Iserlohner Rathaus

Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Dienstag, 06. November 2018

„1968/69 in Iserlohn und die Folgen“ - Vortrag von Dr. Walter Wehner im Stadtarchiv Iserlohn

Am Dienstag, 13. November, setzen Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn ihre stadtgeschichtliche Vortragsreihe fort. Der Iserlohner Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Dr. Walter Wehner referiert zum Thema „1968/69 in Iserlohn und die Folgen“. In seinem Vortrag wird er darlegen, dass in Iserlohn während der 68er-Wende erstaunlich vielfältige Parallelen zu den Umbrüchen in den westdeutschen Großstädten erkennbar sind:
„Die politischen Veränderungen in der Iserlohner Parteienlandschaft gingen Ende der 1960er Jahre einher mit einem Wandel sowohl des Stadtbildes als auch der Kunst- und Kulturszene. Der vom Chefredakteur des Iserlohner Kreisanzeigers Eduard Grüber behauptete „Epochenwechsel" betraf den zunehmenden Abschied von einer autoritär geprägten Gesellschaft und ihren Führungspersönlichkeiten sowie die Hinwendung zu neuen Verhaltens- und Lebensformen. Die politische Mobilisierung erfasste nicht nur die Jugend, sondern zeigte auch personelle Folgen in den lokalen Führungsgremien von CDU, FDP und SPD, in der Verwaltung und bei den gewählten Repräsentanten. Außerdem veränderte sich das Stadtbild, u.a. durch Neubauten und den Beginn der Flächensanierung in der Altstadt. Iserlohn verabschiedete sich in vielen Bereichen von der Nachkriegszeit und tat einen Schritt in die Moderne, der bis heute nachwirkt.“

Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.