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Notfallsanitäter/in

Ausbildungs- und Berufsinhalte

Seit dem 1. Januar 2014 ist das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) in Kraft getreten. Der Beruf des Notfallsanitäters/ der Notfallsanitäterin wird den bisherigen Rettungsassistenten als höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst ablösen. Bisherige Rettungsassistenten können eine entsprechende Ergänzungsprüfung ablegen.

Die Stadt Iserlohn bietet diese Ausbildung seit dem 1. November 2016 an. In der Notfallsanitäterausbildung werden Theorie und Praxis besser verwoben. Es werden neue Qualitätsanforderung an die praktische Ausbildung und an die Schulen gestellt.

Diesen Beruf gibt es nicht nur im öffentlichen Dienst. Notfallsanitäter/innen werden in der Notfallrettung auf dem Rettungswagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) eingesetzt. Zudem kann der Einsatz auch auf dem Intensivtransportwagen (ITW), dem Rettungshubschrauber (RTH) und dem Intensivtransporthubschrauber (ITH) erfolgen. Neben der originären Tätigkeit im Rettungsdienst eröffnet die Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in ebenfalls die Möglichkeit in Notaufnahmen, Intensivstationen oder OP-Abteilungen von Krankenhäusern zu arbeiten.

Die praktische Ausbildung erfolgt in Lehrrettungswachen und Krankenhäusern, die theoretische Ausbildung in der AGewiS (Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren) in Gummersbach. Nähere Informationen zur AGewiS erhalten Sie hier: www.agewis.de

 § 4 NotSanG (Ausbildungsziel)

(1) […]

(2) Die Ausbildung nach Absatz 1 soll insbesondere dazu befähigen,

1. die folgenden Aufgaben eigenverantwortlich auszuführen:

a) Feststellen und Erfassen der Lage am Einsatzort und unverzügliche Einleitung notwendiger allgemeiner Maßnahmen zur Gefahrenabwehr,

 b) Beurteilen des Gesundheitszustandes von erkrankten und verletzten Personen, insbesondere Erkennen einer vitalen Bedrohung, Entscheiden über die Notwendigkeit, eine Notärztin oder einen Notarzt, weiteres Personal, weitere Rettungsmittel oder sonstige ärztliche Hilfe nachzufordern, sowie Umsetzen der erforderlichen Maßnahmen,

 c) Durchführen medizinischer Maßnahmen der Erstversorgung bei Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz und dabei Anwenden von in der Ausbildung erlernten und beherrschten, auch invasiven Maßnahmen, um einer Verschlechterung der Situation der Patientinnen und Patienten bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung vorzubeugen, wenn ein lebensgefährlicher Zustand vorliegt oder wesentliche Folgeschäden zu erwarten sind,

 d) angemessenes Umgehen mit Menschen in Notfall- und Krisensituationen,

 e) Herstellen und Sichern der Transportfähigkeit der Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz,

 f) Auswählen des geeigneten Transportzielortes sowie Überwachen des medizinischen Zustandes der Patientinnen und Patienten und seiner Entwicklung während des Transports,

 g) sachgerechtes Übergeben der Patientinnen und Patienten in die ärztliche Weiterbehandlung einschließlich Beschreiben und Dokumentieren ihres medizinischen Zustandes und seiner Entwicklung,

 h) Kommunizieren mit am Einsatz beteiligten oder zu beteiligenden Personen, Institutionen oder Behörden,

 i) Durchführen von qualitätssichernden und organisatorischen Maßnahmen im Rettungsdienst sowie Dokumentieren der angewendeten notfallmedizinischen und einsatztaktischen Maßnahmen und

 j) Sicherstellen der Einsatz- und Betriebsfähigkeit der Rettungsmittel einschließlich Beachten sowie Einhalten der Hygienevorschriften und rechtlichen Arbeits- und Unfallschutzvorschriften,

2. […]

3. [....]

Das Bild zeigt Ausbildungskräfte der Stadt Iserlohn

Einstellungstermin

  • 1. November

Voraussetzungen gemäß § 8 NotSanG

  • Fachoberschulreife oder
  • Hauptschulabschluss mit mind. zweijähriger erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung
  • gesundheitliche Eignung zur Ausführung des Berufes

Rahmenbedingungen

  • Ausbildungsdauer 3 Jahre
  • 8 Schulblöcke mit 1.920 Stunden als theoretisch-praktischer Unterricht
  • 1.960 Stunden praktische Ausbildung an Lehrrettungswachen
  • 720 Stunden praktische Ausbildung in Krankenhäusern
  • Ausbildungsvertrag nach TVAöD-Pflege
  • Abschlussprüfung: schriftlich, praktisch und mündlich
  • Schulgebühren werden übernommen

Vergütung

  • 1.140,69 €
  • 1.202,07 €
  • 1.303,38 €