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Verbundprojekt "NOX-Block": Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Die Grenzwerte für die Konzentration von Stickstoffoxiden (NOx) in der Atemluft werden in vielen deutschen Ballungsräumen überschritten. Besonders problematisch sind diejenigen Räume, die starke Pendlerströme aufweisen. Die Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs soll dazu beitragen, die lokalen Stickstoffoxid-Emissionen zu verringern und die Qualität der Luft nachhaltig zu verbessern. Besonders Stickstoffdioxid (NO2) zeigt eine stärkere schädliche Wirkung auf die menschliche Gesundheit als Stickstoffmonoxid (NO), weshalb NO2 im Zentrum der Bemühungen um saubere Luft steht. Nimmt die NO2-Belastung der Außenluft zu, leiden besonders Menschen mit vorgeschädigten Atemwegen darunter.

Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt „NOX-Block“ haben sich die Städte Dortmund, Schwerte und Iserlohn zusammen mit den städtischen Versorgern das Ziel gesetzt, einen Anreiz durch die Errichtung von Ladeinfrastruktur für den Umstieg von Verbrennern auf batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge zu schaffen, die an einer externen Stromquelle aufgeladen werden können. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Technischen Universität Dortmund und der Bergischen Universität Wuppertal, die die Auswirkungen auf das örtliche Stromnetz und die lokalen Stickstoffoxid-Emissionen untersuchen.

Mit dem Zuwendungsbescheid vom 05.12.2019 wurden der Stadt Iserlohn Fördergelder von der Bundesrepublik Deutschland für die Umsetzung des Projekts bewilligt. Der Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des „Sofortprogramms saubere Luft“, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Der lokale politische Beschluss für den Aufbau und Betrieb von 50 öffentlich zugänglichen Normalladesäulen wurde in der außerplanmäßigen Sitzung des Haupt- und Personalausschusses am 22.12.2020 mehrheitlich gefasst. Auf Grund der andauernden pandemischen Lage wurden die Entscheidungsbefugnisse des Stadtrates auf dieses Gremium zeitlich befristet übertragen.

Die Ladesäulen sollen über zwei Ladepunkte mit einer jeweiligen Ausgangsleistung von bis zu 22 Kilowatt pro Stunde verfügen und mit einer Steckerbuchse des Typs 2 (europäischer Standard) ausgestattet sein. Das Projekt ist eingebettet in den langfristig angelegten Aktionsplan Elektromobilität Iserlohn, der den Weg in eine elektromobile Zukunft aufzeigt.

Fragen und Anregungen nimmt die Projektleitung gerne entgegen.

Ihr Ansprechpartner ist:

Patrick Dorner

patrick.dorner@​iserlohn.de 02371 217 2937