Vereinswesen

Vereine entstanden seit dem späten 18. Jahrhundert. Sie dienten sowohl der Geselligkeit, Belehrung und Bildung als auch sozialen Zwecken. Von der ‘Obrigkeit’ wurden sie im allgemeinen geduldet oder auch gefördert. Als ältester Verein in Iserlohn gilt der Iserlohner Bürger-Schützen-Verein (IBSV), der seine Gründung auf das Jahr 1705 zurückführt.
Mit der Aufnahme oppositionellen, liberalen oder demokratischen Gedankenguts wurden die Vereine zum Ziel staatlicher Repressalien. Die Turnbewegung F. L. Jahns wurde 1819 verboten, da diese mit dem Ziel allgemeiner Körperertüchtigung auch die Vorstellung eines geeinten Deutschlands verband. Erst in den 1840er Jahren durften neue Turnvereine gegründet werden. Sie fanden nun auf großen Turnfesten einen Freiraum, um nationale und demokratische Ideen zu verbreiten.
Auch in Iserlohn schloss sich 1846 ein Turnverein zusammen.
Einer breiten Öffentlichkeit zugänglich waren auch die Gesangsvereine, wie z. B. der “Männerchor Iserlohn 1851". Dem Wunsch nach Einheit der Nation trugen die Gesangsvereine durch Verbreitung nationalen Liedgutes auf großen Sängerfesten Rechnung.
Die Schützenvereine nahmen oppositionelle Gedanken eher in gemäßigter Form auf. Die nationalen Ideen fanden ihre politische Formation im Deutschen Reich von 1871. Obwohl damit die demokratischen Vorstellungen nicht verwirklicht waren, verlor ein Großteil der Vereine seine politische Farbe.

Gaststätten - auch ein Treffpunkt für viele Vereine
Historische Fahnen von Iserlohner Vereinen
Informationstafel der Theatergemeinde Iserlohn