Luftbild Barendorf

ART TO TAKE - Kleine Kunstmesse

Das Ambiente der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf bietet eine hervorragende Atmosphäre für aktuelle Kunst und ist seit mittlerweile über 15 Jahren Standort der ART TO TAKE – Kleine Kunstmesse .
Jahr für Jahr finden sich dort erneut Künstler und Künstlerinnen ein, um gemeinschaftlich Bilder, Graphiken und Objekte zu präsentieren. Die Ausstellungen der ART TO TAKE werden von den Teilnehmern in Eigenregie aufgebaut und sind gewissermaßen eine Produzentengalerie auf Zeit. Das Besondere für die Besucher: Neben der Gemeinschaftsausstellung werden auch jeweils kleine Einzelpräsentationen der beteiligten Künstler geboten. Hier können Besucher auf Entdeckungsreise gehen, stöbern, in Mappen blättern und mit den Künstlern und Künstlerinnen ins Gespräch kommen. Nicht zuletzt kann hier, entsprechend des Ausstellungstitels, das tragbare Format erworben werden: „Kunst zum Mitnehmen“.

In diesen Jahr werden vier Künstler und Künstlerinnen ihre Arbeiten präsentieren:

Für die Außenanlage der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf hat die Stadt Iserlohn 2018 eine Arbeit der Künstlerin Angelika Summa angekauft. Angelika Summa, u.a. mit dem Kulturpreis der Stadt Würzburg ausgezeichnet, ist seit 1986 international tätig und vor allem durch ihre häufig kugelförmigen Metallskulpturen  bekannt geworden. Die Kugel als vermeintlich perfektes geometrisches Gebilde  thematisiert  Angelika Summa auf vielfache und immer wieder überaschend neue Art und Weise. Während der ART TO TAKE zeigt sie Kleinplastiken aus Draht. Mal dicht verflochten, mal zart und raumgreifend, erscheinen sie wie Skizzen oder Zeichnungen. „Ihr Interesse gilt dreidimensionalen  Strukturen, die sich in einfachen Formen ausbreiten. Diese lockeren, räumlichen Geflechte aus gesammelten industriell vorgefertigten Drähten, Rohren, Bändern oder Seilen aus Metall, rhythmisieren einen Raum, dessen Grenzen unscharf umwuchert bleiben.“ (Markus Döbele, Galerist).
www.angelika-summa.de

Joachim Stracke studierte u.a. an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschüler bei Rissa. Er  hat zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland  realisiert.
Zur ART TO TAKE zeigt er eine Auswahl von Arbeiten auf Papier der offenen Serien „shunga/loop“ und „es vedrà“. In beiden Folgen werden die früher bildbestimmenden, technisch anmutenden Versatzstücke seiner u.a. durch die Ausstellung in der Villa Wessel (Iserlohn) bekannt gewordenen Serie „dingetum“, durch neue figurative Inhalte ersetzt. Die jeweils in anderen Zusammenhängen in Erscheinung tretende Kreisform ist das Element, das alle Farbstiftzeichnungen, Mischtechniken und Grafiken verbindet. So ist „es vedrà“ der Name einer kleinen Insel vor Ibiza. Dieser Felsen wird in den Kompositionen zum Synonym für jede Insel, für einen Sehnsuchtsort, eben für einen Ort, der nicht ohne weiteres zu erreichen ist. Innerhalb der Reihe bildet die Vedrà, die fortwährend vom gleichen Standpunkt aus gesehen wird, den gegenständlichen, sofort wiedererkennbaren Halt für den Betrachter. www.joachim-stracke.com

Seit mehr als 20 Jahren gilt das Interesse des Iserlohner Künstlers Franz-Josef Gärtner, der von 1980 -2009 Kunsterzieher am Gymnasium An der Stenner in Iserlohn war, besonders dem Menschen. Traten in seinen frühen Arbeiten meist einzelne menschliche Figuren in Erscheinung, so sind es in den letzten Jahren verstärkt Figurengruppen, kleinere Menschengruppen, welche in Räumen sichtbar werden, die durch die Vielzahl der Farbnuancen Leichtigkeit und Unbegrenztheit vermitteln. In der figürlichen Arbeitsweise gilt das Interesse des Künstlers nicht einer reinen Abbildung oder anatomischen Detailgenauigkeit. Sein Interesse ist vielmehr, menschliche Gefühlszustände durch Abstraktion darzustellen. Die hellen oder dunklen Bildfiguren verlieren ihre Körperlichkeit und Schwere, es sind Menschen, die sich in ihrer gedanklichen, geistigen und gefühlten Wirklichkeit mitteilen. Die Bilder von Franz-Josef Gärtner entziehen sich dem schnellen begreifenden Zugriff. Dem Betrachter wird viel Spielraum gegeben, um eigene Gedanken, Erlebnisse, Erinnerungen und Gefühle in die Bilder einzubringen und sie so noch persönlicher zu erleben. www.franz-josefgaertner.de

In den Arbeiten von Angelika M. Schäfer (Iserlohn) erhalten Nadeln Raum, Bilder zu malen. Wiederkehrende Reihungen aus Fäden, Nadeln und Lochspuren erinnern an die strukturelle Ordnung des textilen Gewebes oder an Wörter, Texte und Textbilder. Die Nadeln werden aus ihrem traditionellen praktischen Gebrauchsumfeld in einen neuen  Kontext gesetzt. Sie sind nicht Werkzeug, sondern Mittel mit starker Ausdruckskraft. Der althergebrachte Funktionszusammenhang jedoch bleibt spürbar, wenn die Nadeln gewebte Stoffe oder Papier durchdringen oder als materialisierte Linien Muster werden und Schatten werfen. Die Affinität zur Nadel, wie zu den textilen Materialien, wurzelt in der ursprünglichen beruflichen Tätigkeit der Künstlerin als ausgebildete Bildweberin und Textildesignerin. Mit dem Griff zur Nadel offenbart sich aber auch auf besondere Weise die Verbundenheit der gebürtigen Siegenerin mit ihrer Wahlheimat Iserlohn, wo seit über 300 Jahren die Nadelfabrikation ansässig ist. www.nadelobjekte.de
 
Die ART TO TAKE wird am Donnerstag, 31. Oktober 2019, um 19.00 Uhr von Michael Scheffler, stellvertretender Bürgermeister, eröffnet. Die einführenden Worte spricht Frau Dr. Sandra Hertel, Leiterin der Städtischen Museen Iserlohn.
An den folgenden Tagen, Freitag 1., Samstag 2. und Sonntag 3. November, ist die Ausstellung von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Das Bild zeigt das Logo der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf

Baarstraße 220 - 226
58636 Iserlohn
Tel. 02371/217-1960 bis -1964
Fax 02371/217-1965
museum(at)iserlohn.de

ART TO TAKE