Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Freitag, 22. Mai 2020

Städtische Pandemie-Koordinierungsstelle dankt ehrenamtlich Engagierten für selbstgenähte Schutzmasken

Die Pandemie-Koordinierungsstelle der Stadt Iserlohn hatte Anfang April zur Unterstützung beim Nähen von Schutzkleidung für das städtische Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn aufgerufen. Viele Menschen vor Ort hatten sich ans Werk gemacht, um einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Unter ihnen war auch die Frauengruppe der Iserlohner Ahmadiyya-Gemeinde: „Gerade in Zeiten wie diesen ist es unabdingbar, Zusammenhalt und Solidarität gegenüber den Mitmenschen zu zeigen“, bot Malieha Ahmed ihre Unterstützung an. Die Mitglieder der Frauenorganisation ihrer Gemeinde hatten sie es sich zur Aufgabe gemacht, unentgeltlich Behelfsmasken anzufertigen und sie Organisationen und Einrichtungen zu überlassen, die diese Sachspenden dringend benötigten.

Am Mittwoch (20. Mai) übergab die Vorsitzende Frauengruppe Sarwat Nasir ein Kontingent von fünfzig selbst genähten Gesichtsmasken an die Leiterin des Seniorenhauses Nußberg Sylvia Sawitzki, die sich sehr über dieses freiwillige Engagement freute: „Die Gesichtsmasken sind eine tolle Unterstützung zur Ausstattung des Pflegepersonals. Dadurch, dass sie waschbar und somit nachhaltig sind, tragen sie dazu bei, die aktuell große Menge an Einwegprodukten in der Pflege zum Schutz vor Ansteckung zu reduzieren.“

Zu denjenigen, die als Privatpersonen zu Beginn der Krise selbst initiativ geworden sind, gehörte auch die Iserlohnerin Ilona Hacker. Aus Verbundenheit zum städtischen Seniorenpflegeheim, in dem ehemals ihr Vater wohnte, hatte sie sofort fünfzig Masken gefertigt und dort angeliefert. Auch eine telefonische Bestellung von dreizehn Masken für Personal in der Senioren- und Behindertenarbeit lieferte sie von einem Tag auf den anderen. „Es ist ein schönes Gefühl, mit eigener Kraft und eigenen Mitteln helfen zu können“, freute sie sich, einen Beitrag zur Bewältigung der Krise vor Ort zu leisten.
Ebenso meldete sich die stellvertretende Vorsitzende des Volme Kulturforums e.V. Tuba Belgeli, um die tatkräftige Unterstützung ihres Vereins durch das Nähen von Gesichtsmasken anzubieten. Gleich achtzig Stoffmasken lieferte sie im Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn ab, von wo aus sie als zentrale Anlaufstelle an weitere Iserlohner Seniorenpflegeheime verteilt wurden: „Unserem Verein, in dem sich sowohl in Hagen als auch in Iserlohn türkische Mitbürger sowie Menschen anderer Nationalitäten mit Migrationshintergrund für Kinderbetreuung und -erziehung engagieren, ist es wichtig, Solidarität zu zeigen und auf diesem Wege den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern.“

Nicole Behlau von der Stadt Iserlohn ist von dem vielfältigen Engagement in der Iserlohner Bevölkerung begeistert: „Es ist absolut erfreulich, zu erleben, wie groß die Bereitschaft ist, sich für andere Menschen einzubringen, und das unabhängig von Alter, Konfession und Nationalität. Gerade gegenüber denjenigen, die wegen ihres Alters oder auf Grund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe für eine Virusinfektion gehören, und denjenigen, die sich für diese Menschen im beruflichen Kontext einsetzen, ist nun mehr denn je Solidarität gefragt.“

Dass ehrenamtliches Engagement aber nicht selbstverständlich ist, weiß sie aus der jahrelangen Ehrenamtskoordination im Ressort Generationen und Soziales. Um Menschen für aktives Mitwirken zu motivieren, ist ihr Dank in Form von öffentlicher Anerkennung immer ein wichtiges Anliegen. Und so richtete sie den Dank im Namen der Pandemie-Koordinierungsstelle beim Termin im Seniorenhaus Nußberg an die vielen Engagierten, die sich bisher ehrenamtlich durch Näharbeiten während der Coronavirus-Pandemie in Iserlohn engagiert haben, stellvertretend an Sarwat Nasir von der Frauenorganisation der Iserlohner Ahmadiyya-Gemeinde sowie an Tuba Belgeli vom Volme Kulturforum e.V. und Ilona Hacker.

Interessierte, die sich auch gerne engagieren möchten, können für eine Beratung gerne Kontakt zu Nicole Behlau aufnehmen unter der Rufnummer 02371 / 217-2083.

Dateien:
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Schutzmasken

Im Seniorenhaus Nußberg übergab Sarwat Nasir (2.v.r.) von der Frauenorganisation der Iserlohner Ahmadiyya-Gemeinde fünfzig selbst genähte Mund- und Nasen-Schutzmasken an Leiterin Sylvia Sawatzki (M.). Mit dabei Nicole Behlau sowie Ilona Hacker und Tuba Belgeli vom Volme Kulturforum e.V. (v.l.).