Historisches über Sümmern

Ansichtskarte aus Sümmern
Ansichtskarte aus Sümmern

Steinzeitliche Funde im Bereich Iserlohns legen nahe, dass Siedlungen bereits weit vor dem Mittelalter in Iserlohns heutigen Stadtgrenzen entstanden.
Heinrich der Löwe galt als einer der mächtigsten Reichsfürsten des 12. Jahrhunderts. Er war Herzog von Bayern und Sachsen, das damals Westfalen und damit auch das heutige Sümmern umfasste.
In den Annalen ist nachzulesen, dass die Ortschaft Sümmern im Jahre 1180, nach dem Sturz Heinrich des Löwen, unter die Hoheit des Erzbischofs von Köln geriet.
Um 1204 wird der Ort Sümmern erstmals als "Sumberne" oder "Sumburen" schriftlich genannt und das Haus Sümmern urkundlich an einen Gerlach übertragen.

Das Hoch- und Spätmittelalter in Sümmern wurde geprägt von den Besitzern des Hauses Sümmern: den Herren von Sümmern, von der Recke, von Westrum, von Syburg und von Drücker. Bis ins 18. Jahrhundert konnten die kirchlichen Grundherren ihre Rechte (unter anderem eigene Kriminal- und Hofesgerichtsbarkeit) wahren.
Im Jahr 1802 kam Sümmern als Gemeinde zum Amt Menden. Stadt und Amt Menden wurden 1817 Bestandteil des preußischen Kreises Iserlohn. Bis ins 19. Jahrhundert hinein zählte Sümmern zum Herzogtum Westfalen der Erzbischöfe zu Köln.

Das adelige Haus Sümmern (1970) kurz vor seinem Abriss
Das adelige Haus Sümmern (1970) kurz vor seinem Abriss

Der adelige Herrensitz Haus Sümmern befand sich an der Burggräfte 13, gegenüber der heutigen Grundschule, und war einer der wichtigsten Siedlungsanlässe. Während im Mittelalter eine Wasserburg den Rittern Schutz bot, wurde nachweislich 1755 ein früher Adelssitz erbaut. An gleicher Stelle wurde 1880 ein neues adeliges Herrenhaus im spätklassizistischen Stil errichtet, das 1977 abgebrochen wurde. Heute befindet sich an dieser historischen Stelle in unmittelbarer Nähe zur Gertrudiskirche eine Parkanlage. Gegenüber, auf dem heutigen Gelände der Grundschule, erinnern drei Wappensteine, die unter anderem im Treppenaufgang des Hauses Sümmern angebracht waren, an die über 800-jährige Geschichte des Ortes.

Mit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 wurde Sümmern, ehemals eigenständige Gemeinde im Amt Menden (Kreis Iserlohn), zwischen Menden und Iserlohn aufgeteilt. Der kleinere Bereich Ost-Sümmern fiel der Stadt Menden zu, während der weitaus größere Teil Sümmerns inklusive Dorfkern, Sümmern-Rombrock und Griesenbrauck mit der Stadt Iserlohn zusammengeschlossen wurde.