Zauberhafter Sonnenschein auf grünen Baumkronen im Wald

Mobilfunkausbau

Allgemeine Informationen

Mobilfunk und Kommunale Abstimmung - Mobilfunkvereinbarung

Die im Jahr 2001 geschlossene Mobilfunkvereinbarung zwischen kommunalen Spitzenverbänden und Mobilfunkvertretern wurde 2020 aufgrund des  Aufbaus des Netzes zu 5G fortgeschrieben. Die Übereinkunft stellt den Informationsfluss zwischen Kommune und Unternehmen sicher und gewährleistet eine direkte Beteiligung der Kommunen beim Netzausbau. Kern der Mobilfunkvereinbarung ist der schnelle und gesundheitsverträgliche Ausbau der Mobilfunktechnik auf Grundlage der jeweils aktuellen technischen Standards.

Information zu neuen Sendeanlagen

Neben der Möglichkeit der Datenabfrage über die Bundesnetzagentur informieren die Mobilfunkbetreiber in freiwilliger Selbstverpflichtung  über die geplanten Suchkreise für neue Mobilfunkstandorte. Zusätzlich erfolgt eine Information über die Erweiterung bestehender Standorte um LTE oder 5G.

Informationsdatenbank zu Standorten

Für den Bürger besteht mittlerweile die Möglichkeit, sich über die Bundesnetzagentur beim Informationszentrum für Mobilfunk bestehende Standorte in einer Kartendarstellung über eine Adresssuche anzeigen zu lassen (https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/Funktechnik/EMF/start.html).

Darüber hinaus können kommunale Verwaltungen und deren entsprechenden Fachbehörden über das sogenannte EMF-Datenportal Einsicht  in die Standortbescheinigung von Mobilfunkstandorten nehmen. Generell werden die Standortbescheinigungen lediglich für Anlagen mit einer äquivalenten isotropen Strahlungsleistung von 10 Watt und mehr erforderlich und nur erteilt, wenn Grenzwerte – auch unter Berücksichtigung bereits vorhandener Standorte – eingehalten werden. Nur wenn  sich innerhalb der von der Bundesnetzagentur festgelegten Sicherheitsabstandes keine Personen aufhalten können, darf der Betreiber die Funkanlage in Betrieb nehmen. Da beispielsweise die neuen vorangetriebenen „Small Cells“ mit einer niedrigen Sendeleistung von kleiner 10 Watt EIRP arbeiten, bedürfen sie keiner Genehmigung durch die Bundesnetzagentur (BNetzA). Die Inbetriebnahme dieser Standorte wird jedoch der BNetzA angezeigt.

5G Ausbau

Der Ausbau des Mobilfunknetzes mit 5G ist dadurch geprägt, dass nicht nur neue Funkmasten bzw. die Erweiterung bestehender Funkmasten benötigt werden, sondern kleine Netzstrukturen aufgebaut werden. Eine Schlüsseltechnik sind kleine Funkstationen mit geringer Sendeleistung und kürzeren Reichweiten als klassische Mobilfunkstationen, sogenannte „Small Cells“. Die Small Cells werden vermehrt in urbanen Bereichen errichtet, wogegen LTE (bei 800 Mhz) und neu auch 5G (bei 700 MHz als freigewordene Frequenz aus den DVBT-Sendern) im ländlichen Bereich gebaut wird, weil hier eine höhere Reichweite und damit bessere Netzabdeckung erreicht werden kann.

Mobilfunk und Gesundheit – 5G

Das Bundesamt für Strahlenschutz verfolgt und bewertet kontinuierlich die einschlägigen internationalen und nationalen Veröffentlichungen in anerkannten wissenschaftlichen Journalen. Zum Thema 5G Ausbau und deren gesundheitlicher Relevanz hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) jetzt in einer neuen Publikation die 5. Mobilfunkgeneration, der Weiterentwicklung von 3G und 4G,  aus Strahlenschutzsicht bewertet. Das BfS beleuchtet, ob es gesundheitsschädigende Effekte durch Mobilfunk generell und durch 5G im Speziellen gibt.  Insbesondere werden die Fragen nach der jetzigen Exposition durch elektromagnetische Felder sowie deren Veränderungen durch 5G ebenso betrachtet. Die Publikationen können unter ff. Adresse heruntergeladen werden:

https://www.informationszentrum-mobilfunk.de/artikel/5g-und-strahlenschutz

und https://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/broschueren/emf/standpunkt-5g.html

Leitlinien der Stadt Iserlohn zur Aufstellung von Mobilfunksendeanlagen

Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung am 27.09.2005 Leitlinien zur Aufstellung von Mobilfunksendeanlagen beschlossen, um eine bessere Koordinierung im Sinne des Informationsaustausches mit den Bürgern zu erzielen.

  1. Die Öffentlichkeit wird über Suchareale für neue Standorte von Mobilfunksendeanlagen über den Umweltausschuss und das Internet informiert.

    Erklärung: Suchareale von Sendeanlagen werden öffentlich bekannt gegeben. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen dabei keine Rückschlüsse auf Grundstücke gezogen werden. Die gezielte Abstimmung findet innerhalb des Arbeitskreises der Verwaltung mit den Betreibergesellschaften statt.

  2. Die Gebäude von Kindertagesstätten und Grundschulen werden für den Ausbau von Mobilfunksendeanlagen ausgeschlossen. Bestehende Verträge mit Mobilfunkbetreibergesellschaften werden nicht verlängert.

    Erklärung: Die Einrichtungen, in denen sich Kinder aufhalten, die in der Regel selber noch nicht mit dem Handy telefonieren, werden künftig nicht mehr für den Mobilfunkausbau zur Verfügung gestellt.

  3. Im Nahbereich (Radius mindestens 100 m - gegebenenfalls abhängig von der Höhe der Sendeanlage - höchstens 200 m) von Kindertagesstätten und Grundschulen muss vor der Zustimmung zum Ausbau einer Mobilfunkanlage eine Immissionsprognose von der Betreibergesellschaft vorgelegt werden.

    Erklärung: Um dem Vorsorgegedanken Rechnung zu tragen, muss für neu zu errichtende und bestehende Mobilfunkstandorte im Nahbereich von Kindertagesstätten und Grundschulen eine Einzelfallentscheidung getroffen werden. Die Immissionsprognose dient dabei der realistischen Abschätzung der Exposition mit elektromagnetischen Feldern. Die Entscheidung zur Aufstellung von Mobilfunksendeanlagen im Nahbereich der oben genannten Einrichtungen wird innerhalb des verwaltungsinternen Arbeitskreises getroffen. In kritischen Fällen findet eine Abstimmung durch den Umweltausschuss statt.

  4. Die Stadt Iserlohn stellt geeignete eigene Grundstücke und Gebäude für den Mobilfunkausbau zur Verfügung.

    Erklärung: Die Stadt Iserlohn verfügt über eine große Anzahl von Liegenschaften und Gebäuden, die nach jeweiliger Prüfung für den Ausbau von Mobilfunksendeanlagen geeignet sind. Für die Mobilfunkkoordinierung ist die Möglichkeit der Bereitstellung eigener Liegenschaften, die sich zum Beispiel aufgrund ihrer Exposition hervorheben, unverzichtbar.

  5. Bei Bedarf werden "Runde Tische" mit Bürgerinnen und Bürgern zu Mobilfunkanlagen geführt.

    Erklärung: Die Moderation von "Runden Tischen" zur Aufstellung einzelner Sendeanlagen ist ein geeignetes Mittel des Informationsaustausches. Die Verwaltung versteht sich dabei als Schnittstelle zwischen Bürgern und Mobilfunkbetreibern. Die Gespräche dienen der sachlichen Auseinandersetzung und der direkten Kommunikation zur Lösung von Konflikten. Die Verwaltung wird beauftragt, alle notwendigen Schritte einzuleiten, die für eine frühzeitige und ausführliche Unterrichtung der Bevölkerung unverzichtbar sind. 

Suchkreise für Mobilfunkstandorte

Neue Standorte in Refflingsen/Leckingsen und Drüplingsen Stand Januar 2020

Die Betreibergesellschaft Telekom sucht zwei neue Mobilfunkstandorte im Bereich Schirrnbergstraße in Iserlohn Leckingsen (siehe Karte)  und in Drüpplingsen (siehe Karte). Der Suchkreis wurde mit ca. 350 Metern angegeben.

Ersatzstandort in Hennen - Stand Februar 2020

Die Betreibergesellschaft Telefonica Deutschland (O2) sucht einen neuen Mobilfunkstandort im Bereich Scherlingstraße in Iserlohn Hennen (siehe Karte) als Ersatz für den Standort auf der ehemaligen Hauptschule in Hennen. Der Suchkreis wurde mit ca. 800 Metern angegeben.

Links zum Thema

  • www.bundesnetzagentur.de
    Über die Internetseite der Bundesnetzagentur können alle vorhandenen Mobilfunksendeanlagen über eine Karte angesehen und Informationen über Sicherheitsabstand und Hauptstrahlrichtung zu allen Sendeanlagen abgerufen werden.

  • www.umwelt.nrw.de
    Über die Internetseite des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt,
    Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen sind Informationen zur Mobilfunkvereinbarung NRW und das Untersuchungsprogramm von Mobilfunkbasisstationen abrufbar.

  • www.bfs.de
    Das Bundesamt für Strahlenschutz ist eine wissenschaftlich-technische Bundesbehörde und Mitinitiator und Koordinator des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogrammes.

  • www.ssk.de
    Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat den Auftrag, das zuständige Bundesministerium in den Angelegenheiten des Schutzes vor den Gefahren radioaktiver und nichtradioaktiver Strahlen zu beraten. Die SSK besteht aus unabhängigen wissenschaftlichen Experten. Unter ihrer Federführung wird zur Zeit das Mobilfunk-Forschungsprogramm durchgeführt und bewertet.

  • www.izmf.de
    Das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) ist Ansprechpartner bei allen grundsätzlichen Fragen zur mobilen Kommunikation. Als Brancheninitiative wurde das IZMF 2001 von den deutschen Mobilfunknetzbetreibern gegründet.

  • www.ralf-woelfle.de/elektrosmog
    Die Informationsseite von Dipl.-Ing. Ralf Wölfle bietet einen umfangreichen Katalog zu technischen und wissenschaftlichen Fakten zum Thema Mobilfunk. Die Homepage versteht sich als aktuelles Nachschlagewerk für fachlich Interessierte.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind

Ulrike Badziura

ulrike.badziura@​iserlohn.de 02371/217-2925 Abteilung Umwelt- und Klimaschutz Adresse |

Dr. Felicitas Wolters

felicitas.wolters@​iserlohn.de 02371/217-2943 Abteilung Umwelt- und Klimaschutz Adresse |