Herzlich willkommen auf der Homepage der Städtischen Museen Iserlohn

Aktuelle Information

Der Besuch der Museen ist nur noch für geimpfte und genesene Personen möglich. Bitte führen Sie einen entsprechenden Nachweis bei sich und zeigen Sie ihn unaufgefordert vor. Kinder bis einschließlich 15 Jahren sind von der 2G-Regel ausgenommen, sie müssen aber einen Schülerausweis mitführen.

Bitte beachten Sie, dass in den Innenräumen eine medizinische Mund-Nasen-Maske vorgeschrieben ist, ebenso bei Führungen im Außenbereich der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf.

Der Weihnachtsmarkt 2021 in Barendorf wird stattfinden!

Ein Besuch des Marktes ist nur mit einem gültigem 2G-Nachweis (geimpft, genesen) möglich. Das genaue Hygienekonzept finden Sie hier.

Termine: 4./5. Dezember 2021 und 11./12. Dezember 2021

Objekt des Monats Dezember

Das Goldene Hildesheimer Kalendarium

Mitte des 13. Jahrhunderts entstand im Benediktinerkloster St. Michael in Hildesheim das sogenannte „Goldene Hildesheimer Kalendarium“. Es besteht aus lediglich 5 Blättern und war ursprünglich Teil einer als verloren geltenden liturgischen Handschrift.

Die hier vorgestellten Seiten zeigen eine der beiden Miniaturen sowie die Kalenderspalten Januar und Februar. Das im Januar platzierte, sonst dem Dezember zugeordnete Tierkreiszeichen des Steinbocks und die Verschiebung aller weiteren Tierkreismedaillons wird als einer der Belege angesehen, dass der Kalender des sogenannten „Stammheimer Missale“ bei der Ausgestaltung als Vorbild diente.

Eine weitere Besonderheit offenbart sich bei der Darstellung Marias und ihre neugeborenen Kindes in der Geburtsszene im Stall zu Bethlehem. Maria ignoriert alle Anwesenden – und es sind einige, die auf dem kleinen Bild drängeln müssen – und sieht stattdessen nur ihrem Sohn in die Augen. Ihre rechte Hand berührt sein Kinn, ein aus dem mittelalterlichen Minnewesen bekannter Gestus unter Verliebten.

Mit roter Schrift sind Heiligenfeste eingetragen, die in der Diözese Hildesheim von besonderer Bedeutung waren. Im 14. Jahrhundert, als sich die Handschrift nachweislich im Damenstift Quedlinburg befand, wurden zusätzlich in kleiner schwarzer Schrift die Todestage bedeutender Mitglieder des sächsischen Kaiserhauses eingetragen, ebenso wie die ihrer Frauen und Töchter.

Unabhängig von ihrem ideellen Wert wurden nach der Reformation auch liturgische Texte aufgrund ihres reinen Materialwertes häufig anderen Nutzungen zugeführt. Wem das Kalendarium mit den beiden vor- und nachgestellten Miniaturen erhaltenswert genug erschein, um es vor einem solchen Seite-für-Seite-Recycling zu bewahren, ist bis heute unbekannt.

 

In drei markanten denkmalgeschützten Räumlichkeiten wird die vielfältige Kultur-, Industrie- und Stadtgeschichte Iserlohns hautnah erlebbar:

  • Eines der bedeutendsten Barockgebäude Iserlohns beherbergt das Stadtmuseum.
  • Der ehemalige Adelssitz Haus Letmathe präsentiert im Obergeschoss eine Ausstellung zur Alltags- und Handwerksgeschichte.
  • Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf gilt mit dem Nadelmuseum und der Haarnadelfabrik als bedeutender industriekultureller Standort und ist zudem als Künstlerdorf weit über die Grenzen Iserlohns bekannt.

Weiterhin betreut das Stadtmuseum den ehemaligen Luftschutzstollen Altstadt am Fritz-Kühn-Platz, unterhalb der Obersten Stadtkirche.


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