Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Donnerstag, 31. Oktober 2019

„Mut zur Erinnerung“ - Vortrag von Alexandra Lehmann im Stadtarchiv

Am Dienstag, 5. November, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn fortgesetzt. Die Redakteurin Alexandra Lehmann aus Iserlohn referiert unter dem Titel „Mut zur Erinnerung“ über die Impulse für das Gedenken an die NS-Opfer in Iserlohn in den 1980er Jahren. 

Der Vortrag findet im Vorfeld der Veranstaltung zum Gedenken an die Pogromnacht am 9. November 1938 statt. Er beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5, in Iserlohn. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro. 

Die Auseinandersetzung mit den Gräueltaten des Nationalsozialismus hat in der deutschen Geschichte noch viele Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Standen zunächst vor allem die eigenen Toten, Soldaten und zivilen Kriegsopfer im Mittelpunkt des Gedenkens, rückte spätestens seit Beginn der 1980er Jahre der Massenmord an den Juden in den Fokus der öffentlichen Erinnerungskultur – so auch in Iserlohn. 

Der Vortrag versucht anhand der Entstehung des Mahnmals am Poth für die Opfer des Nationalsozialismus darzulegen, wie sich Politik und Gesellschaft vor Ort mit diesem dunkelsten Kapitel der Stadthistorie auseinandergesetzt haben. Die langwierige Entstehungsgeschichte des Gedenksteins für die ehemalige Synagoge soll dabei ebenso gestreift werden wie weitere lokale Bemühungen in den 1980er Jahren, zum Beispiel die Enthüllung der Gedenktafel an der Reformierten Kirche.

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Mahnmal am Poth