Konferenz "Gemeinsam für Flüchtlinge" am 23. April 2015

Das Bild zeigt v.l. Gaby Iserloh (Dekanat Märkisches Sauerland), Superintendentin Martina Espelöer (Evangelischer Kirchenkreis Iserlohn), Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Pfarrer Martin Wehn, (theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr)

Am Donnerstag, 23. April 2015, fand im Iserlohner Rathaus eine Konferenz zur ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit statt.

Gaby Iserloh vom Dekanat Märkisches Sauerland, Superintendentin Martina Espelöer vom Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn, Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Pfarrer Martin Wehn als theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr sowie Heidrun Schulz-Rabenschlag, Fachbereichsleiterin Soziale Dienste der Diakonie Mark-Ruhr (im Bild v.l.n.r.) konnten rund 30 Vertreter aus Politik und Kirche begrüßen.

Konferenz "Gemeinsam für Flüchtlinge" möchte das ehrenamtliche Engagement stärken

(Pressemitteilung des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn vom 23. April 2015)

Zur Konferenz "Gemeinsam für Flüchtlinge" kamen am Donnerstag, 23. April 2015, rund 30 Vertreter aus den Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenkreises sowie Vertreter aus den Städten und Gemeinden, der Diakonie Mark-Ruhr und der katholischen Kirche im Ratsaal der Stadt Iserlohn zusammen, um über eine besser Betreuung von Flüchtlingen zu beraten. Wie aber kann diese gelingen? Das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen ist hierbei ein wesentlicher Baustein. Um hierfür Menschen zu gewinnen und zu qualifizieren, haben sich die Teilnehmer darauf verständigt, einen Workshop-Tag anzubieten.

Dieser Workshop soll Menschen unter anderem in den Themen Patenschaften, Aufbau und Organisation von Flüchtlingshilfen oder deren Finanzierungen informieren. Zielgruppe sind alle Interessierte, insbesondere Ehrenamtliche in Kirchengemeinden. Geplant ist der Workshop zwischen den Sommer- und Herbstferien. Wo der Workshop stattfinden wird, ist bislang noch nicht kar. Die VHS hat bereits ihr Interesse signalisiert.

Die Referenten des Workshops sind Mitglieder des Flüchtlingsnetzwerks Iserlohn, das seine Arbeit auf der Konferenz vorstellte. Das Flüchtlingsnetzwerk hat sich vor einem Jahr gegründet. In ihm arbeiten derzeit rund 100 Ehrenamtliche, die Patenschaften für Flüchtlinge übernehmen, ihnen bei Umzügen, Behördengängen und bei ganz alltäglichen Problemen weiterhelfen. Von diesem Wissen sollen auch andere Städte und Kommunen profitieren.

Zudem will sich der Evangelische Kirchenkreis am Ausbau des Flüchtlings-App der Stadt Iserlohn beteiligen. Nutzer sollen mit dieser Stadtapp schnell und einfach Hilfsangebote für Flüchtlinge finden können.

Vorgestellt wurde auch eine mobile Flüchtlingsberatung der Diakonie Mark-Ruhr für die Städte und Kommunen, die keine eigenen Beratungsstellen vorhalten können. Die finanziellen Mittel für dieses Programm stellt das Land NRW auf der Basis der zugewiesenen Flüchtlinge zur Verfügung, erklärte Frau Heidrun Schulz-Rabenschlag von der Diakonie Mark-Ruhr. Weitere Fördermittel stellt die Evangelische Kirche von Westfalen für die Fortbildung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen bereit sowie das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

"Wir sind heute hier zusammengekommen, um die Willkommenskultur konkret zu stärken", erklärt Superintendentin Martina Espelöer. "Mit der Konferenz haben wir für die Region eine Initialzündung gegeben verbunden mit dem Appell: Vieles ist möglich vor Ort, um der Welt in dieser schwierigen Situation ein menschliches Gesicht zu geben". Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der mit der Konferenz ins Iserlohner Rathaus einlud, bekräftigt: "Wir dürfen nicht aufhören, nach Konzepten zu suchen, um gemeinsam eine Willkommenskultur zu entwickeln - in den Rathäusern wie auch in den kirchlichen und sozialen Einrichtungen, den Wohlfahrtsverbänden und mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern".

An diesem Netzwerk möchte auch die katholische Kirche mitwirken, unterstrich Gaby Iserloh vom Dekanat Märkisches Sauerland, und plädiert für eine Vernetzung mit weiteren Institutionen und Einrichtungen in der Region. Und Pfarrer Martin Wehn, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, sieht in der Vernetzung der verschiedenen Akteure und Partner in den Städten und Kommunen des Evangelischen Kirchenkreises eine Chance, auch zu "einer zügigen Integration, ja besser noch Inklusion von Flüchtlingen" zu kommen.

Das Bild zeigt die Teilnehmer der Konferenz "Gemeinsam für Flüchtlinge".
Die Teilnehmer der Konferenz „Gemeinsam für Flüchtlinge“, die am 23. April 2015 im Ratssaal der Stadt Iserlohn zusammengekommen sind, möchten die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit stärken.