Historisches über Hennen

Hennen um 1900
Hennen um 1900

Hennen wurde erstmals im Jahr 1150 als "Hennene" in den Werdener Urbaren genannt. Historiker und Sprachwissenschaftler schätzen die Entstehung des Namens und damit verbunden auch die Entstehung des Ortes allerdings auf die Zeit vor 800. Zur Ur- und Frühgeschichte Hennens liegen wenig verlässliche Daten vor. Allerdings legen steinzeitliche Funde im Bereich Iserlohns nahe, dass Siedlungen bereits weit vor dem Mittelalter in Iserlohns heutigen Stadtgrenzen entstanden sind. Auch die Ortschaft Rheinen wurde nachweislich schon 890 als "Hreni" erwähnt.

Im 12. Jahrhundert wurde der Bau der bis heute erhaltenen Johanneskirche beendet. Zusammen mit den Orten Refflingsen, Leckingsen, Kalthof, Drüpplingsen, Rheinermark und Rheinen bildete Hennen so schon früh eine politische und zum Teil auch kirchliche Gemeinde.

Historische Ansichtskarte
Historische Ansichtskarte

Von ursprünglich drei adeligen Herrenhäusern stehen heute das Haus Hennen und die ehemalige Wasserburg Gerkendahl nicht mehr. Die ehemalige Wasserburg wurde um 1793 abgerissen, die letzten Burgreste im Jahr 1873 entfernt. Das auf dem Gelände der vormaligen Wasserburg errichtete Bauerngut "Haus Hennen" wurde im März 1945 von Bombern der Alliierten komplett zerstört. Stehen blieb nur eine alte Linde. Etwa zehn Jahre später wurde am Ort des alten Adelssitzes die Siedlung "Auf Haus Hennen" gebaut.
Dagegen ist das Haus Ohle bis heute erhalten.
Das domus Gercinole (Haus Gerkendahl) wird zuerst 1243 bei einem Vergleich zwischen den Grafen von der Mark und von Limburg als märkisches Lehngut genannt. Urkundlich erwähnt wird der hoff toe Ole (Haus Ohle) erstmals 1393, als ein Herman Wanthof den Adelssitz empfängt. Nach einem aufwändigen Umbau im Jahr 1967 gilt das Haus Ohle heute als hervorragend restauriert.

Die alte Chaussestraße
Die alte Chaussestraße

Bis in die frühe Neuzeit gehörten die oben genannten Ortschaften zum Großteil zur Grafschaft des benachbarten Limburg (heute Hagens Stadtteil Hohenlimburg). Lediglich der Ort Kalthof war Bestandteil der Grafschaft Mark.

Im Jahr 1713 wurde das Amt Hennen gebildet. Als amtsangehörige Gemeinde des Amtes Ergste kam Hennen im Jahr 1817 zum damaligen Kreis Iserlohn.
1910 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahnlinie Schwerte-Iserlohn. In den 1930er Jahren begann der Ausbau der Thiele-Werke in Kalthof, die zum größten Kettenwerk Europas heranwachsen. Mit der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurde Hennen zum 1. Januar 1975 mit der Stadt Iserlohn zusammengeschlossen.

Im Jahre 2000 feierte Hennen das 850. Jubiläum.