Frau und Beruf

Der Minijob - Chance oder Falle?

Titel der aktualisierten Minijob-Broschüre

Nach wie vor ist Familien- und Sorgearbeit überwiegend Frauensache. Daher verwundert es nicht, dass es überwiegend Frauen sind, die sich mit einem Minijob zufrieden geben - oder zufrieden geben müssen. Allerdings kann es auf Dauer riskant sein, auf ein existenzsicherndes Einkommen zu verzichten. Altersarmut ist nicht ohne Grund ein Frauenthema... 

Wenn dies jedoch für Sie eine Zeit lang die einzige Möglichkeit ist, überhaupt am Erwerbsleben teilzuhaben, sollten Sie wenigstens alle Rechte und Möglichkeiten ausschöpfen.

Die aktualisierte Broschüre zum Thema mit allen Änderungen zum Januar 2013 ist in der Gleichstellungsstelle erhältlich.

Wiedereinstieg in den Beruf - ein Wegweiser für Frauen in der Märkischen Region

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Immer noch sind es überwiegend Frauen, deren Erwerbsbiografie durch Familienarbeit unterbrochen wird. Dazu gehören nicht nur Erziehungszeiten sondern auch die Pflege von Angehörigen. Hier liegt ein Hauptgrund dafür, dass Frauen oftmals in Teilzeitarbeit, Mini-Jobs und prekären Arbeitsverhältnissen anzutreffen sind, die weder eine unabhängige Existenzsicherung noch eine ausreichende Altersvorsorge möglich machen. Zusätzlich werden durch die gegenwärtige Politik z. B. im Steuerrecht weitere Anreize geschaffen, die ein Familienmodell mit einem Allein- oder zumindest Hauptverdiener unterstützen. Dies hat spätestens im Fall einer Trennung/Scheidung fatale Folgen für Frauen, von denen dann relativ übergangslos eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit erwartet wird, was nicht selten im Hartz IV-Bezug endet.

Diese widersprüchlichen Rahmenbedingungen für weibliche Berufs- und Lebensplanung wurden auch im ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung deutlich kritisiert. Die AutorInnen weisen ebenfalls darauf hin, dass Frauen der Zugang zu Förderleistungen nach SGB II oder III durch die Regelungen zu Bedarfsgemeinschaften verwehrt wird. Und nicht zuletzt ist bereits das Berufswahlverhalten von Frauen der erste Schritt in eine ungleiche Verteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit in späteren Partnerschaften, zusätzlich verstärkt durch nach wie vor bestehende Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern.

Alle diese Problemfelder spielen natürlich auch im Zusammenhang mit dem beruflichen Wiedereinstig eine Rolle und sind daher mit all ihren unterschiedlichen Facetten ein Thema der kommunalen Gleichstellungsarbeit. Die Bedingungen, diese Arbeit zu leisten, sind nicht nur in unserer Region abhängig von der Größe und der aktuellen Finanzsituation der einzelnen Städte sehr unterschiedlich.

Der Wegweiser Berufsrückkehr gibt jedoch einen umfassenden Überblick über Beratungsangebote in der Märkischen Region und wurde vom Netzwerk W - wie Wiedereinstieg - erstellt, dem auch die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten angehören.

Weitere interessante Informationen zum Thema finden sich auch auf der Seite des Kompetenzzentrums Frau und Beruf.

Beratung zur beruflichen Entwicklung

Wer der geringfügigen Beschäftigung den Rücken kehren will, den Wiedereinstieg nach der Elternzeit plant oder sich ganz allgemein beruflich neu orientieren möchte, kann die "Beratung zur beruflichen Entwicklung" in Anspruch nehmen

Die Beratung kann bis zu neun Stunden umfassen und ist für Sie kostenlos. In der Beratung erhalten Sie wichtige Informationen über den Arbeitsmarkt, mögliche Weiterbildungen und finanzielle Unterstützung. Sie setzen sich mit Ihren Fähigkeiten, Interessen und Wünschen auseinander und planen Ihre nächsten Schritte.

Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.