Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Neue Vorträge im Stadtarchiv

Das neue Vortragsprogramm des Stadtarchivs Iserlohn liegt vor. Veranstaltungsplakat und -flyer kündigen mit einem historischen Foto des Geschäftshauses Ehrlich am Marktplatz (heute Alter Rathausplatz) aus der Zeit um 1913 die Themen und Termine des ersten Halbjahres 2015 an.

Inzwischen hat sich das Vortragsangebot des Stadtarchivs etabliert. Neben einem festen Stammpublikum kommen immer wieder neue Zuhörer zu den unterschiedlichen Themen in die „Alte Post“. Im vergangenen Jahr besuchten etwa 380 Interessierte die zehn stadt- oder regionalgeschichtlichen Vorträge, die von Januar bis Dezember 2014 in Kooperation mit der Volkshochschule Iserlohn im Stadtarchiv angeboten wurden.

An der bewährten Mischung von fachkundigen Referenten aus Iserlohn und auswärtigen Experten wird auch im neuen Programm festgehalten. Schwerpunkte der kommenden Vorträge werden Aspekte der Iserlohner Wirtschaftsgeschichte und das Kriegsende vor siebzig Jahren sein.

Zum Beginn der Reihe wird Hans-Hermann Stopsack, ausgewiesener Kenner der Wirtschaftsgeschichte des Raumes Iserlohn-Hemer, Ende Januar das Iserlohner Textilgewerbe im 18. Jahrhundert vorstellen. Tanja Marschall-Wach und Rico Quaschny vom Stadtarchiv Iserlohn geben im Februar einen Überblick über alte Industriestandorte am Caller Bach. Im April skizziert Stadtarchivar Rico Quaschny die Geschichte der jüdischen Familie Ehrlich, wobei besonders die vorliegenden Quellen vorgestellt werden. Die ehemalige langjährige Kulturamtsleiterin Marieluise Spangenberg stellt im Mai ein kleines Kapitel der Nachkriegszeit vor. Unter dem Titel „1946, mitten in Iserlohn: ein Nachspiel zum Zweiten Weltkrieg“ wird sie erläutern, was Hitlers „Politisches Testament“ mit Iserlohn verbindet. Zum Abschluss des Halbjahresprogrammes referiert Dr. Ralf Blank, Leiter der historischen Museen und des Stadtarchivs Hagen, im Juni über die letzten Kriegsmonate in Südwestfalen 1944/45, ein Thema, zu dem er vor kurzem eine Publikation vorgelegt hat.

Alle Vorträge beginnen um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der Alten Post, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro. Die Volkshochschule als Kooperationspartnerin hat wieder alle Angebote des Stadtarchivs in ihr Programmheft aufgenommen. Eine Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen ist nicht erforderlich.

Hier die Termine im Überblick:

  • Dienstag, 27. Januar
    „Iserlohn und das Textilgewerbe im 18. Jahrhundert“
    Vortrag von Hans-Hermann Stopsack, Hemer
  • Dienstag, 17. Februar
    „Alte Industrie im Tal des Caller Baches“
    Vortrag von Tanja Marschall-Wach und Rico Quaschny, Iserlohn
  • Dienstag, 14. April
    „Zur Geschichte der jüdischen Familie Ehrlich“
    Vortrag von Rico Quaschny, Iserlohn
  • Dienstag, 19. Mai
    „1946, mitten in Iserlohn: ein Nachspiel zum Zweiten Weltkrieg“
    Vortrag von Marieluise Spangenberg, Iserlohn
  • Dienstag, 16. Juni
    „Die letzten Kriegsmonate in Südwestfalen 1944/45“
    Vortrag von Dr. Ralf Blank, Hagen

Begleitend zum Vortragsprogramm lädt das Stadtarchiv am Samstag, 7. März, von 11 bis 17 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“ ein.

Ein Flyer mit einer Terminübersicht und kurzen Texten zu den Vorträgen liegt im Stadtarchiv und in anderen Kultureinrichtungen sowie bei der Stadtinformation am Bahnhofsplatz 2 und im Rathaus am Schillerplatz aus. Er wird auf Wunsch auch gern zugesandt und steht im Internet unter www.stadtarchiv-iserlohn.de zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 02371 / 217-1921 oder per E-Mail: archiv@iserlohn.de

Marktplatz in Iserlohn, um 1913
Marktplatz (heute Alter Rathausplatz) in Iserlohn, um 1913 (Postkarte Verlag Ehrlich & Co., Iserlohn / Stadtarchiv Iserlohn)