Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Die letzten Kriegsmonate in Südwestfalen 1944/45 - Vortrag von Dr. Ralf Blank im Stadtarchiv Iserlohn

Am Dienstag, 16. Juni, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn fortgesetzt. Dr. Ralf Blank, Fachdienstleiter für Wissenschaft, Museen und Archive im Fachbereich Kultur der Stadt Hagen, widmet sich in seinem Vortrag den letzten Kriegsmonaten in Südwestfalen 1944/45.
Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.

Nicht die Übergabe der Stadt Iserlohn an die Amerikaner im April 1945 steht im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Blank. Vielmehr wird er einen Bogen von den letzten Kriegsmonaten an Rhein, Ruhr und Lenne bis zu den Endkämpfen im sogenannten Ruhrkessel im April 1945 spannen, die auch im Raum Hagen-Iserlohn der finale Schlusspunkt des Zweiten Weltkriegs waren. In den vorausgegangenen letzten Monaten des Krieges kam es nicht nur zu einem Zusammenbruch der „Heimatfront“. Auch das wirtschaftliche Gefüge sowie das gesamte Verkehrsnetz lagen am Boden. Während Iserlohn im Februar und März 1945 von US-amerikanischen Mittelstreckenbombern angegriffen wurde, um die Kasernen zu zerstören, versank die Nachbarstadt Hagen noch wenige Wochen vor dem Kriegsende in Schutt und Asche. Für die Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen in der Region verschärfte sich seit Herbst 1944 die Situation zunehmend. Noch in den letzten Kriegswochen wurden Tausende von ihnen von der Gestapo ermordet. Doch auch zahlreiche Deutsche wurden Opfer des Schlusskriegsterrors, den die Nationalsozialisten vor ihrem Untergang entfachten.

Dr. Ralf Blank ist ausgewiesener Kenner für die Zeit des Zweiten Weltkrieges an Rhein und Ruhr. Er hat zahlreiche Monografien und Aufsätze zu diesem Thema vorgelegt. Zuletzt erschien Anfang 2015 im Klartext-Verlag Essen sein Buch „Bitter Ends. Die letzten Kriegsmonate des Zweiten Weltkrieges im Ruhrgebiet 1944/45“.