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Eröffnung der Ausstellung Verführung und Vergänglichkeit – (Stadt-)Ansichten des Iserlohners Paul Kühlmann

Verführung und Vergänglichkeit – (Stadt-)Ansichten des Iserlohners Paul Kühlmann
Verführung und Vergänglichkeit – (Stadt-)Ansichten des Iserlohners Paul Kühlmann

Verführung und Vergänglichkeit liegen nahe beieinander. Denn zu verführen vermag der Augenblick, das Gegenwärtige, das nach einem kurzen Moment schon Vergangene. Städte, bestehend aus Straßen, Plätzen und Gebäuden, mögen statisch erscheinen – doch sie sind stetig vom Wandel, der Weiterentwicklung und auch dem schleichenden wie plötzlichen Verfall gezeichnet. Mit eben jener Veränderung seiner Stadt hat sich der Iserlohner Maler Paul Kühlmann beschäftigt. Seine Skizzen, Zeichnungen und Gemälde zeigen das charakteristische „Alt-Iserlohn“ mit seinen verwinkelten Gassen und eng aneinandergeschmiegten Häuschen. Nicht die markanten und repräsentativen Gebäude, sondern die versteckten Orte in kleinen Nebenstraßen faszinierten den Autodidakten als das eigentliche, ursprüngliche und typische Iserlohn.

Das Stadtmuseum Iserlohn hat 2017 den künstlerischen Nachlass des Iserlohner Malers Paul Kühlmann (1890–1974) als Dauerleihgabe übernommen. Seine Stadtansichten von Alt-Iserlohn sind nun zum ersten Mal seit 1985 in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen. Erstmals wird auch die von Kühlmann selbst als „pornographische Sammlung“ bezeichnete Serie von Zeichnungen junger Frauen gezeigt. Mit scharfem Blick skizzierte er als junger Mann die emanzipierte Frau der frühen Zwanzigerjahre – allerdings nicht ohne Voyeurismus. Seine knappen und doch aussagekräftigen Skizzen sind geleitet von der Faszination für den Blick unter den Rock, den mal die Frau selbst, mal ein Windstoß freigibt. Das Strumpfband ist der rote Faden, der die „pornographische Sammlung“ durchzieht und gleichzeitig auf die Emanzipation der Frauen nach dem Ersten Weltkrieg anspielt. Die Verführung der Frauen ist zugleich eine Karikatur männlicher Begierde und das Spiel der Geschlechter weitaus komplexer als der erste Blick vermuten lässt.

Herzlichen laden wir Sie und Ihre Freunde ein zur Eröffnung der Ausstellung.

Es sprechen:

Dr. Sandra Hertel, Leiterin der Städtischen Museen Iserlohn
Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Iserlohn
Claudia Eckart-Schiffer, Enkelin des Künstlers


Termine

Donnerstag, 23.01.2020 19:30 - 21:30 Uhr

Preise

Eintritt frei

Veranstalter

Stadtmuseum Iserlohn
Fritz-Kühn-Platz 1
58636 Iserlohn

Telefon: 02371/217-1960
Telefax: 02371/217-1965
E-Mail des Veranstalters
Webseite des Veranstalters


Veranstaltungsort

Stadtmuseum Iserlohn
Fritz-Kühn-Platz 1
58636 Iserlohn

Telefon: 02371/217-1960 bis -1964
Telefax: 02371/217-1965
E-Mail des Veranstaltungsorts
Webseite der Veranstaltungsorts
Öffnungszeiten

 



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