Zauberhafter Sonnenschein auf grünen Baumkronen im Wald

Wildbienen

In Deutschland leben rund 560 Wildbienenarten. Die zu den hochsozialen Tieren gehörende Westliche Honigbiene ist nur eine von ihnen. Da sie in der Lage ist, Honig herzustellen und als Vorrat zu lagern, wird sie bereits seit Tausenden von Jahren als Haustier gehalten. Die Honigbiene gehört nicht zu den gefährdeten Arten.

Wildbienen, zu denen auch die rund 40 verschiedenen Hummelarten gehören, sind dagegen die in Deutschland heimischen, frei lebenden und nicht domestizierten Bienenarten.

Wildbienen, die rein vegetarisch leben, sind bis auf wenige Ausnahmen Einzelgänger. Einen Stachel besitzen auch nur wenige Arten, die Brut und Nahrungsvorräte zu verteidigen haben wie z.B. Hummeln. Viele Arten fliegen bereits bei sehr niedrigen Temperaturen (ab 4 °C) und befruchten Obst- und Gemüsepflanzen auch bei Wetter, bei dem Bienen nicht den Stock verlassen.

Der Rückgang der Arten kann auf das verringerte Nahrungsangebot in Landschaft und Siedlungsbereichen, den Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln sowie dem Flächenfraß durch Versiegelung zurückgeführt werden. Insektennisthilfen sind für ca. ein Viertel der Wildbienenarten eine interessante Unterstützung. Da die Larven sich meist über den Winter in diesen Nisthilfen entwickeln und im nächsten Jahr als ausgewachsenes Tier ausfliegen, dürfen die Kästen im Herbst nicht entsorgt werden. Sie werden auch immer wieder von Bienen genutzt und können daher hängen bleiben. 75 % der Arten graben Gänge und Brutzellen in den Boden.

Welche Bedürfnisse die Gruppe der Wildbienen hat, welche Arten es gibt und welche Nisthilfen wirklich funktionieren, erfahren Sie im Download. Weitere Hinweise finden Sie im Download sowie in der Broschüre „Insektenretten für Anfänger und Fortgeschrittene“.

Ansprechpartnerin:

Patricia White

patricia.white@​iserlohn.de 02371/217-2946