Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Vortrag über die Erinnerung an die Befreiungskriege in Iserlohn

Am Montag, 21. Oktober, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn, die sich im zweiten Halbjahr dem 200. Jahrestag..

Am Montag, 21. Oktober, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn, die sich im zweiten Halbjahr dem 200. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig widmet, fortgesetzt. Dr. Sandra Hertel, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei einem Ausstellungsprojekt der Albertina in Wien, referiert unter dem Titel „Erinnerung an eine große Zeit“ über die mit den Befreiungskriegen verbundene Erinnerungskultur im preußischen Iserlohn. Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.

Die Erinnerung an den „glorreichen“ Sieg über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig wurde in Preußen intensiv gepflegt, aber auch von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen instrumentalisiert. In Iserlohn waren es besonders die immer mächtiger werdenden Kaufleute, die den 18. Oktober als besonderen Festtag empfanden – sahen sie doch in den Befreiungskriegen die Geburtsstunde ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung. Nicht zufällig wurde der Hauptsitz der Gesellschaft Harmonie am 18. Oktober 1827 eingeweiht. Im langen 19. Jahrhundert spiegeln die Erinnerungsfeiern für Leipzig die Entwicklung des Iserlohner Bürgertums, seine lebendige Vereinskultur und sein mitunter wechselvolles Verhältnis zu Preußen und seinen Repräsentanten wider.