahrungsmöglichkeiten dar und setzen gedankliche Prozesse in Gang, spannende Vexierspiele der Wahrnehmung.
Gustav Müller unterstreicht, dass im Sehen selbst schon ein Unterschied zwischen passivem Empfangen und aktivem Auffassen liegt. Bei dieser Form der Wahrnehmung unterliegt alles ständiger Bestätigung und Nachprüfung. Die Bilder wechseln, vervollständigen sich, korrigieren und vertiefen sich.
Dieser Prozess ist niemals abgeschlossen und das Sehen als individueller Blick auf die Welt wird letztlich immer auch ein Stück rätselhaft bleiben, ein meditativer Dialog zwischen Betrachter und Bild, den der Künstler bewusst einfordert, und der den Werken bei aller formalen Einfachheit eine poetische Tiefe verleiht. Wie selbstverständlich wechselt der Künstler dabei die Gattungen zwischen Malerei, Objekt, Installation, Video und Fotografie, ohne sich je stilistisch untreu zu werden.
Die Ausstellung ist eine umfassende Werkschau von Installationen, Malereien und Fotografie aus den letzten Jahren.
Zur Ausstellung erscheint eine limitierte Edition des Künstlers.