Stadtentwicklung vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert

Die Stadt im Mittelalter

Ausschlaggebend für die Verleihung der Stadtrechte (eine genaue Datierung ist nicht möglich) werden neben wirtschaftlicher und kirchlicher Bedeutung vor allem territorialpolitische Gesichtspunkte gewesen sein. Die befestigte Stadt Iserlohn wurde im 13. Jahrhundert auf dem Bilstein, oberhalb des vermuteten ehemaligen Siedlungskerns um die Pankratiuskirche, angelegt. Die strategisch günstige Position trug zur Sicherheit der Grafschaft Mark gegen die angrenzenden kölnischen, arnsbergischen und isenburg-limburgischen Hoheitsgebiete bei. Der Mauerbering war durch fünf Stadttore unterbrochen: Kirchpforte, Mühlentor, Wermingser Tor, Unnaer Tor und Westertor.

Bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts diente Iserlohn als Münzprägestätte der Grafen von der Mark. Mit der Stadtwerdung war das Recht der Selbstverwaltung verbunden. Der gewählte Rat, in der Regel aus Angehörigen der städtischen Oberschicht gebildet, hatte die Stadt zu verwalten und ihre politischen, wirtschaftlichen und juristischen Interessen wahrzunehmen. Die Bürger waren von der allgemeinen Dienstpflicht dem jeweiligen Landesherrn gegenüber befreit, mussten jedoch zum Schutz der Stadt an Wehr-, Wach- und Feuerlöschdiensten teilnehmen.

Eine sehr dichte Bebauung innerhalb der Stadtmauern in Verbindung mit schlechten hygienischen Bedingungen führte zu Seuchen, die man durch Isolierung der Kranken außerhalb der Stadtmauern einzudämmen versuchte. Wie viele andere Städte war auch Iserlohn wiederholt von verheerenden Stadtbränden betroffen.

Urkundlich gesichert wird Iserlohn im Jahr 1278 "oppidum" (=Stadt) genannt
Urkundlich gesichert wird Iserlohn im Jahr 1278 "oppidum" (= Stadt) genannt
Mittelalterliche Münzen aus Iserlohn
Mittelalterliche Münzen aus Iserlohn
Mehrere große Brände zerstörten die Stadt zum Teil völlig
Mehrere große Brände zerstörten die Stadt zum Teil völlig
Haushaltsgefäße aus dem Mittelalter
Haushaltsgefäße aus dem Mittelalter
Plan der mittelalterlichen Stadt
Das Stadtmodell zeigt Iserlohn um 1700

Iserlohn im 19. Jahrhundert

Bergschäden der Gebäude in der Lehmkuhle
Bergschäden im Bereich der Lehmkuhle, Ende 19. Jh.

Iserlohn im 20. Jahrhundert

Die Schwerpunkte:

  • Nationalsozialismus
  • Luftschutzstollen Altstadt
  • Jüdische Gemeinde
  • Iserlohn nach 1945
  • Eva S. - Ein Flüchtlingsschicksal
  • Britische Besatzung
  • Musikhaus Muck
Ausstellungsschwerpunkt Nationalsozialismus
Ausstellungsschwerpunkt Nationalsozialismus
Ausstellungsschwerpunkt Iserlohn nach 1945
Ausstellungsschwerpunkt Iserlohn nach 1945
Ausstellungsschwerpunkt Iserlohn nach 1945
Ausstellungsschwerpunkt Iserlohn nach 1945
Ausstellungsschwerpunkt Musikhaus Muck
Ausstellungsschwerpunkt Musikhaus Muck