Iserlohner Rathaus

Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Montag, 25. Januar 2010

Erster Stadtteilspaziergang trifft auf große Resonanz

Iserlohn. "Das hatten wir nicht erwartet"! freute sich am Samstag, 23. Januar, Olaf Pestl, Leiter des städtischen Ressorts Planen, Bauen, Wohnen angesichts der zahlreich erschienenen Teilnehmer beim ersten öffentlichen Stadtteilspaziergang im Rahmen des REGIONALE-Projektes Soziale Stadt - Südliche Innenstadt / Obere Mühle. Trotz frostiger Temperaturen waren rund 150 Interessierte der Einladung der Stadt gefolgt und hatten sich pünktlich um 10.00 Uhr am Treffpunkt ehemalige Fabrikanlage Christophery an der Oberen Mühle eingefunden. Auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der "unangemeldet" dazu kam, zeigte sich beeindruckt vom großen Interesse der Bürgerinnen und Bürger.

 

In seiner Begrüßung und Einführung ging Olaf Pestl zunächst auf die Stadtteilspaziergänge als Einstieg und vor allem als neue Form der Bürgerbeteiligung ein. Es mache wenig Sinn, über die Probleme in einem Quartier zu sprechen und sich dabei in einem Veranstaltungsraum zu befinden, erläuterte er. Vielmehr müsse man vor Ort sein, um die Vielschichtigkeit der Themen darzustellen und die Notwendigkeit von Veränderungen zu erkennen. Ganz sicher gebe es nicht für jedes Problem die optimale Lösung und manches Mal müsse bestimmt um Kompromisse gerungen werden, die möglichst für alle akzeptabel seien. Aber genau darum gehe es: Lösungen und Kompromisse gemeinsam zu finden und zu erarbeiten, warb er um die Mitarbeit und Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger.

 

Zur ehemaligen Fabrikanlage Christophery erläuterte Olaf Pestl, dass dort aus seiner Sicht eine gewerbliche Nutzung nicht mehr sinnvoll sei. Allerdings wies er unter anderem auf die Altlastenproblematik an diesem Standort hin. Von Christophery aus ging es vorbei an den ehemaligen Betrieben Pekrun, Prym und weiter zum Läger-Sportplatz. An dieser Stelle führte er aus, dass es beim Projekt "Soziale Stadt - Südliche Innenstadt / Obere Mühle" nicht nur um bauliche, sondern auch um soziale und integrative Fragestellungen gehe. Anschließend führte der Weg wieder hinunter die Straße Lünkerhohl entlang bis Kissing & Möllmann. Das Gebäude steht teilweise unter Denkmalschutz und ist fast komplett belegt unter anderem mit Kleingewerbe und auch die "Werkstatt im Hinterhof" ist dort untergebracht. Hier müsse mit den Nutzern über Sanierung und neue attraktive Angebote gesprochen werden, so Pestl. Über den neuen Fuß- und Radweg ging der Spaziergang dann weiter zur Hauptschule Brüderstraße. Der Schulbetrieb wird dort in diesem Jahr komplett eingestellt. Eine denkbare Nutzung für das Gebäude wäre die Belegung mit sozialen Einrichtungen nach dem "Arche Noah"-Modell.

 

Durch die Aloysiusstraße und den Hohler Weg führte der Spaziergang dann zum Hochhaus Peterstraße. Hier übergab Olaf Pestl das Wort an Stadtplanerin Gabriele Bilke und stellte sie als zukünftige Leiterin des Projektes "Soziale Stadt - Südliche Innenstadt / Obere Mühle" vor. Gabriele Bilke teilte mit, dass geplant sei, in diesem Bereich ein Quartiersbüro mit Mitarbeitern einzurichten, die als ständige Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stünden. Über die Straße Südengraben ging es schließlich zum Fritz-Kühn-Platz, der zum Beispiel durch die Einrichtung eines Cafés dauerhaft belebt werden könne, so die Projektleiterin. Am Fritz-Kühn-Platz endete dann auch gegen 12.00 Uhr der Spaziergang durch das Quartier.

 

Gabriele Bilke und Olaf Pestl bedankten sich bei den Teilnehmern für das Interesse und das Durchhaltevermögen. Schließlich war das bei den Temperaturen nicht ganz selbstverständlich!

Der nächste Spaziergang findet übrigens am 13. Februar, ebenfalls ab 10.00 Uhr, gleicher Treffpunkt, statt. Alle Interessierten sind wieder herzlich eingeladen!

Dateien:
Stadtteilspaziergang

Stadtteilspaziergang

Stadtteilspaziergang

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