Veranstaltungszentrum Alexanderhöhe

Sondersitzung des Rates: Verwaltung soll Betriebs- und Nutzungskonzept für Parkhallenersatz erstellen

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 24. Januar 2018)

„Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der vorgestellten Planungen ein Betriebs- und Nutzungskonzept für ein Veranstaltungszentrum Alexanderhöhe zu erarbeiten.“

Diesen Beschluss hat der Rat der Stadt Iserlohn gestern (23. Januar) mit großer Mehrheit in seiner Sondersitzung zum Thema weitere Vorgehensweise hinsichtlich des Baues einer neuen Veranstaltungshalle auf der Alexanderhöhe nach Schließung und Abriss der alten Parkhalle gefasst.

In der Sitzung stellte Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke erste Vorplanungen zu einem neuen Veranstaltungszentrum unter anderem mit Skizzen und Videoanimationen vor. Diese Vorplanungen hat das Bauressort auf der Basis des Ratsbeschlusses vom 24. Mai 2016 erarbeitet. Der sieht einen Anbau an das Parktheater als Ersatz für die Parkhalle vor. In diesem Anbau sollen gemäß aktueller Beschlusslage zusätzlich zu dem Raumprogramm des Parktheaters Veranstaltungen mit bis zu 1 000 Gästen in Stuhlreihen stattfinden können. Daneben sollen die notwendigen Nebenräume, die notwendigen Räume zur Vorbereitung und Präsentation von Speisen und Getränken, Lagerflächen für Technik und Mobiliar, WC-Anlagen und Garderobenbereiche mitgeplant werden.

Bei der Vorstellung der Vorplanungen in der gestrigen Ratssitzung wies der Stadtbaurat darauf hin, dass dieses Konzept neben den Synergieeffekten von Parktheater und Veranstaltungshalle erstmals eine Lösung für alle kritischen Bereiche insbesondere was Lärm und Verkehr für die Anwohner beträfe, beinhalte. Der Anbau wäre in Richtung Bahnhof ausgerichtet, darunter würden Parketagen gebaut. Im oberen Geschoss des Anbaus wäre eine Gastronomie denkbar mit Aussicht über die Stadt, die auch unabhängig von Veranstaltungen geöffnet werden könnte.

Nach Einschätzung der Verwaltung wird das Erstellen des Betriebs- und Nutzungskonzeptes als notwendige Voraussetzung für weitergehende Planungen rund ein Jahr in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen siehe Drucksache DS9/1238-1

So könnte das neue Veranstaltungszentrum auf der Alexanderhöhe aussehen:

Modellskizze Veranstaltungszentrum Alexanderhöhe
Modellskizze Veranstaltungszentrum Alexanderhöhe

Rat hat entschieden: Parkhallenkomplex wird abgerissen

Parkhalle Iserlohn

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 13. Dezember 2017)

Die Parkhalle mit Keglerheim und allen Nebengebäuden (Senator-Pütter-Saal, Restaurant Hacienda und Billard-Café) wird kurzfristig abgerissen. Diesen Beschluss hat der Rat der Stadt Iserlohn gestern (12. Dezember) in seiner Sitzung einstimmig gefasst. Wie schon berichtet, musste der Hallenkomplex in der letzten Woche aufgrund von Einsturzgefahr geschlossen werden. Die Kosten für den Abriss in einer voraussichtlichen Höhe zwischen 650 000 Euro und 800 000 Euro werden im Haushaltsplan 2018 veranschlagt.

Auf Antrag von CDU- und FDP-Fraktion wird es am 23. Januar eine Sondersitzung des Rates geben, in der die Verwaltung einen Sachstandsbericht zu den Abbrucharbeiten sowie eine Darstellung der weiteren Vorgehensweise hinsichtlich des Baues einer neuen Veranstaltungshalle geben soll.

Parkhallenkomplex aus Sicherheitsgründen geschlossen

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 5. Dezember 2017)

Der Parkhallenkomplex auf der Alexanderhöhe ist ab sofort geschlossen. Davon betroffen sind neben der Veranstaltungshalle auch das Restaurant Hacienda, das Keglerheim, das Billardcafé Pirates und der Senator-Pütter-Saal. Dies hat der Verwaltungsvorstand aus Verkehrssicherungsgründen in seiner heutigen Sitzung beschlossen.

Gestern fand die turnusmäßige statische Überprüfung der Halle durch einen  externen Sachverständigen statt. Dieser hat unter anderem Folgendes festgestellt:

"Dünnwandige Stahlprofile der Außenstützen sind in einigen Fußpunkten soweit weggerostet, dass sie nur noch in aufgelösten Fragmenten vorhanden sind. Es zeigen sich in der Fassade vertikale Bewegungen von bis zu 22 mm. Durch die Art der Aufhängung besteht die Gefahr, dass sich die Betonplatten lösen und aus der Fassade herausstürzen." Der Gutachter hat die sofortige Stilllegung des Hallenkomplexes empfohlen.

Bekanntlich wurde der Parkhallen-Komplex nach einem Brand im Jahr 1972 als Provisorium in einer Zeltkonstruktion in Leichtbauweise errichtet. Zwischen Hersteller und Bauherr wurde seinerzeit im Hinblick auf die billige Bauweise eine Nutzungsdauer von 20 Jahren schriftlich vereinbart. Mittlerweile steht das Bauwerk seit mehr als vierzig Jahren. Durch laufende Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen  wurde in den letzten Jahren immer wieder versucht, die weitere Nutzung des Hallenkomplexes zu ermöglichen.

Für den kommenden Montag wird Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens zu einer Besprechung der Fraktionsvorsitzenden einladen, um das weitere Vorgehen zu erörtern. Die Nutzer und Pächter der Halle wurden umgehend über die aktuelle Entwicklung informiert.

Ergänzende Informationen zur Schließung der Parkhalle:

Um allen Unsicherheiten vorzubeugen: Das Parktheater Iserlohn gehört nicht zur Parkhalle! Alle geplanten Veranstaltungen finden selbstverständlich statt, auch wenn die Parkhalle nur wenige Meter entfernt auf der Alexanderhöhe steht. Die kostenfreien Parktheater-Parkplätze und die Gastronomie im Parktheater sind ebenfalls nicht von der Schließung betroffen.