Alle Infos zur Hochwasserlage

Stadt Iserlohn informiert über Auszahlung von Spendengeldern an Betroffene der Unwetterkatastrophe - Anträge können ab sofort gestellt werden

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn von Mittwoch, 28. Juli 2021)

Unabhängig von den finanziellen Mitteln, die die Landesregierung als Soforthilfe für von der Unwetterkatastrophe betroffene Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellt, gibt es auch in Iserlohn eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft mit Sach- und Geldspenden. Das belegen unter anderem die Anrufe über das städtische Bürgertelefon.

Die eingehenden Spendengelder sollen nun unbürokratisch und kurzfristig an Betroffene ausgezahlt werden. Entsprechende Anträge können ab sofort gestellt werden. Die Hilfe richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und Vereine, die einen Schaden erlitten haben, der nicht durch Versicherungen oder Soforthilfen des Landes gedeckt ist. Gemeldet werden kann jeder Schaden mit Angabe der vermuteten Schadenshöhe. Die Stadt Iserlohn und der Verein „Bürger helfen Bürgern“ entscheiden gemeinsam im Einzelfall über die Vergabe der Spendengelder. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Der Antrag ist erhältlich bei der Information im Rathaus am Schillerplatz sowie bei den Bürgerservicestellen in Letmathe (Von-der-Kuhlen-Straße 14) und in Hennen (Hennener Bahnhofstraße 20a) und beim Verein „Bürger helfen Bürgern“ sowie hier als Download rechts unter "Formular für die städtische Soforthilfe". Ausgefüllte Anträge können per E-Mail an soforthilfe@iserlohn.de, per Fax an 02371 / 217-2990 oder per Post an Stadt Iserlohn, Soforthilfe, Schillerplatz 7, 58636 Iserlohn, gesandt werden.

Ansprechpartner für weitere Informationen und Fragen zur städtischen Soforthilfe sind im Iserlohner Rathaus Bürgermeisterreferent Hartmut Bogatzki (Telefon 02371 / 217-1006, E-Mail: hartmut.bogatzki@iserlohn.de) und Sandra Echtermann vom Büro für Haushalts- und Finanzplanung (Telefon 217-1411, E-Mail: sandra.echtermann@iserlohn.de).

Bislang wurden rund 100 000 Euro gespendet. Geldspenden sind weiterhin möglich über

  • das Spendenkonto des Vereins „Bürger helfen Bürgern“ bei der Sparkasse Iserlohn, IBAN: DE50 4455 0045 0018 0857 95, BIC: WELADED1ISL, Verwendungszweck „Hochwasser-Spende“ (siehe auch unter bhb-iserlohn.de/spenden/)
  • die Aktion „HeimatCrowd“ unter www.heimatcrowd.de
  • das Spendenkonto der Stadt Iserlohn  bei der Sparkasse Iserlohn,IBAN: DE38 4455 0045 0000 1965 92, Verwendungszweck „Hochwasser Iserlohn Spende“

Das Bürgertelefon der Stadt Iserlohn zur Hochwasserlage ist weiterhin erreichbar unter der Telefonnummer 02371 / 217-1234 zu folgenden Zeiten:
Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Soforthilfe zur Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen

(Stand 23. Juli 2021)

Die Landesregierung stellt unbürokratische und schnelle Soforthilfe für von der Unwetterkatastrophe vom 14. / 15. Juli 2021 betroffene Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Angehörige freier Berufe, Landwirte und Kommunen in Höhe von 200 Millionen Euro bereit. Das hat das Landeskabinett am Donnerstag, 22. Juli 2021, in einer Sondersitzung beschlossen.

Mit dem Soforthilfepaket wird zunächst schnelle Hilfe für folgende vier Gruppen bereitgestellt:

1) Hilfe für Bürgerinnen und Bürger
Mit den Soforthilfen werden Bürgerinnen und Bürger unmittelbar unterstützt, die von existentieller Not betroffen sind. Zusätzlich zu einem Sockelbetrag von 1.500 Euro pro Haushalt stehen für jede weitere Person aus dem Haushalt 500 Euro bereit. Insgesamt werden an einen Haushalt maximal 3.500 Euro ausgezahlt. So wird eine erste finanzielle Überbrückung ermöglicht, um eine vorübergehende akute Notlage bei der Unterkunft oder bei der Beschaffung von Haushaltsgegenständen finanziell zu bewältigen. Hierzu leistet die Soforthilfe einen ersten wichtigen Beitrag. Diese Billigkeitsleistungen können natürliche Personen erhalten, die ihren Wohnsitz in einer der betroffenen Regionen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf oder Köln haben und durch das Unwetter Schäden erlitten haben. Die Auszahlung wird rasch und unbürokratisch über die Städte und Gemeinden erfolgen - gegebenenfalls unter Hilfestellung der Kreisverwaltungen. Ziel ist es, dass noch in dieser Woche die Anträge gestellt und spätestens Anfang der kommenden Woche die Soforthilfen ausgezahlt werden können. Ein Anspruch auf Gewährung einer Billigkeitsleistung besteht nicht.

2) Hilfe für gewerbliche Wirtschaft und freie Berufe
Neben vielen Bürgerinnen und Bürgern hat das Unwetter auch zahlreiche Unternehmen, Gewerbetreibende und freiberuflich Tätige getroffen. Um auch ihnen zu helfen und die finanziellen Belastungen, die durch die entstandenen Schäden verursacht wurden, zu mildern, kann für jede betroffene Betriebsstätte eine Billigkeitsleistung in Höhe von 5.000 Euro abgerufen werden. Damit können erste Ausgaben für Räumung und Reinigung oder den provisorischen Wiederaufbau von Betriebs- und Geschäftseinrichtungen bestritten werden. Anträge können in der Regel bei den betroffenen Kommunen gestellt werden.

3) Hilfe für Landwirte und land- und forstwirtschaftliche Betriebe
Die Flutkatastrophe hat auch für massive Schäden in der Landwirtschaft gesorgt. Derzeit können die Verluste auf den Feldern, in den Ställen und in den landwirtschaftlichen Betrieben noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Auch die Forstwirtschaft ist betroffen. Das Land bietet Soforthilfen für Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft einschließlich des Obst- und Gartenbaus sowie der Aquakultur und der Fischerei. Hier gelten für besonders Betroffene dieselben Regelungen für Soforthilfen wie bei Angehörigen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe.

4) Hilfe für Kommunen
Auch die vom Unwetter betroffenen Städte, Gemeinden und Kreise erhalten schnell eine erste Soforthilfe, damit sie die nötigste Infrastruktur in den Kommunen herrichten können. Diese wird - abhängig vom Ausmaß der Betroffenheit - als Pauschalbetrag ausgezahlt. Damit mildert das Land die finanziellen Belastungen von Gemeinden und Gemeindeverbände - beispielsweise durch die kurzfristige Instandsetzung von zerstörten Infrastrukturen in den Bereichen Energieversorgung, Wasser / Abwasser, Telekommunikation, Verkehr, Gesundheit und Bildung oder durch die Räumung und Reinigung der von der Unwetterkatastrophe betroffenen Gebiete. Die Kreise werden die Mittel in eigener Zuständigkeit auf die Städte und Gemeinden verteilen.

Bürgertelefon Fluthilfe
Zu den Hilfsmaßnahmen hat die Landesregierung das Bürgertelefon Fluthilfe eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline beantworten grundsätzliche Fragen zum Verfahren. Auch kann das Bürgertelefon Fluthilfe die kommunalen Stellen nennen, an die der Antrag gerichtet werden kann. Die Nummer ist ab 15 Uhr erreichbar und richtet sich an betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie betroffene Unternehmen.

Telefonnummer: 0211 / 4684-4994
Erreichbarkeit: Montag bis Freitag - 15 bis18 Uhr, Samstag und Sonntag - 10 bis16 Uhr

Fragen und Antworten

Wer kann Leistungen beantragen?
Die Leistungen gehen an Menschen, die ihren Hauptwohnsitz in einer der betroffenen Regionen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf oder Köln haben und durch das Unwetter Bernd Schäden erlittenhaben.

Mit welchem Betrag können die Geschädigten rechnen?
Die Soforthilfe beträgt 1500 Euro pro Haushalt. Hinzu kommen 500 Euro für jede weitere Person neben dem Haushaltsvorstand. Maximal werden 3500 Euro pro Haushalt gewährt. Die Auszahlung erfolgt wenige Tage nach der Bewilligung Ihres Antrages.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Zahlung der Gelder?
Voraussetzung ist der glaubhafte Nachweis über den Hauptwohnsitz in einem durch das Unwetter Bernd betroffenen Bereich. Zudem müssen die geschädigten Personen erklären, dass in ihrem Haushalt ein Schaden von mindestens 5000 Euro entstanden ist, der nach Einschätzung des Antragstellers auch nicht durch Versicherungen ersetzt wird.

Wie kommen Unwettergeschädigte an das Geld?
Ein Antrag auf Gewährung der Leistung kann ab sofort bis zum 31. August 2021 bei der Stadtverwaltung gestellt werden, in der die Geschädigten ihren Hauptwohnsitz haben. Die entsprechenden Vordrucke finden Sie hier:

Darüber hinaus bekommen Sie die Vordrucke auch bei Ihrer Stadtverwaltung und können diese dort ausfüllen. Die Stadt überprüft die Angaben auf Plausibilität, bewilligt die Anträge und zahlt die Beträge aus.

Ist eine Online-Antragstellung möglich?
Zurzeit noch nicht, achten Sie bitte auf ggf. folgende Hinweise.

Wie weise ich den mir entstandenen Schaden nach?
Durch eine kurze Strichaufzählung der wesentlichen Schäden im Antragsformular.

Muss ein Nachweis über die Verwendung der Soforthilfe erbracht werden?
Nein. Ein Nachweis der Verwendung ist nicht erforderlich.

Gibt es einen Anspruch auf die Leistung?
Nein. Die Gemeinden entscheiden nach Ermessen im Rahmen der verfügbaren Mittel.

Bezieht sich die Soforthilfe nur auf Schäden, die während des Unwetters am 14. und 15. Juli selbst entstanden sind?
Die Regelung umfasst auch Schäden, die zu einem späteren Zeitpunkt entstanden sind, aber in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unwetter stehen.

Ich wohne in einer Studenten-WG. Kann jede/r Einzelne von uns einen Antrag stellen?
Jede/r, die/der mit Hauptwohnsitz in der Studenten-WG gemeldet ist, kann einen eigenen Antrag stellen.

Die Soforthilfe deckt meine Schäden nicht ab, gibt es noch weitere Hilfen?
Zurzeit nicht, weitere Hilfen stehen aber in Aussicht.

Hochwasserlage in Iserlohn

(Stand 22. Juli 2021)

Überall in den vom Hochwasser betroffenen Bereichen in Iserlohn sind Einsatzkräfte, Anwohner und freiwillige Helferinnen und Helfer dabei, Keller leer zu pumpen, Sperrmüll zusammen zu tragen und auf Straßen und Wegen Unrat und Schlamm zu beseitigen. Die Stadt Iserlohn hat damit begonnen - soweit dies bereits möglich ist - die in den Hochwasser-Bereichen liegenden Brücken, Straßen und Wege auf Schäden zu überprüfen.

Sperrmüll und Schadstoffmobil
Nachdem die Firma Lobbe zunächst in Lasbeck tätig war, ist sie nun im Grüner Tal und in Letmathe im Bereich Auf der Insel unterwegs, um Sperrmüll abzuholen. Am Freitag (23. Juli) bietet der ZFA nochmals eine Sperrgutabfuhr ohne Anmeldung für Lasbeck, Auf der Insel und die Grüner Talstraße an.

Auch das Schadstoffmobil kommt zum Einsatz: Hier wird darum gebeten, keine Schadstoffe vorzeitig dort abzustellen, sondern das Schadstoffmobil zur Haltezeit aufzusuchen. Am Samstag, 24. Juli, hält das Schadstoffmobil von 10 bis 12 Uhr im Bringhof Iserlohn in der Corunnastraße. Im Bringhof Letmathe in der Untergrüner Straße steht das Schadstoffmobil wieder am Montag, 26. Juli, von 10 bis 18 Uhr bereit.

Stromversorgung
Nach Mitteilung der Stadtwerke konnte der Strom in allen vom Hochwasser betroffenen Bereichen wieder eingeschaltet werden.

Sach- und Geldspenden
Die Welle der Hilfsbereitschaft in Iserlohn ist riesig. Das zeigt sich auch bei den Anrufen, die über das Wochenende beim Bürgertelefon der Stadt Iserlohn eingegangen sind. Viele möchten wissen, wo sie Sachspenden abgeben können und wie sie Geld für die vom Hochwasser Betroffenen spenden können.

Bei den Sachspenden hat der Verein „Bürger helfen Bürgern“ die Koordination übernommen. Dort sind schon sehr viele Spenden (Kleidung, Hausrat und Kleinmöbel) abgegeben worden. Zurzeit werden noch Informationen darüber gesammelt, was die vom Hochwasser Betroffenen konkret benötigen. Wer noch Hilfsangebote machen möchte, wird gebeten, sich per E-Mail unter info@bhb-iserlohn.de mit dem Verein in Verbindung zu setzen und keine Sachspenden mehr spontan vorbei zu bringen. Bekannt ist, dass dringend Bautrockner benötigt werden. Hier ist der Verein für jeden Hinweis dankbar.

Geldspenden sind möglich über:

  • das Spendenkonto des Vereins „Bürger helfen Bürgern“ bei der Sparkasse Iserlohn, IBAN: DE50 4455 0045 0018 0857 95, BIC: WELADED1ISL, Verwendungszweck „Hochwasser-Spende“ (siehe auch unter https://bhb-iserlohn.de/spenden/)
  • die Aktion „HeimatCrowd“ unter https://www.heimatcrowd.de/
  • ein Spendenkonto der Stadt Iserlohn  bei der Sparkasse Iserlohn,IBAN: DE38 4455 0045 0000 1965 92, Verwendungszweck „Hochwasser Iserlohn Spende“

Bürgertelefon der Stadt
Das Bürgertelefon der Stadt Iserlohn zur Hochwasserlage ist weiterhin erreichbar unter der Telefonnummer 02371 / 217-1234 zu folgenden Zeiten:
Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr.