© Jan R. Schäfer

Entwicklung des Schillerplatz-Areals

Ausgangssituation des heutigen Schillerplatz-Areals

Mit der umfangreichen Sanierung der Iserlohner Innenstadt einschließlich des Bahnhofs-Geländes seit 2002 ist es gelungen, wichtige Impulse für Iserlohn als Einkaufsstadt zu setzen. Die notwendige Neugestaltung des gesamten Schillerplatz-Areals scheiterte. Der jahrzehntelange Stillstand ist sichtbar.

Mit dem Kauf der Karstadt-Immobilie im Jahr 2014 durch die Stadt Iserlohn ist der Startschuss zur Entwicklung gefallen. Die Umgestaltung des Schillerplatz-Areals ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Stadt Iserlohn und wird das Gesicht der Innenstadt nachhaltig prägen.

Der Schillerplatz ist der zentrale Ort für den Wochenmarkt und Veranstaltungen aller Art. Er stellt zudem die Verbindung zwischen Rathaus und Fußgängerzone dar. Heutzutage weist das gesamte Areal gravierende Defizite auf; sowohl in der städtebaulichen Qualität als auch in der baulichen Substanz. Der ästhetische Ausdruck ist in die Jahre gekommen. Dies gilt für die den Schillerplatz begrenzenden Gebäude, die Oberfläche sowie die Gestaltung der gesamten Platzmöblierung, die Zugänge zur Tiefgarage, die Nutzungen in den Platzrandzonen sowie den gesamten Bereich unterhalb des Platzes auf der Ebene des Theodor-Heuss-Ringes.

Einen Überblick über die aktuelle Situation des Schillerplatz-Areals können Sie über drei Webcams erhalten. Bitte klicken Sie dafür HIER.

Aktuelles

Webcam Schillerplatz - Blickrichtung Brücke

Abriss der Schillerplatz-Brücke am letzten Oktober-Wochenende – Rückbau des Brückencafés und der Oberflächen ab kommender Woche – Alternativen für Fußweg zum Rathaus I

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 2. Oktober 2019)

Die Schillerplatz-Brücke wird aufgrund ihres schlechten Zustands in den kommenden Wochen abgerissen. Das mit der Sonderprüfung der Brücke befasste Ingenieurbüro hatte im April 2019 den Abbruch bis zum Ende des Jahres empfohlen.

Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wird der eigentliche Brückenabbruch im zeitlichen Zusammenhang mit den Herbstferien erfolgen. Bereits ab Montag, 7. Oktober, beginnen die mit dem Abbruch beauftragten Firmen Stricker sowie Prangenberg & Zaum mit der Entkernung des leerstehenden Brückencafés und mit dem Rückbau der Möblierung und Pflanzkübel. Während dieser ersten Arbeiten gibt es keine Einschränkungen für Fußgänger und  Straßenverkehr.

Am Montag, 21. Oktober, beginnt der Abbruch der Oberflächenbefestigung auf der Brücke. Von da an können Fußgänger die Brücke zwischen Schillerplatz und Rathaus nicht mehr nutzen. Für sie gibt es ab dem 21. Oktober folgende Alternativen in Richtung Rathaus I: Vom unteren Schillerplatz aus über den Barriere armen Weg über den Nordengraben und die Fußgängerbrücke zum Werner-Jacobi-Platz und weiter über die Brücke über der Nordstraße. Ein anderer Weg führt von Karstadt aus über die Treppe hinab zum Theodor-Heuss-Ring. Über die dortige Fußgängerampel kann die Straße überquert und das Rathaus I erreicht werden.

Der gesamte Unterbau der Brücke (Platten und Pfeiler) wird am Ende der Herbstferien, von Freitag, 25., bis Sonntag, 27. Oktober, abgebrochen. Der Theodor-Heuss-Ring muss dafür zwischen Nordstraße und Lange Straße voll gesperrt werden. Die Sperrung wird bereits am Donnerstag, 24. Oktober, spät abends eingerichtet. Sie dauert bis Montagmorgen, 4 Uhr. Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert. Ab Montag, 28. Oktober, werden die beiden Fahrspuren auf der Schillerplatz-Seite in Richtung Mendener Straße wieder frei gegeben. Auf der gegenüberliegenden Seite, in Fahrtrichtung Brünninghaus-Kreuzung / Hans-Böckler-Straße, bleibt noch für zirka eine Woche die rechte Fahrspur gesperrt, da im Bereich des Rathauses gelagerter Bauschutt abtransportiert werden muss.

Während der Abbrucharbeiten am letzten Oktoberwochenende können die Bushaltestellen Schillerplatz und Unnaer Platz nicht angefahren werden. Der Busverkehr wird entsprechend umgeleitet. Fahrgästen wird empfohlen, auf die Haltestelle Konrad-Adenauer-Ring auszuweichen.

Ab der ersten Novemberwoche soll nach aktuellem Zeitplan der Theodor-Heuss-Ring wieder normal befahren werden können.  

Weitere Informationen zum Abbruch der Schillerplatz-Brücke finden Interessierte in der Schiller BOX. Der Abbruch der Brücke kann zudem live über die auf der Internetseite www.schillerplatz-iserlohn.de geschalteten Webcams mitverfolgt werden. Dort wird in wenigen Tagen eine dritte Webcam eingerichtet, die die seitliche Perspektive der Schillerplatz-Brücke vom Rathaus II aus zeigt.

Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung für Fragen und Informationen zum Abbruch der Schillerplatz-Brücke ist Uwe Ziemann im Ressort Planen, Bauen, Umwelt- und Klimaschutz, Telefon 02371/ 217-2934, E-Mail uwe.ziemann@iserlohn.de

Sprechstunde zum Brückenabriss am 28. September 2019 in der Schiller BOX

In den kommenden Wochen wird Stück für Stück der Abriss der Schillerplatz-Brücke erfolgen. In diesem Zusammenhang wird eine weitere Sprechstunde angeboten.

Die Sprechstunde findet statt am Samstag, 28. September 2019, von 11 bis 13 Uhr in der Schiller BOX auf dem Schillerplatz.

Olaf Pestl, Geschäftsführer der Schillerplatz GmbH, und Dr. Dagmar Lehmann von der Stadt Iserlohn stehen für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Verlegung des Wochenmarktes (Teilbereich) auf den Marktplatz

Der Wochenmarkt findet seit vielen Jahren auf dem Schillerplatz in der Iserlohner Innenstadt statt. Er blickt auf eine lange Tradition zurück. Aufgrund des für Ende des Jahres 2019 geplanten Abrisses der Schillerplatz-Brücke wird der zwei Mal wöchentliche Wochenmarkt ab Ende Juli 2019 in Teilen auf den nahe gelegenen Marktplatz verlegt. Die Zeiten des Wochenmarktes – mittwochs von 7 bis 13 Uhr und samstags von 7 bis 14 Uhr – sind davon unberührt und bleiben wie bisher erhalten. 

Die bisherigen Stände des Wochenmarktes auf dem oberen Schillerplatz werden erstmals am Mittwoch, den 31.07. auf dem Marktplatz zu finden sein. Zur besseren Übersicht der neuen Marktstruktur hängt ein Übersichtsplan in der Schiller BOX – Glaskasten auf dem Schillerplatz – aus. Darüber hinaus werden Flyer durch die Markthändler ausgegeben. Außerdem können Sie den Übersichtsplan HIER öffnen.

Bei Fragen zu der Verlegung des Marktes wenden Sie sich bitte an Herrn Jens Rinke (Stadt Iserlohn, Abteilung Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten, Tel.:  02371/217-1616, jens.rinke@iserlohn.de).

Beschluss des Rates zum Schillerplatz-Areal vom 19. März 2019

Der Rat der Stadt Iserlohn hat sich in seiner Sitzung am 19. März 2019 mit dem Thema „Entwicklung des Schillerplatz-Areals: Ausgangssituation, Ziele und weiteres Vorgehen“ befasst. Auf der Grundlage einer ausführlichen Drucksache der Verwaltung und nach langer Diskussion hat er schließlich mit großer Mehrheit folgenden Beschluss gefasst: Weiterlesen...

Zeitungsbeilage "Projekt Schillerplatz - Planungsstand und Ausblick"

Im Auftrag der Schillerplatz GmbH wurde am Samstag, 16. März 2019, eine Anzeigen-Sonderveröffentlichung der Zeitungen Iserlohner Kreisanzeiger / Westfälische Rundschau an alle Iserlohner Haushalte verteilt. Die Zeitungsbeilage gibt einen Überblick über den aktuellen Sachstand des Verfahrens zur Entwicklung des Schillerplatz-Areals.

Die Inhalte fokussieren sich auf die verschiedenen Themen, die im Rahmen der Bestandsanalyse in den letzten Monaten erarbeitet wurden wie z.B. die Themen Verkehr oder Baugrund. Darüber hinaus zeigt ein Interview mit Michael Schmitt (Aufsichtsratsvorsitzender der Schillerplatz GmbH), Olaf Pestl (Geschäftsführer der Schillerplatz GmbH) und Thorsten Grote (Stadtbaurat) den aktuellen Verfahrensstand sowie einen Ausblick auf das weitere Vorgehen.

Die Zeitungsbeilage steht HIER als Download zur Verfügung.

Zum Projekt Schillerplatz-Areal nimmt Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens wie folgt Stellung
(21. Februar 2019):

In den letzten Wochen ist durch die Berichterstattung in den örtlichen Medien eine öffentliche Debatte entbrannt über die Zukunft des Schillerplatz-Areals. Als Bürgermeister der Stadt Iserlohn freue ich mich über das Engagement, mit dem diese Diskussion über dieses für unsere Stadt so bedeutende Projekt  geführt wird. Gleichzeitig ist es mir aber auch ein Anliegen, zur Versachlichung der Debatte beizutragen.

Wenn also öffentlich der Eindruck erweckt wird, dass die Verantwortlichen in der Verwaltung, im Rat der Stadt und in der Schillerplatz GmbH überrascht sind von der Komplexität des Projekts Schillerplatz insbesondere mit Blick auf die schwierigen Gründungsverhältnisse, dann ist das einfach nur eine falsche Behauptung. Die Stadt Iserlohn beschäftigt sich bereits seit der Jahrtausendwende mit der Frage, wie die städtebauliche Entwicklung des Schillerplatz-Areals gestaltet werden kann, wobei schon damals die durch die Bergbau-Nutzung entstandenen Risiken thematisiert worden sind. Eben aus diesem Grund war es richtig und wichtig mit Blick auf den aktuellen Diskussions- und Entscheidungsprozess, dass neben den vorliegenden Erkenntnissen eine vertiefende Untersuchung des Baugrunds erfolgt. Diese sehr detaillierten Ergebnisse liegen nunmehr vor und sind keine Überraschung, sondern nur eine Bestätigung der vorherigen Einschätzungen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse nun abzuwägen, ob ein Investorenwettbewerb tatsächlich das richtige Instrument ist oder ob nicht das Heft des Handelns weiterhin in den Händen der Stadt verbleibt, halte ich daher für verantwortungsvolles Handeln im Sinne einer nachhaltigen und erfolgversprechenden Gesamtstrategie.

Wichtig ist es mir zu betonen, dass die Entwicklung des Schillerplatzes von größter Bedeutung für die Stadt Iserlohn und die Innenstadt ist und bleibt. Nun ein Moratorium zu fordern, mag politisch motiviert sein, sinnvoll ist es nicht. Die Tatsache bleibt bestehen, dass sowohl die Schillerplatzbrücke als auch die Tiefgarage am Ende ihres baulichen und wirtschaftlichen Lebenszyklus angekommen sind. Dies ist ebenfalls nicht überraschend und auch keine neue Erkenntnis. Wer aber diese Fakten unvoreingenommen zur Kenntnis nimmt, der wird schnell akzeptieren, dass zeitnah Lösungen gefunden werden müssen, um diese städtebaulichen Probleme im Sinne und Interesse einer funktionierenden Innenstadt lösen zu können. Eine Unterbrechung des Planungsprozesses stellt keine Alternative dar und würde nur dazu führen, entscheidende politische Weichenstellungen zu verzögern. Genau diese so immens wichtigen Weichenstellungen sollen in der Sitzung des Rates am 19. März vorgenommen werden. Hierzu wird die Stadtverwaltung eine ausführliche Beratungsdrucksache vorlegen, die den gewählten Mitgliedern des Rates der Stadt als Entscheidungsgrundlage dienen soll.

Stellungnahme von Michael Schmitt als Aufsichtsratsvorsitzender der Schillerplatz GmbH zu der Berichterstattung des Iserlohner Kreisanzeigers vom 12.02.2019 "Bürgerbeteiligung ist ein Witz" (PDF-Dokument)

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Workshops des Aufsichtsrates der Schillerplatz GmbH und des Rates der Stadt Iserlohn zur Entwicklung des Schillerplatz-Areals

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 19. Februar 2019)

Die aktuellen Entwicklungen zur Umgestaltung des Schillerplatz-Areals wurden kürzlich in zwei Workshops thematisiert und diskutiert. Am Samstag, 9. Februar 2019, fand ein Workshop des Aufsichtsrates der Schillerplatz GmbH statt, am darauffolgenden Samstag, 16. Februar 2019, ein Workshop des Rates der Stadt Iserlohn (jeweils in den Räumlichkeiten der SASE in Iserlohn).

Ausgangspunkt für die Durchführung der beiden Workshops war die für den Sommer 2019 geplante Auslobung eines Investorenwettbewerbs zur Entwicklung des Schillerplatz-Areals. In beiden Workshops wurden die im Rahmen der Bestandserhebung und -analyse rund um den Schillerplatz erarbeiteten Gutachten und Konzepte durch die einzelnen Gutachterinnen und Gutachter präsentiert. Hierzu zählten die folgenden Untersuchungen:

  • Verkehrskonzept Theodor-Heuss-Ring / Schillerplatz in Iserlohn, erarbeitet durch Brilon Bondzio Weiser GmbH
  • Bodengutachten zu den Themen Baugrund / Altbergbau, erarbeitet durch GeoExperts
  • Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) Schillerplatz-Areal, erarbeitet durch plan-lokal

Darüber hinaus präsentierten Vertreterinnen und Vertreter des Bauressorts der Stadt Iserlohn weitere Untersuchungsergebnisse bzw. Anforderungen an eine zukünftige Planung. Neben städtebaulichen Zielsetzungen ging es dabei unter anderem um die Zukunft der Karstadt-Immobilie und die durchgeführte Bürger- und Akteursbeteiligung.

Das Ergebnis beider Workshops lässt sich in verschiedenen Prüfaufträgen zusammenfassen. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass zunächst auf einen Investorenwettbewerb verzichtet werden soll. In den Workshops wurde gemeinsam darüber diskutiert, dass es eine Vielzahl an Restriktionen gibt, die das Schillerplatz-Areal zum gegenwärtigen Zeitpunkt für mögliche Investoren unattraktiv machen:

  • hohe Risiken, die sich ein Investor entsprechend bezahlen lassen würde
  • vertragliche Zwänge mit Karstadt, einseitige Kündbarkeit durch Karstadt
  • geringe Erweiterungspotenziale des Kaufhauses (cima-Gutachten)besondere Gründungsprobleme (Kosten, Risiken, Dauerhaftigkeit, Zeitverzögerung)
  • besondere städtebauliche Anforderungen und Schnittstellen im Umfeld
  • Stellplatzproblematik durch abgängige Garage unter dem Schillerplatz
  • Komplexität des Verfahrens, gegenseitige Abhängigkeit von öffentlichen und privaten Investitionen

Ein weiteres Ergebnis zielt ab auf die ganzheitliche Herangehensweise (Planung aus einem Guss) und zeitnahe Umsetzung des Projektes mit seinen einzelnen Bausteinen Schillerplatz, Warenhaus, Tiefgarage, Brücke und Vinckestraße. Dabei ist zu beachten, dass Garage und Brücke marode sind und in jedem Fall eine neue Lösung gefunden werden muss.

Außerdem besteht der Auftrag an die Stadtverwaltung Iserlohn, alternative Verfahren zum Investorenwettbewerb zum heutigen Zeitpunkt zu prüfen. Unter anderem ist zu überlegen, inwieweit konkrete Schritte zur weiteren Projektentwicklung bspw. unter der Regie der Schillerplatz GmbH unter Einbindung einzelhandelserprobter Architekten durchgeführt werden können. Hierzu wäre die Schillerplatz GmbH mit einem neuen Mandat auszustatten und strukturell neu aufzustellen.

Von den politischen Entscheidungsträgern wird erwartet, die Diskussion um alternative Standorte für das Bürgerbüro und die Stadtbücherei hinsichtlich des Schillerplatz-Areals abzuschließen. Grundsätzlich ließen sich diese Einrichtungen im Schillerplatz-Areal unterbringen, bisher waren sie jedoch kein Bestandteil der Planungen.

Sämtliche bisher im Rahmen des Projektes erarbeiteten Ergebnisse werden nun in einer Drucksache zusammengefasst, die in der nächsten Sitzung des Stadtrates am 19. März 2019 beraten wird.

Kontakt

Schillerplatz GmbH
c/o Stadt Iserlohn
Werner-Jacobi-Platz 12
58636 Iserlohn

Olaf Pestl
Geschäftsführer
Schillerplatz GmbH

Kontakt:
Telefon: 02371 / 793 – 121
E-Mail-Adresse: schillerplatz@iserlohn.de

Auskunft:
Uwe Ziemann
Telefon: 02371 / 217 – 2934
E-Mail: uwe.ziemann@iserlohn.de