Informationen zum Feuer im Bereich Barendorf

Nach Feuer in Barendorf: Stadt gibt Entwarnung nach Untersuchung der Bodenproben

Christian Eichhorn

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 02.10.18)

Christian Eichhorn, Leiter des städtischen Krisenstabes, zieht eine positive Bilanz aus der Brand-Nacht und stellt die Ergebnisse aus dem gerade vorgelegten Gutachten vor.

Die Analyse der Brandrückstände nach dem Feuer in Barendorf vom 23. September, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW – LANUV vorgenommen hat, ist abgeschlossen. Es wird Entwarnung gegeben. Das LANUV teilt mit, dass die durchgeführten Analysen auf typische bei Verbrennungen entstehende Verbindungen kein nennenswertes Gefahrenpotenzial für die mit den Brandrückständen in Kontakt gekommenen Böden und Gärten ergeben hat.

Somit sind im Hinblick auf die Ernte und die Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, Gemüse und Obst keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Aus Vorsorgesicht rät das LANUV, weiterhin Folgendes zu beachten:

  • Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten kann verzehrt werden, sollte aber vor dem Verzehr durch gründliches Waschen gesäubert bzw. geschält werden. Abfälle können kompostiert werden.
  • Gröbere Ablagerungen auf Gegenständen, befestigten Flächen, Rasen- oder Kinderspielflächen können aufgesammelt (bitte Handschuhe tragen) und über den Restmüll entsorgt werden.
  • Kindersandkästen, die keine sichtbaren Brandablagerungen aufweisen, können ohne weiteres benutzt werden. Sofern eine Verschmutzung erkennbar ist, sollte die obere Sandschicht entfernt bzw. ausgetauscht werden.

Für Informationen und Fragen stehen die Mitarbeiter der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz unter der Rufnummer 02371 /217-2941 während der Servicezeiten zur Verfügung. Weiterlesen

Nach Feuer in Barendorf: Auf Brandrückstände achten

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 24.09.18)

Nach dem Feuer, das gestern Abend im Bereich Barendorf in einem metallverarbeitenden Betrieb an der Baarstraße ausgebrochen war, konnte in den frühen Morgenstunden Entwarnung in Bezug auf den Brandrauch gegeben werden.

Wie in solchen Schadensfällen üblich, war auch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW – LANUV vor Ort und hat Messungen auf Schadstoffe in der Luft und im Barbach vorgenommen und Proben von Brandrückständen zur Analyse genommen.

Mit Blick auf die Brandrückstände, die mit der Rauchfahne in Richtung Iserlohner Innenstadt gelangt sind, gibt die Stadt Iserlohn den Bewohnern der Stadtteile Iserlohner Heide, Hombruch und Nußberg vorsorglich folgende Empfehlungen:

  • Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten gründlich zu waschen und ggf. zu schälen. Die Schalen können über den Restmüll entsorgt werden.
  • Oberflächen wie Fenster, Türen oder Kinderspielgeräte auf sichtbare Brandspuren zu untersuchen und ggf. mit Haushaltsreinigern zu säubern.
  • Brandrückstände können soweit möglich aufgesammelt (bitte Handschuhe tragen) und über den Hausmüll entsorgt werden.
  • Kindersandkästen sollten ebenfalls von Brandresten befreit und bis zur bis zum Vorliegen der Analyseergebnisse des LANUV nicht benutzt werden. Auch der unmittelbar in der Nähe des Brandortes gelegene Spielplatz in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf wurde gesperrt bis die Mulch-Schicht ersetzt und die Reinigung von Brandrückständen erfolgt ist.

Wie das LANUV mitteilt, werden die Ergebnisse der Probenanalyse voraussichtlich Ende dieser, Anfang nächster Woche vorliegen.

Für Informationen und Fragen stehen die Mitarbeiter der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz unter der Rufnummer 02371 /217-2941 während der Servicezeiten zur Verfügung.

Stand 24.09.2018, 13 Uhr

Christian Eichhorn, Leiter des Ressorts Sicherheit, Bürger, Feuerwehr und Leiter des städtischen Krisenstabes zieht eine positive Bilanz aus der gestrigen Nacht:

"Der umfangreich angelegte Einsatz der Feuerwehr Iserlohn, unterstützt durch Kräfte aus der Nachbarschaft, sorgte für eine schnelle, erfolgreiche Brandbekämpfung des havarierten Betriebes an der Baarstraße. Etwa 250 Einsatzkräfte wurden eingesetzt. 20 Feuerwehrangehörige wurden durch die Brandgase leicht verletzt. Sie wurden durch den Leitenden Notarzt vor Ort und später in umliegenden Krankenhäusern behandelt. In der Folge war ein Gefahrstoffeinsatz abzuarbeiten, zu dem das Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) hinzugerufen wurde.

Es wurden Proben aus dem Baarbach gezogen. Das Löschwasser wurde zurück gehalten und wird nun fachgerecht durch einen heimischen Entsorgungsunternehmer entsorgt.

Noch am späten Sonntagabend wurde der städtische Krisenstab einberufen, ein Bürgertelefon wurde im Rathaus eingerichtet und zunächst bis 1.30 Uhr in der Nacht und heute Morgen ab 8 Uhr betrieben. Lautsprecherdurchsagen wurden durch das Ordnungsamt in den Bereichen Barendorf, Iserlohnerheide und Hombruch durchgeführt, nachdem die Sirenen am frühen Abend zur Warnung der Bevölkerung ausgelöst worden waren. Die Feuerwehr unterbrach die laufenden Radiosendungen und sprach die Warnung für die Bevölkerung in das laufende Programm von Radio-MK ein.

Die Baarstraße konnte, nach einer bis in die Nacht andauernden Sperrung, rechtzeitig vor Einsetzen des Berufsverkehrs heute Morgen, wieder freigegeben werden."

Entwarnung in Bezug auf den Brandrauch konnte in den frühen Morgenstunden gegeben werden. Eichhorn verweist auf die Warn-App NINA, die für diesen Zweck zur Verfügung steht. NINA ist eine vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellte App für Smartphones, die dazu dient, der Bevölkerung wichtige bzw. dringende Warnmeldungen zukommen zu lassen. Sie ist die erste App, die zur Warnung der Bevölkerung in ganz Deutschland entwickelt wurde und eine Weckfunktion besitzt. Jeder Smartphon-Nutzer sollte diese App nutzen.

Um 14 Uhr am heutigen frühen Nachmittag wird das Bürgertelefon geschlossen. Danach steht die Abteilung Umwelt- und Klimaschutz als Ansprechpartner für weitere Rückfragen zum Schadenereignis unter der Telefonnummer 02371 / 217-2941 (während der Servicezeiten) zur Verfügung.

Stand 24.09.2018, 10 Uhr

Die Feuerwehr Iserlohn hat mitgeteilt, dass die Brandbekämpfung abgeschlossen ist. Die Brandursachenermittlung wurde aufgenommen. Das kontaminierte Löschwasser wird durch ein Entsorgungsunternehmen aufgenommen und entsorgt.

Ein Teil des Löschwassers war in den benachbarten Baarbach gelangt. Erste Messungen des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) ergaben einen erhöhten pH-Wert im Wasser des Baarbachs. Im weiteren Messverlauf normalisierten sich die Werte. Das LANUV hat Proben gezogen und untersucht diese.

Insgesamt 20 Feuerwehrleute klagten im Anschluss ihres Einsatzes über Übelkeit und Atemwegreizungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Das gestern Abend eingerichtete Bürgertelefon der Stadt Iserlohn, ist nach zwischenzeitlicher nächtlicher Unterbrechung wieder im Einsatz und bleibt bis auf Weiteres erreichbar. Dort stehen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Einsatz finden Sie auch auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Iserlohn. Bitte klicken Sie hier…

Stand: 24.09.2018, 1 Uhr:

Der Feuerwehreinsatz läuft weiter. Die Feuerwehr teilt mit, dass sich die Lage am Einsatzort stabilisiert hat. Das Feuer ist unter Kontrolle. Es werden im Laufe der Nacht noch Restlöscharbeiten durchgeführt.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen der Feuerwehr kann davon ausgegangen werden, dass die Baarstraße am Montagmorgen wieder freigegeben ist.

Die Feuerwehreinsatzleitung, die im halbstündigen Rhythmus Durchsagen über Radio MK schaltet, wird die endgültige Entwarnung über den Lokalsender bekannt geben.

Die zwischenzeitlich durchgeführten Luftmessungen haben keine Schadstoffbelastung ergeben. Eine Geruchsbelästigung besteht aber nach wie vor, sodass weiterhin empfohlen wird, Türen und Fenster geschlossen zu halten und Belüftungsanlagen abgeschaltet zu lassen.

Das Bürgertelefon, das seit 22 Uhr im Einsatz ist, wird für die Nachtstunden abgeschaltet. Es ist ab Montagmorgen 8 Uhr wieder besetzt und Mitarbeiter stehen für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Stand: 23.09.2018, 22 Uhr:

Im Bereich Barendorf in der Nähe der Historischen Fabrikanlage brennt ein an der Baarstraße gelegener metallverarbeitender Betrieb.

Feuerwehr und Polizei haben den Bereich Barendorf ab dem Abzweig Sümmern in Fahrtrichtung Innenstadt voll gesperrt.

Der Brandrauch zieht in Richtung Iserlohner Heide, Hombruch, Nußberg bis zur Innenstadt. Anwohner werden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. Die Feuerwehr führt in den genannten Bereichen zurzeit Luftmessungen durch.

Die Stadt Iserlohn hat ein Bürgertelefon unter der Nummer 02371 / 217-1234 eingerichtet.

Zudem finden Lautsprecherdurchsagen in den genannten Bereichen statt.

Sobald es etwas Neues gibt, werden wir Sie hier informieren.