Die Sonne scheint durch Nebel in einem goldenen Wald im Herbst

Anpassung an den Klimawandel in der Stadt Iserlohn

Für eine überraschende  Klimawandelkommunikation stehen die Warming Stripes.  Mit ihnen wollen wir auf das Thema aufmerksam machen. Die Warming Stripes zeigen die Jahresmitteltemperaturen in Iserlohn seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 bis in die Gegenwart. Blaue Streifen stehen für kühlere Jahre, als die Durchschnittstemperatur über den Gesamtzeitraum, rote und besonders violette Jahre bzw. Streifen waren wärmer als der Durchschnitt. Die Stadt Iserlohn ist mit eine der ersten deutschen Städte, die solche „Warming Stripes“ besitzt.

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Iserlohn hat bereits vor vielen Jahren erkannt, dass es eine Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen und Menschen in anderen Ländern hat. Doch obwohl bereits seit längerem aktiv Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden, wird die Stadt den Klimawandel nicht aufhalten können. Während Klimaschutz also eine globale Aufgabe ist, muss Klimaanpassung auf der lokalen Ebene stattfinden. Daher sollten frühzeitig und präventiv geeignete Maßnahmen getroffen werden, mit denen die Stadt und ihre Einwohner vor den Folgen des Klimawandels geschützt werden können. Um hier für eine Vielzahl von Handlungsfeldern geeignete Schritte zu ergreifen, bedarf es eines umfassenden Anpassungskonzeptes. Dieses wurde im Frühjahr 2017 ausgeschrieben und im Rahmen eines 1-jährigen Projektes unter Beteiligung der relevanten Akteure vor Ort erstellt. Hierdurch konnte viel lokales Fachwissen zusammengetragen werden.

In Iserlohn wird es zukünftig nicht nur durchschnittlich höhere Temperaturen geben, sondern es werden auch Extremwetterereignisse wie Hitzephasen, Starkregen und Trockenheit häufiger auftreten. Dies wird vielfältige Auswirkungen haben, auf welche die Stadt vorbereitet sein sollte. Einige der in diesem Bericht vorgeschlagenen Anpassungsmaßnahmen sind nicht durch die Stadt selber umsetzbar. Aufgabe der öffentlichen Hand ist aber eine Sensibilisierung der relevanten privaten Akteure hinsichtlich der Vorteilhaftigkeit einer rechtzeitigen Anpassung an die erwarteten Veränderungen. So können Empfehlungen von der Verwaltung direkt oder über geeignete Kooperationspartner an Unternehmen und Privathaushalte in Iserlohn kommuniziert werden. Dies stärkt mittel- bis langfristig sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft als auch die Gesundheit und Lebensqualität der Bürger.

Die Welt wird sich in den kommenden Jahrzehnten verändern - nicht nur durch den Klimawandel, sondern v.a. durch technologische, politische, wirtschaftliche und demographische Veränderungen. Die damit verbundenen Entwicklungen können nur schwer abgeschätzt werden, sollten aber im Hinterkopf behalten werden, wenn es – wie in diesem Bericht – um die Zukunft geht. Der Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollte basierend auf neuen Erkenntnissen in regelmäßigen Abständen aktualisiert, konkretisiert und erweitert werden.

Wir haben unser selbstgestecktes Ziel erreicht, wenn möglichst viele der hier vorgeschlagenen Handlungsoptionen zur Anpassung diskutiert, auf unterschiedlichen Planungsebenen integriert und schließlich umgesetzt werden.

Das Konzept finden Sie hier als PDF zum Download.

Für die Abwicklung und Durchführung des Vorhabens ist im Fördergebiet "Klimaschutzinitiative" das Forschungszentrum Jülich GmbH, der Projektträger Jülich (PtJ), Außenstelle Berlin, zuständig.

Förderkennzeichen: 03K47477

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Kontaktdaten:

Stefan Marquardt

stefan.marquardt@iserlohn.de 02371/217-2936 Adresse | Details