Die Sonne scheint durch Nebel in einem goldenen Wald im Herbst

Integriertes Kommunales Klimaschutzkonzept der Stadt Iserlohn

Am 13. Dezember 2012 hat der Rat der Stadt das Iserlohner Klimaschutzkonzept beschlossen. Es beinhaltet – neben der Energie- und CO2-Bilanz, der Potenzialbetrachtung zur CO2-Minderung sowie durchgeführte und laufende Aktivitäten der Stadt Iserlohn – ein Handlungskonzept zur CO2-Minderung bis zum Jahr 2020 für Iserlohn, das sowohl Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Energieeffizienz, als auch zur CO2-freien Energieerzeugung durch den Einsatz erneuerbarer Energien berücksichtigt und Wege zu deren Realisierung aufweist.

Integriertes Kommunales Klimaschutzkonzept der Stadt Iserlohn  (PDF-Dokument)

Das Klimaschutzkonzept wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert. Projekttitel: „KSI: Erstellung eines integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Iserlohn“ (Förderkennzeichen: 03KS1506).

Für die Abwicklung und Durchführung des Vorhabens ist im Fördergebiet "Klimaschutzinitiative" das Forschungszentrum Jülich GmbH, der Projektträger Jülich (PtJ), Außenstelle Berlin, zuständig.

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Chronologie

Titelbild Energie- und CO2-Bilanz

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Iserlohn wurde erarbeitet von der B.S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH (B.&S.U.) unter Einbeziehung verschiedener lokaler Akteure.

Als ersten Schritt und grundlegendes Element hatte die Stadt Iserlohn mit Unterstützung der Stadtwerke Iserlohn eine Energie- und CO2-Bilanz für das Stadtgebiet erstellt. In Zusammenarbeit mit der B.&S.U. erfolgte eine umfassende Datenerhebung zu den lokalen Energieverbräuchen. Berücksichtigt wurden verschiedene Energieträger über einen Zeitraum von 1990 bis 2010. Auf dieser Basis erfolgte eine Untersuchung des Endenergieverbrauchs und der CO2-Emissionen für die Sektoren private Haushalte, kommunale Gebäude und Anlagen, Industrie und Gewerbe sowie Verkehr.

Gesamtstädtische Energie- und CO2-Bilanz

Der Endenergieverbrauch in Iserlohn lag im Jahr 2010 bei rund 2.600 GWh und war im Betrachtungszeitraum von 1990 bis 2010 rückläufig. Der Maximalverbrauch lag im Jahr 1990 bei knapp 3.200 GWh. Der Minimalverbrauch lag im Jahr 2010. Insgesamt verringerte sich der Endenergieverbrauch im Betrachtungszeitraum um knapp 19 %. Die Verschiebung von energieintensiven Industrien, wie z. B. Bergbau, hin zum Dienstleistungssektor,  technischer Fortschritt, Einsatz erneuerbarer Energien und Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebereich bedingten diese Entwicklung. Seit 2004 ist der Endenergieverbrauch stark rückläufig, was neben weiterem technischen Fortschritt durch sinkende Einwohnerzahlen begründet ist.

Die CO2-Emissionen gingen von rund 1.100.000 Tonnen im Jahr 1990 um 31 % auf etwa 764.000 Tonnen im Jahr 2010 zurück. Der Maximalwert lag im Startjahr 1990, der Minimalwert im Jahr 2010. In der CO2-Bilanz lässt sich der Wechsel von energieintensiven Industrien hin zu dienstleistungsorientierten Wirtschaftszweigen deutlicher erkennen als bei Betrachtung der Endenergiebilanz. Charakteristisch sind für Iserlohn der Wegfall des Bergbaus und der starke Rückgang des verarbeitenden Gewerbes, insbesondere metallverarbeitender Betriebe. Auch das seit 2004 relativ hohe negative Pendlersaldo ist zu berücksichtigen.

Ihre Ansprechpartnerin ist

Ulrike Badziura

ulrike.badziura@iserlohn.de 02371/217-2925 Abteilung Umwelt- und Klimaschutz Adresse | Details