Die Sonne scheint durch Nebel in einem goldenen Wald im Herbst

Geothermie & Wärmepumpen in Iserlohn

Die Stadt Iserlohn hat sich im Rahmen des Kommunalen Klimaschutzkonzeptes zum Ziel gesetzt, die nationalen Ziele zur Reduktion der Treibhausgasminderung von 40 Prozent bis 2030 zu übertreffen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei im Bereich der Wärmeversorgung die Erdwärme bzw. die oberflächennahe Geothermie in Kombination mit Wärmepumpen. Diese Form der Geothermienutzung ist auch für Privatpersonen, z.B. im Ein- oder Zwei-Familienhaus möglich. Mit einer Wärmepumpenanlage kann das Gebäude beheizt und im Bedarfsfall auch gekühlt werden.

In Iserlohn ist das Potenzial der möglichen Entzugsleistung aus dem Erdreich untersucht worden. Diese Untersuchung gibt Aufschluss darüber, wo der Einsatz einer Wärmepumpe in Kombination mit Geothermie möglich ist.

Schema einer Anlage mit Spiralkollektoren
Beispiel: Schema einer Anlage mit Spiralkollektoren / Quelle: EnergieAgentur. NRW Wärmepumpen-Marktplatz NRW

Gängige Verfahren zur flachen Erdwärmenutzung sind Erdwärmesonden mit Tiefen von um die 100 m oder Erdwärmekollektoren, zunehmend werden auch Spiralkollektoren eingesetzt.

In unserem Bildbeispiel wird ein Spiralkollektor eingesetzt. Er wird aus je 50 Meter Rohr gefertigt, welches mittels Kunststoffschienen gehalten wird und einen Kollektor von 2 bis 3 Meter Höhe bei einem Durchmesser von ca. 0,5 Meter ergibt. Spiralkollektoren werden senkrecht in einer Tiefe von ca. 1,5 bis 4,5 Meter in das Erdreich eingebracht. Dort herrschen mit bis zu +13 ° C die höchsten durchschnittlichen Bodentemperaturen im Jahresschnitt. Aus diesem Grund sind Spiralkollektoren sowohl im Neubau als auch im Bestandsbau einsetzbar.

Seit dem 1. Januar 2009 ist das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in Kraft getreten, das für Neubauten eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung vorsieht. Mit einer Wärmepumpe in Kombination mit oberflächennaher Erdwärmenutzung erfüllen Sie diese Forderungen schon jetzt.

Auf der Seite des Staatlichen Geologischen Dienstes Deutschlands NRW haben Sie die Möglichkeit, sich einen Überblick über abgeteufte Bohrungen zu verschaffen. Dort können Sie prüfen, ob z.B. diese Form der Erdwärmenutzung in der Nachbarschaft schon genutzt wird.

Aktuell können sie auf der Internetseite des Geologischen Dienstes NRW einen ersten Standortcheck durchführen. Die mögliche Nutzung von Erdwärmekollektoren bis 2 m und Erdwärmesonden bis 100 m Tiefe  werden in dieser Informationsplattform betrachtet. Eine erste Einschätzung zum geothermischen Potenzial, zu Wasserschutzgebieten und zu Bereichen, die aus hydrogeologischer Sicht ungünstig sind, erhalten Sie hier kostenfrei.
Wird beim Standortcheck des Geologischen Dienstes vermerkt, dass das Gebiet in einem (geplanten) Wasserschutzgebiet liegt, so ist dies kein zwingendes Ausschlusskriterium. Vor allem in der Wasserschutzzone III wurde in Iserlohn bereits mehrfach die Genehmigung zur Nutzung von Erdwärme erteilt. Der Märkischen Kreis entscheidet jeweils im Einzelfall darüber, ob eine wasserrechtliche Genehmigung gegeben werden kann.

In der Regel übernimmt der Bohrunternehmer bzw. Anlagenbauer das Einholen der Genehmigung bzw. der Voraussetzungen zur Genehmigung für die Erdwärmenutzung. Eine Auflistung der notwendigen Unterlagen, die eingereicht werden müssen sowie der Antrag und ein Merkblatt sind auf der Homepage des Märkischen Kreises zu finden.

Das Potential der effizienten Wärmeversorgung mit Wärmepumpen wird auch durch Förderprogramme unterstützt.

Ihre Ansprechpartner sind:

GeologieEnergietechnik

Dr. Felicitas Wolters
Abteilung Umwelt- und Klimaschutz
Bereich Stadtplanung
Raum 124, Rathaus II, 1. Obergeschoss,
Werner-Jacobi-Platz 12, 58636 Iserlohn 
(für Navigationsgeräte: Rathausstraße)
Telefon: 02371/217-2943
Fax: 02371/217-2949
E-Mail: felicitas.wolters@iserlohn.de

Dipl.-Ing. Stefan Marquardt
Abteilung Umwelt- und Klimaschutz
Bereich Stadtplanung
Raum 121, Rathaus II, 1. Obergeschoss
Werner-Jacobi-Platz 12, 58636 Iserlohn
(für Navigationsgeräte: Rathausstraße)
Tel: 02371/217-2936
Fax: 02371/217-4604
E-Mail: stefan.marquardt@iserlohn.de