© Jan R. Schäfer

Planungsverfahren

Übersicht über das Planungsverfahren

Im vergangenen Jahr wurden die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Schillerplatz-Areals abschließend definiert soweit dies möglich war. Unsicherheiten ergeben sich aus der zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch ungewissen Zukunft des Rathauses I.

Im Anschluss an die Definition der Rahmenbedingungen hat die Schillerplatz GmbH mit der Suche nach einem Generalplaner begonnen. Neben dem Katalog der Ziele und Bewertungskriterien zählen detaillierte Vermessungspläne, die Verkehrsuntersuchung mit beispielhaften Lösungsansätzen, das aktualisierte Einzelhandelsgutachten, das Baugrundgutachten, (unauffällige) Schadstoffuntersuchungen im Karstadt-Gebäude sowie das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept zu den wichtigsten von der Schillerplatz GmbH vorbereiteten Ausschreibungsunterlagen. Außerdem erfolgte 2019 mit dem Abriss der maroden Schillerplatzbrücke der erste Schritt zum Umbau des Areals. Handlungsdruck besteht durch die Garage unter dem Schillerplatz, die ebenfalls marode ist und in naher Zukunft abgebrochen werden muss.

Die Vergabe der Generalplanerleistungen vollzieht sich in mehreren Stufen. Das Vergaberecht wird dabei genau eingehalten:

 

Teilnahme-Wettbewerb

Gestartet wurde das Vergabeverfahren Ende 2019 mit der Ausschreibung eines europaweiten und öffentlichen Teilnahmewettbewerbs. Ziel des Teilnahmewettbewerbs war die Auswahl mehrerer in die engere Wahl kommender Planungsbüros bzw. Planungsgemeinschaften anhand von Referenzen und nachgewiesenen Kompetenzen. In diesem Schritt wurden fünf Bieter für das anschließende Verhandlungsverfahren ausgewählt.

Verhandlungsverfahren

Zur Zeit wird von der Schillerplatz GmbH mit den fünf vorab ausgewählten möglichen Generalplanern ein Verhandlungsverfahren durchgeführt. Verhandlungsgrundlage sind neben den Honorarforderungen v. a. erste Stegreifentwürfe, mit denen die Planer ihre Heransgehensweise und ihr Projektverständnis erläutern. Ziel des Verhandlungsverfahrens ist die Identifizierung von ggf. zwei bis drei Planungsbüros bzw. Planungsgemeinschaften, die für eine „Mehrfachbeauftragung“ ausgewählt werden.

Mehrfachbeauftragung der Vorplanung

Um eine angemessene Palette denkbarer Lösungsvorschläge zu erhalten, sollen auf Basis der verhandelten Angebote bis zu zwei oder drei für die vorliegende Aufgabe besonders geeignet erscheinende Planungsbüros von der Schillerplatz GmbH in enger Abstimmung mit der Stadt Iserlohn mit jeweils eigenen Vorplanungen beauftragt werden. Die Planungsbüros werden sowohl eine Variante mit Erhalt des Karstadt-Warenhauses als auch eine Variante mit einer Neugestaltung des bebauten Grundstücks mit Einzelhandel und ergänzenden Nutzungen erarbeiten. Im besten Fall bauen die Varianten aufeinander auf, so dass bei einer etwaigen Aufgabe der Karstadtnutzung die zweite Variante ohne nochmaligen Umbau der umgebenden Straßen, Plätze und Anlagen realisiert werden kann.

Die Vorplanungen sollen im Frühjahr 2020 beauftragt und durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden. Die Auswahl der besten Vorplanung bleibt dem Rat der Stadt Iserlohn nach der Sommerpause vorbehalten. Spätestens bis dahin sollte entschieden sein, ob das Rathaus aus dem Denkmalschutz entlassen wird, da der Schillerplatz mit Rathaus und Brücke zusammenhängt.

Beauftragung der Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung

Die vom Rat der Stadt ausgewählte Vorplanung soll vom Entwurfsverfasser zügig weiterverfolgt werden. Der Fahrplan sieht vor, dass der Rat der Stadt die Entscheidung zur endgültigen Auswahl des Generalplaners im Herbst 2020 trifft.